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Qualitätsmanagement

Die aktuellen Qualitätskonzepte in den Hochschulen sind von einem Paradigmenwechsel geprägt: die Qualitätswahrnehmung richtet sich nicht mehr nur auf die Leistungen einzelner Personen sondern hin zu den Leistungen einer Institution, d.h. der Hochschule und/oder ihrer konstitutiven Teile. Es eröffnet sich somit eine ergebnisorientierte Perspektive auf Prozesse, der Leistungserbringung und deren Steuerung. Diese Prozesse zielen sowohl auf die Ziel- bzw. Zweckerreichung aus funktionaler Sicht ab, als auch auf die Zulässigkeit der Ziele als ideelles Verständnis von Qualität. Eine Entscheidung für ein Qualitätskonzept bedingt allerdings eine Möglichkeit, Qualität festzustellen und auf Einflussgrößen einzuwirken, d.h. Veränderungen vornehmen zu können. 

Die Hochschule Hof hat  ein umfassendes prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem in die Hochschulstruktur  integriert. Dieses orientiert sich am Total Quality Management-Konzept. Daher werden alle Tätigkeiten der Hochschule als Bestandteile angesehen, die in die Kernprozesse Studium, Weiterbildung und Forschung, die Führungsprozesse und die Unterstützungsprozesse untergliedert werden können.  

Die grundsätzliche Verantwortung für die Einführung und Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems liegt beim Präsidium. Federführend ist der Vizepräsident Lehre.         

Das Qualitätsmanagementsystem ist als sich kontinuierlich verbesserndes System angelegt, das die Weiterentwicklung der gesamten Hochschule unterstützt.

Bereiche des Qualitätsmanagements:

 


 

Akkreditierung

 

Das Bayerische Hochschulgesetz verpflichtet die Hochschulen zur Entwicklung eines Systems zur Sicherung der Qualität ihrer Arbeit, das in angemessenen zeitlichen Abständen durch externe Evaluationen, den Akkreditierungen, überprüft wird.  

Seit 2018 erfolgt die Akkreditierungsentscheidung in Deutschland zentral durch die Stiftung Akkreditierungsrat. Die Aufgaben der Stiftung sind im Staatsvertrag über die Organisation eines gemeinsamen Akkreditierungssystems (Studienakkreditierungsstaatsvertrag) festgelegt, auf den sich die 16 Länder im Jahr 2017 verständigt haben. 

Die Durchführung von Begutachtungsverfahren in der Programm- und Systemakkreditierung liegt in den Händen der hierfür auf Basis einer EQAR-Registrierung zugelassenen Akkreditierungsagenturen. Systemakkreditierte Hochschulen können ihre internen Programmakkreditierungen (für bestehende Studiengänge) und interne Konzeptakkreditierungen (für neue Studiengänge) in eigener Regie durchführen.

Das Leitbild für die Lehre an der Hochschule Hof

Das Leitbild Lehre wurde an der Hochschule Hof partizipativ entwickelt und wird kontinuierlich neuen Anforderungen angepasst. 

Ziel des Leitbilds ist es, allen Studieninteressierten, Studierenden, Lehrenden, Forschenden und Verwaltungsmitarbeitenden eine Orientierung zu geben und ihnen als Maßstab für eine gute Lehre zu dienen. Mit dem Leitbild Lehre bringen wir unser Selbstverständnis als Hochschule für angewandte Wissenschaften zum Ausdruck – eine Lehre, die sich an den Anforderungen der Studierenden orientiert, die Kompetenzen für die Zukunft vermittelt, einen hohen Praxisbezug hat und gleichzeitig aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung einfließen lässt. Im Fokus des Leitbilds stehen die Punkte: Lernziele, Lehr- und Lernmethoden, Qualitätsanspruch, Duales Studium, Internationalisierung sowie Wissenschaft und Praxis.

Das Leitbild für die Lehre der Hochschule Hof finden Sie hier

Die Kompetenzorientierung an der Hochschule Hof

Das Leitbild Lehre ist die Grundlage des kompetenzorientierten Lehrens, Lernens und Prüfens an der Hochschule Hof. Dazu hat die Hochschule Hof in einem partizipativen Prozess unter Einbeziehung aller betroffenen Gruppen (Lehre, Studierende, Verwaltung, Praxispartner) eine Kompetenzmatrix nach modernesten Maßstäben der Wissenschaft und angepasst an die Herausforderungen der digitalen Transformation entwickelt.

Den aktuellen Kompetenzkatalog finden Sie hier.

Aufbauend auf den im Kompetenzkatalog beschriebenen Kompetenzen werden gemäß dem Ansatz des „Constructive Alignment“ Lernziele definiert und passende Lehr- und Lernmethoden sowie Prüfungsformen für die zu vermittelnden Kompetenzen ausgewählt. Die Hochschule Hof setzt damit ihr Leitbild für die Lehre systematisch in die Curricula ihrer Studiengänge um.

