Arbeiten in Deutschland

Allgemeine Informationen

Einen Überblick zum Thema "Leben und Arbeiten in Deutschland" gibt Ihnen die Bundesagentur für Arbeit hier.
Dieser englischsprachige Artikel enthält auch Informationen über Bewerbungsunterlagen und gibt Tipps für Bewerbungsgespräche. 

Rechtliche Informationen

Geld verdienen während des Studiums

Als ausländischer Studierender dürfen Sie in Deutschland arbeiten, allerdings müssen Sie dabei bestimmte Regeln beachten.

Wie viel dürfen Sie arbeiten?
Bürger aus den Staaten der Europäischen Union (EU) oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sind den Deutschen auf dem Arbeitsmarkt gleichgestellt. Sie dürfen ohne Genehmigung so viel arbeiten, wie Sie möchten. Allerdings ist zu beachten (genau wie für deutsche Studierende), dass Sie im Semester nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten sollten. Sonst müssen Sie Beiträge zur Rentenversicherung bezahlen. Außerdem geht Ihr Studium - der eigentliche Zweck Ihres Aufenthaltes - vor!

Stammen Sie aus Rumänien oder Bulgarien?
Seit 01.01. 2014 besitzen Sie das Recht auf freien und uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.

Kommen Sie aus einem Non-EU-Land?
Dann dürfen Sie pro Jahr nur 120 volle oder 240 halbe Tage arbeiten. Dazu zählen auch freiwillige Praktika. Möchten Sie mehr arbeiten, brauchen Sie dafür eine Genehmigung der Agentur für Arbeit und der Ausländerbehörde.
Wichtig zu wissen: Sie dürfen die 120-Tage-Grenze überschreiten, wenn Sie als studentische oder wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität arbeiten. Die Ausländerbehörde müssen Sie aber auch in diesem Fall informieren.

 

Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst

Ein Praktikum machen

Durch ein Praktikum lernen Sie den deutschen Arbeitsmarkt kennen und können sich mit beruflichen Anforderungen vertraut machen.
 
Diese Arten von Praktika gibt es:
• Pflichtpraktika sind obligatorischer Bestandteil vieler Studienfächer.
• Für freiwillige Praktika, also Praktika, die nicht in der Studien- und Prüfungsordnung vorgeschrieben sind, entscheiden Sie sich aus eigenem Interesse.

Checkliste Praktikum

  • Arbeitserlaubnis

Für Pflichtpraktika brauchen Sie keine Arbeitserlaubnis. 

Für freiwillige Praktika gilt:
• Wenn Sie aus dem europäischen Ausland kommen, haben Sie freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und brauchen keine Arbeitserlaubnis.
•  Wenn Sie mit einem Studentenvisum in Deutschland sind (oder eine Aufenthaltserlaubnis haben), dürfen Sie 120 volle Tage oder 240 halbe Tage im Jahr arbeiten. Jeder Praktikumstag wird Ihnen von den gesetzlich erlaubten 120 Arbeitstagen abgezogen. Haben Sie die 120 Tage bereits gearbeitet, brauchen Sie für ein Praktikum die Zustimmung der Ausländerbehörde und der Agentur für Arbeit.

  • Versicherungen: Für ein Praktikum müssen Sie krankenversichert sein. Es reicht Ihre studentische Krankenversicherung. Wenn Sie zur Zeit des Praktikums nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind, müssen Sie sich selbst krankenversichern. Klären Sie vor Praktikumsbeginn zudem mit Ihrem Praktikumsberater/dem Arbeitgeber, ob und durch wen Sie unfall- und haftpflichtversichert sind.
  • Praktikumsvertrag: Bevor Sie den Praktikumsvertrag unterschreiben, lassen Sie ihn vom Praktikumsberater Ihres Fachbereichs prüfen. Hier finden Sie die Vorlage für einen Praktikumsvertrag in Deutsch und hier einen Vordruck in Englisch.
  • Deutsche Sprachkenntnisse: Gute Deutschkenntnisse sind in jedem Fall von Vorteil, bei deutschen Firmen und Institutionen sogar notwendig. Wenn Sie in einer internationalen Firma oder Institution arbeiten, wird eher gutes Englisch verlangt. 


Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst

Dokumente zum Praktikumsbeginn

Wenn Sie ein Praktikumsplatz gefunden haben, möchte der Arbeitsgeber oft eine Vielzahl an Dokumenten von Ihnen. Welche das sind und wo Sie diese finden, können Sie hier in Deutsch und hier in Englisch nachlesen.

Karriere nach dem Studium

Schon während Ihres Masterstudiums sollten Sie damit beginnen, Ihre Karriere in Deutschland zu planen. Mit einem erfolgreichen Abschluss einer deutschen Hochschule haben Sie als internationaler Absolvent zahlreiche Möglichkeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Hier einige Tipps:

  • Beginnen Sie frühzeitig, spätestens vier Monate vor dem Abschluss des Studiums, mit der Jobsuche!
  • Analysieren Sie sich selber!
  • Grenzen Sie die Suche nicht zu stark ein!
  • Nutzen Sie die Angebote des Career Service!
  • Nutzen Sie Karrieremessen und die Angebote der Arbeitsagentur!
  • Spätestens jetzt müssen Sie die deutsche Sprache beherrschen! Belegen Sie während des Studiums Deutschkurse!


Haben Sie Ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und stammen aus einem Land außerhalb der EU?
Dann kann Ihre Aufenthaltsgenehmigung für bis zu 18 Monate zur Suche nach einem Ihrem Abschluss angemessenen Arbeitsplatz verlängert werden. Bitte wenden Sie sich dazu rechtzeitig an Ihre Ausländerbehörde! Während Sie auf der Suche nach einem Job sind, dürfen Sie arbeiten, so viel Sie wollen: Nach der neuen Regelung im Aufenthaltsrecht gibt es keine zeitlichen Einschränkungen mehr fürs Arbeiten während der Suche.

 

Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst

 

Weitere Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen finden Sie auch auf den Seiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD):

•  Ausführliche Informationen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit von ausländischen Studierenden und Hochschulabsolventen in Deutschland finden Sie hier.
•  Die englische Version finden Sie hier.

Bitte beachten Sie: Alle Angaben auf dieser Seite sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Informationen wurden nach bestem Wissen zusammengestellt. Änderungen sind vorbehalten. Bei Unsicherheiten wenden Sie sich immer an die Ausländerbehörde oder an die Agentur für Arbeit. Dort erhalten Sie eine kompetente und fachgerechte Beratung.

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