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Multimedia-Sprachlernzentrum

Die Fachhochschule Hof besitzt zur Zeit zwei digitale Multimedia-Sprachlabore neuester Generation. Das Sprachlabor 1 (Raum FA106 / Abb. 1,2) besteht aus 22 Studenten-Arbeitsplätzen, welche doppel-U-förmig um einen Dozenten-Arbeitsplatz angeordnet sind.

Das Sprachlabor 2 (Raum FA108 / Abb. 3,4) umfasst 18 Studenten -Arbeitsplätze, die in drei Gruppen zu je sechs Einheiten zu einem Sechseck zusammengefasst sind und einen separaten Dozenten-Arbeitsplatz.

Das Sprachlabor 1 wurde erstmalig im Jahr 1998 nach dem Bezug des 1. Bauabschnittes der Fachhochschule Hof in Betrieb genommen. Im Jahr 2002 kam dann das Sprachlabor 2 mit einer weiter verbesserten Steuersoftware, sowie eines völlig neu entwickelten Pädagogischen Netzwerkes hinzu. Dadurch wurde eine hervorragende Qualität der Bildübertragung von und zu den Studentenarbeitsplätzen in Echtzeit ermöglicht. Im Jahre 2004/2005 wurde nun das etwas ältere Sprachlabor 1 mit neuen Rechnern ausgestattet und ebenfalls auf das neue System des Pädagogischen Netzwerkes umgestellt. Bis zum Beginn des Wintersemesters 2005 werden nun alle Arbeitsplätze auf das aktuelle Betriebssystem Windows XP Professional umgestellt und die Steuersoftware angepasst. Somit stehen jetzt den Studenten zwei, auf dem absolut neuesten Stand der Technik befindliche Sprachlabore für Vorlesungen und Selbststudien zur Verfügung.

Die Sprachlabore werden mittlerweile für viele verschiedene Sprachen eingesetzt. Neben den häufiger gelehrten Sprachen wie Englisch und Französisch wird Fremdsprachenunterricht auch in Tschechisch, Polnisch, Russisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch seit diesem Jahr auch in Chinesisch angeboten. Für Chinesisch wurde dazu ein neues Sprachlernprogramm gekauft und installiert.

Im Einzelnen stellen die Sprachlabore derzeit folgende Features zur Verfügung:

Über ein entsprechendes Setup-Programm kann das "Layout" des Sprachlabors auf der graphischen Benutzeroberfläche des Master-PC's abgebildet werden. Jeder einzelnen Studentenworkstation wird dabei eine eindeutige ID-Nummer zugewiesen. Über die entstandenen Icon's im graphischen Layout kann der Dozent auf einzelnen Workstations zugreifen.Dabei besteht die Möglichkeit, die einzelnen Arbeitsstationen auf bis zu vier verschiedene Gruppen (A,B,C,D) aufzuteilen, denen entsprechende Transaktionen vom Dozenten zugewiesen werden können

Der Dozenten-Platz beinhaltet den Master-PC mit der notwendigen Steuersoftware (siehe Abb. 5), eine Zentrale Electronic-Einheit, sowie verschiedene Audio- und Videoquellen (CD-Audio, Cassettenrecorder, Videorecorder, Audio-Files). An die Steuereinheit können bis zu acht verschiedene Audioquellen angeschlossen werden, die dann per Steuersoftware beliebig auf die gewünschten Workstations verteilt werden können. Zur Erweiterung der CD-Audio-Anwendungsmöglichkeiten für Multimedia-Programme ist ein zusätzlicher DVD-Server mit sieben Laufwerken integriert. Er ermöglicht den parallelen Zugriff über Netz von mehreren Workstations auf eine oder mehrere DVDs oder CD-ROMs, sowie die Erstellung von virtuellen DVD-Laufwerken.

Jeder Arbeitsplatz verfügt über einen virtuellen Tape-Recorder (VTR, siehe Abb. 6) zum Abhören und Bearbeiten digitaler Sprachlern-Audiomedien, eine CD-Audio-Einheit und die entsprechende Steuersoftware Divace / Sanako.

Bearbeitete bzw. selbst erstellte Audiomaterialien können bei entsprechenden Berechtigungen als Audiofiles zur Weiterbearbeitung lokal oder am Server abgespeichert werden. Das System kann unterschiedlichste Audio- und Video-Filearten (WAV, AVI, MID, MPG, MP3 usw.) wiedergeben. Audiomaterialien können aber auch durch Audio- / Videotransfer vom Dozenten-Platz , durch Abspielen einer Audio-CD am workstationeigenen CD/DVD-Player, bzw. Einbinden einer externen Programmquelle an Line-In auf die Studentenworkstation übertragen werden. Dieses Sprachlernmaterial kann dann vom Studenten interaktiv abgehört und bearbeitet werden, wobei die eigene Sprache des Studenten auf einem separaten Kanal aufgezeichnet wird. Zur Auffindung wichtiger Passagen können wahlfrei sogenannte "Bookmarks" gesetzt werden.

