Oil-Detect - Bewertung und Optimierung eines Verfahrens zur Detektion von Schmiermitteln in Regenwasser aus Umspannwerken

Hintergrund

Anlagen, die mit wassergefährdenden Stoffen umgehen, müssen nach §62 Wasserhaltungsgesetz (WHG) so beschaffen sein, dass eine nachteilige Veränderung der Eigenschaften von Gewässern nicht zu besorgen ist. Diese Anforderung gilt auch für Schaltanlagen in den Höchstspannungsnetzen, in denen Komponenten mit wassergefährdenden Stoffen betrieben werden.

Aus der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) folgt, dass einige elektrische Großgeräte, wie z. B. Transformatoren oder Kompensationsspulen, für die Rückhaltung von wassergefährdenden Stoffen einer Sekundärbarriere bedürfen. Diese Sekundärbarriere wird durch das Fundament in Funktion eines Auffangbeckens unter den Schaltanlagenkomponenten realisiert. In dieser sammelt sich Niederschlagswasser, das regelmäßig abgepumpt und z. B. in eine so genannten Sickermulde abgeleitet werden muss.

Um negative Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter Boden und (Grund-) Wasser beim Versickern zu verhindern, muss der Inhalt der Auffangwannen jedes Mal vor dem Ableiten in die Sickermulde auf Schmiermittel beprobt werden. Diese Beprobung erfolgt mittels Ölteststreifen und wird vor Ort durchgeführt. Erst bei Ausschluss von Schmiermitteln im aufgefangenen Niederschlagswasser kann dieses dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden.

Zielsetzung

Zur Probenentnahme wurden unterschiedliche manuelle Methoden eingesetzt. Um die Vergleichbarkeit zwischen den Messungen gewährleisten zu können, sollte die bestmögliche Methode evaluiert und daraus eine einheitliche Methode abgeleitet werden. Zusätzlich sollten neue Technologien und Ansätze untersucht und bewertet werden.

Vorgehen

Vor Ort und unter Laborbedingungen wurde der verwendete Prozess und dessen Bestandteile charakterisiert und ggf. optimiert. Dabei wurden die wesentlichen Faktoren, die die Methode beeinflussen, ermittelt, beschrieben und betrachtet.

Die einzelnen Arbeitsschritte umfassten:

  • Erfassung des Ist-Zustandes bei der Probenahme und Detektion von Ölphase in Niederschlagswasser aus Auffangwannen
  • Bewertung der unterschiedlichen Probenahmeverfahren
  • Untersuchungen zur Detektion von Schmiermittel unter Laborbedingungen, z. B. „Verdünnungsreihe“ und Einfluss durch biologisches Material wie Laub
  • Ermittlung und Charakterisierung möglicher Beeinträchtigungen der Funktion der Ölteststreifen, z. B. Einfluss der Lagerung

 

Darüber hinaus wurden Alternativkonzepte zur herkömmlichen Testmethode (Ölteststreifen) recherchiert, bewertet und gegebenenfalls hinsichtlich einer möglichen Anwendung in den Anlagen der TenneT untersucht.

Projektpartner

Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes arbeitete das Institut für Wasser- und Energiemanagement (iwe) der Hochschule Hof mit TenneT, einem der führenden Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) für Strom in Europa mit Geschäftstätigkeiten in den Niederlanden und in Deutschland, zusammen.

Kontakt

Karin Eckstein

Institut für Wasser- und Energiemanagement (iwe)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin erneuerbare Energien

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