IDENTIFIKATION VON OPTIMIERUNGSPOTENTIALEN LAUFENDER HOLZVERGASUNGSANLAGEN

Problemstellung

Das Prinzip der Holzvergasung wird vielerorts zur Gewinnung von Strom und Wärme aus Blockheizkraftwerken verwendet. Der wirtschaftliche Betrieb solcher Anlagen erfordert eine optimale Einstellung des Prozesses, um Wartungskosten gering zu halten und möglichst über 8000 Stunden pro Jahr im Dauerbetrieb fahren zu können. Der größte Störfaktor eines kontinuierlichen Betriebes ist die Verunreinigung von Anlagenteilung durch die Formierung von hochsiedenden, hauptsächlich aromatischen Kohlenwasserstoffen, die bei der pyrolytischen Zersetzung des Brennstoffs formiert und anschließend nur teilweise oxidiert oder gercrackt werden können.

Abbildung 1: Verunreinigungen im Notfilter durch die darin kondensierten Teere.

Zielsetzung

Das Partnerunternehmen Ferienhof Erzengel betreibt zwei Holzkraftwerke des Typs Spanner Re2 und verfügt über jahrelange Erfahrung im praktischen Umgang mit diesen Anlagen. Durch regelmäßige (wöchentliche) Aufnahme von Messdaten bezüglich der Gaszusammensetzung, der Teerbelastung des Gases, der dazugehörigen Feedstockdaten sowie Betriebsparameter der Anlage soll ein erheblicher Erkenntnisgewinn über die Zusammenhänge der In- und Outputparameter erfolgen. Mit Hilfe der technologischen Möglichkeiten der Hochschule Hof und den Betriebserkenntnissen des Projektpartners sind wir bestrebt Optimierungspotentiale für einen wartungsarmen Betrieb zu ermitteln.

Ziel ist also die Identifikation von Optimierungspotential im Dauerbetrieb von Holzvergasungsanlagen sowie die Analyse von Zusammenhängen zwischen Beschaffenheit des Brennstoffs und Gasqualität. Dafür führt die Hochschule Hof Messungen an den laufenden Anlagen des Partners durch, wertet die Daten aus und generiert numerische Modelle. Der Projektpartner modifiziert die Anlagen mit entsprechenden Messstellen und sammelt Daten über den zugeführten Brennstoff und die Ausgangsleistung während des Betriebs.

Abbildung 2: Foto von der Anlage des Projektpartners

Technologien

Die Hochschule Hof setzt dabei auf:

  • den Mehrkanal-Gasanalysator für Holzgase der Eheim Messtechnik GmbH
  • Stockholm-Methode (SPE – Solid-Phase-Extraction; dt. Festphasenextraktion)
  • GC-FID (Gaschromatograph mit Flammenionisationsdetektor)

Förderprogramm

Das Projekt wird im Rahmen der „Grünen Technologiewerkstatt Hof“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. 

Projektpartner

Ferienhof Erzengel

Erzengel 1

95180 Berg

https://ferienhof-erzengel.jimdo.com/

Kontakt

Dr. Andy Gradel | University of Applied Science Hof

Dr. Andy Gradel

Institut für Wasser- und Energiemanagement (iwe)

Hochschule Hof
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95028 Hof

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Fon: +49 (0) 9281 / 409 4584
Fax: +49 (0) 9281 / 409 55 4584
E-Mail: andy.gradel.2hof-university.LÖSCHEN.de

 

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