WANDLUNG EINES ALTINDUSTRIESTANDORTES ZU EINEM GREEN-ENERGY-GEWERBEQUARTIER

Problemstellung

Die Entwicklungsperspektiven für das Winterling Areal in Schwarzenbach an der Saale sind bereits in einem Masterplan festgehalten worden. Diese reichen von Teilrückbau über Neugestaltung diverser Teilflächen bis hin zu Sanierungskonzepten für die bestehende nachnutzungsfähige Bausubstanz. Darüber hinaus wurde ein neues Energiekonzept erarbeitet und geplant, mit dem das gesamte Gewerbequartier mit Energie auf Basis regenerativer Rohstoffe versorgt werden soll.

Die UTS Umwelttechnik Schwarzenbach GmbH installieren hierzu in einem eigens dafür vorgesehenen Technikraum des Areals zwei Blockheizkraftwerke und einen nachgeschalteten ORC-Prozess. Befeuert werden die BHKWs mit dem Biogas, das aus dem Abwasser der 300 Meter entfernten Hefefabrik gewonnen wird und über eine Pipeline auf das Gelände gelangt. Zum momentanen Zeitpunkt ist die Planungsphase der energieversorgenden Technologie abgeschlossen und es wird bereits mit dem Aufbau des Energienutzungskonzeptes begonnen. Bisher ist allerdings die Speicherung von größeren Mengen Abwärme nicht in die Planung aufgenommen worden.

Quelle: gku Winterling Immobilien, Luftbild 1990er Jahre, Porzellanfabrik Bestand

Zielsetzung

Ziel der Kooperation zwischen dem Architekturbüro Fickenscher, welches federführend für die Gestaltung des Masterplanes verantwortlich ist, und der Hochschule, ist es, innerhalb des Gebäudes befindliche Kellerräume, in Großwärmespeicher umzufunktionieren. Das Projekt beschäftigt sich mit dem Aufbau von Großwärmespeichern zur optimalen Ausnutzung der thermischen Leistung der beiden Blockheizkraftwerke und dem ORC-Prozess. Im Rahmen einer vorangegangenen Studienarbeit wurde bereits eine Potentialanalyse für Wärmespeicher durchgeführt. Auf Basis dieser Ergebnisse können nun detailliertere Planungsschritte durchgeführt und mit der Planung des Wärmenetzes begonnen werden.

Die Aufgabe des Institutes für Wasser- und Energiemanagement besteht in der Analyse des Potentiales des Großwärmespeichers. Nach der aktuellen Ausgangslage wird am Standort eine Heizleistung von ca. 1-2 MW benötigt. Da jedoch in den Wintermonaten von den Blockheizkraftwerken nicht ausreichend Wärmeleistung bereitgestellt werden kann, werden Wärmespeicher zur Lastspitzenkappung benötigt. Auch sollen systematisch Möglichkeiten zur Kellerabdichtung bzw. -dämmung wissenschaftlich als auch ökonomisch untersucht werden.

In einem anschließenden Projektschritt sollen weitere Teilbereiche des Areals auf energetische Nutzung überprüft werden. Dabei sollen weitere Speichermöglichkeiten oder andere innovative Speichersysteme untersucht werden, um weitere Räumlichkeiten energetisch zu optimieren und besser wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Quelle: Architekturbüro Fickenscher, Querschnitt Gebäudebestand und Potential für Wärmespeicher

Förderprogramm

Das Projekt wird im Rahmen der „Grünen Technologiewerkstatt Hof“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. 

Projektpartner

Architekturbüro Fickenscher

Hofer Sonnenhaus

Heiligengrabstraße 11-13

95028 Hof

http://www.architekturplus.com/

Kontakt

Prof. Dr. Tobias Plessing | University of Applied Science Hof

Prof. Dr. Tobias Plessing

Ingenieurwissenschaften
Maschinenbau

Hochschule Hof
Alfons-Goppel-Platz 1
95028 Hof

Raum: C 117
Fon: +49 (0) 9281 / 409 4720
Fax: +49 (0) 9281 / 409 55 4720
E-Mail: tobias.plessinghof-university.LÖSCHEN.de

Standorte

Corner

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Alfons-Goppel-Platz-1
95028 Hof

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Kulmbacher Str. 76
95213 Münchberg

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Campus Kronach

96317 Kronach
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