Die Einzelarbeitsplätze können natürlich auch als Stand-Alone-Systeme verwendet werden, um interaktive Einzelplatz-Sprachlernprogramme einzusetzen. Die Sprachlaborsysteme bieten neben der Nutzung von integrierten Sprachlernprogrammen, weitere zusätzliche Features: Gruppenkonferenz mit beliebig vielen Teilnehmern (max. 18 / 22) Paarbildung verschiedener Workstations (2-4 Teilnehmer einer oder verschiedener Gruppen) fiktive Telefongespräche ("Anrufen" eines beliebigen Partners innerhalb der Anlage bzw. Gruppe) In die oben beschriebenen Konversationen kann sich der Dozent wahlfrei per Automonitor-Funktion passiv bzw. aktiv per Intercom einschalten.
Außerdem besteht die Möglichkeit Videosequenzen über das vorhandene Videonetz (Pädagogisches Netzwerk) zu verteilen und abzurufen. Dazu kann einerseits der Monitor einer selektierten Workstation auf den Dozentenplatz, anderseits der Monitor des Dozentenplatzes auf die angewählten Studentenplätze projiziert werden. Über ein implementiertes Video-Overlay-Fenster können somit Videos auf den Workstations eingeblendet werden. Eine weitere Funktion bietet die Möglichkeit der Projektion eines ausgewählten Arbeitsplatzes auf andere Monitore. Parallel zur Videosequenz können natürlich die zugehörigen Audioeinheiten übertragen werden. Übernimmt der Dozent die Kontrolle des Studentenmonitors kann er bei Bedarf gleichzeitig auch dessen Maus und Tastatur per Remote-Control bedienen.

Weiterhin besteht die Möglichkeit Audioquellen über ein integriertes Lautsprechersystem in den Raum abzustrahlen. Zur Aufzeichnung und späteren multimedialen Einbindung von Radio-/TV-Programmen in den Unterricht stehen die entsprechenden Antennenanschlüsse, sowie Cassetten- und Videorecordersysteme zur Verfügung. Die Integration in das Hochschulnetz ermöglicht zudem von allen Arbeitsplätzen aus den Zugang zum Internet

Für die Verwaltung von Sprachkursen, Nutzerinformationen und abgelegten Leistungen steht ein eigenes serverbasiertes Datenbanksystem zur Verfügung, welches jederzeit die gewünschten Auswertungen für Kontrollzwecke zur Verfügung stellt. Abgelegte Praktikas können dahingehend verwaltet werden, daß Studenten Zugang zu neuen Einheiten erst dann bekommen, wenn eine zwingend notwendige Einheit vorher abgelegt wurde.

Zur Erstellung und Pflege von auditiven Medienmaterialien ist parallel zum Sprachlaborbetrieb ein separater Autorenplatz in das Gesamtkonzept integriert. Damit ist es möglich Audio-, Video- und Textmaterial zu erstellen, bzw. zu einer
multimedialen interaktiven Anwendungs- und Testeinheit zusammenzubinden. Der Einsatz kann sowohl im autodidaktischen als auch im kommunikativen gruppenorientierten Bereich liegen. Die Anlage von Antwortpunktesystemen, Fragen- bzw. Antwortbibliotheken, verschiedene Fragetypen, Einbindung von Feed-Back-Nachrichten, Einblendung von Videos und Testauswertungen (fragen- und/oder studentenbezogen) sind nur einige der möglichen Features.

Im Sprachlabor 2 ist zusätzlich eine stationäres Videokonferenzsystem (siehe Abb. 7) untergebracht.
Damit können Videokonferenzen sowohl über LAN/WAN mit bis zu 768 kbit/s, als auch über ISDN mit 128 kbit/s oder 384 kbit/s (bei Verwendung von 3 ISDN-Leitungen) hergestellt werden. Das Videokonferenzsystem beherrscht die Audiokodierungen G.722 und G.728 bzw. die Videokomprimierungen H.261 und H.263. Als Wählverfahren kann BRI oder Bonding eingesetzt werden. In naher Zukunft ist eine Kopplung zwischen Videokonferenzsystem und Sprachlabor geplant. Eine Konzepterstellung für diese Einbindung ist derzeit in Arbeit. Zusätzlich besitzt die Fachhochschule Hof ein weiteres portables Videokonferenzsystem, für LAN/WAN- bzw. ISDN Anbindungen.

 
Technischer Leiter Sprachlabor

Rolf Buchta
Fon 09281 / 409-336
Fax 09281 / 40955-336
E-mail rolf.buchta[at]hof-university.de


Technischer Mitarbeiter Sprachlabor

Sven Neupert
Fon 09281 / 409-335
Fax 09281 / 40955-335
E-mail sven.neupert[at]hof-university.de


 
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