Die unten stehende Abbildung stellt diesen Prozess noch einmal zusammenfassend dar.

Das Qualitätsmanagementsystem folgt den Werten und Normen des Leitbildes für die Lehre und trägt damit dazu bei, die Studienqualität an der Hochschule Hof kontinuierlich zu verbessern.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.

Akkreditierung von Qualitätssicherungssystemen: Systemakkreditierung

Gegenstand der Systemakkreditierung ist das interne Qualitätssicherungssystem einer Hochschule. Im Zuge der Systemakkreditierung muss eine Hochschule nachweisen, dass sie die in der Musterrechtsverordnung bzw. der Bayerische Verordnung zur Regelung der Studienakkreditierung nach dem Studienakkreditierungsstaatsvertrag (BayStudAkkV) niedergelegten formalen und fachlich-inhaltlichen Kriterien systematisch umsetzt. Hierfür muss das Qualitätsmanagementsystem regelmäßige Bewertungen der Studiengänge und der für Lehre und Studium relevanten Leistungsbereiche vorsehen, an denen interne und externe Studierende, hochschulexterne wissenschaftliche Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertreter der Berufspraxis und Absolventinnen und Absolventen beteiligt sind.

Eine positive Systemakkreditierung bescheinigt der Hochschule, dass ihr Qualitätsmanagementsystem im Bereich von Studium und Lehre geeignet ist, das Erreichen der Qualifikationsziele und die Qualitätsstandards ihrer Studiengänge zu gewährleisten. Der Hochschule ist in diesem Fall erlaubt, das Qualitätssiegel der Stiftung "System akkreditiert" zu tragen.

Die Hochschule Hof wurde mit Bescheid vom 22.09.2022 bis zum 30.09.2029 re-systemakkreditiert. Es wurde eine Auflage ausgesprochen, deren Erfüllung bis zum 04.10.2023 durch die Hochschule Hof nachzuweisen ist.

Für Fragen, Beratung und Unterstützung stehen wir gerne zur Verfügung.

(Re-)Akkreditierung von bestehenden Studiengängen: interne Programmakkreditierung

Gegenstand der Programmakkreditierung sind einzelne Bachelor- und Masterstudiengänge.

Nach Einreichung einer Selbstdokumentation durch die Studiengangleitung beruht das Verfahren zunächst auf der Prüfung der Einhaltung formaler Kriterien (§ 3 bis § 10 der Musterrechtsverordnung bzw. der BayStudAkkV) durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement der Hochschule Hof und der Erstellung eines Prüfberichts.

Die Auswahl geeigneter Gutachtender erfolgt durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement. Im Sinnes eines Peer-Reviews begutachtet anschließend eine Gutachtergruppe, bestehend aus einem Professor/einer Professorin einer anderen Hochschule, einem Vertreter/einer Vertreterin der Berufspraxis, einer/einem externen Studierenden, einem Absolventen/einer Absolventin der Hochschule Hof den Studiengang vor Ort nach fachlich-inhaltlichen Kriterien (§ 11 bis 21 der Musterrechtsverordnung bzw. § 11 bis § 20 der BayStudAkkV). Dazu werden Gespräche mit den Funktionsträgern der (Studien-)Fakultät, den Lehrenden sowie insbesondere den Studierenden im Studiengang geführt. Auf Wunsch der Gutachtenden können auch Lehrräume und Labore besichtigt werden. Durch die externen Gutachtenden wird ein Gutachten ertstellt, das auch abweichende Voten zum Prüfbericht enthalten kann. Nach Zusammenstellung des Prüfberichts und des Gutachtens mit den dort enthaltenen Auflagen und Empfehlungen durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement bekommt die Studiengangleitung die Möglichkeit der Stellungnahme.

Anschließend trifft die Hochschulleitung als Akkreditierungskommission der Hochschule Hof auf Grundlage aller bisher erstellten Unterlagen die Entscheidung über eine Akkreditierung ohne Auflagen, eine Akkreditierung mit Auflagen oder ein Versagen der Akkreditierung sowie ggf. zusätzliche Empfehlungen. Gegen die Entscheidung besteht die Möglichkeit eines Einspruchs inklusive Klärung durch eine Ombudsperson. Der Studiengang wird zunächst vorläufig akkreditiert bis die Auflagen durch die Studiengangleitung erledigt worden sind. Das Ergebnis des Verfahrens wird als Qualitätsbericht zusammengefasst und in der Akkredtierungsdatenbank des Akkreditierungsrates sowie hier (derzeit noch nach altem Muster) veröffentlicht.

Die Erkenntnisse aus den internen Akkreditierungsverfahren werden kontinuierlich systematisch aufgearbeitet und für die Verbesserung des eigenen Qualitätsmanagementsystems genutzt.

Akkreditierung von neuen Studiengängen: interne Konzeptakkreditierung

Der wesentliche Unterschied zwischen der internen Programmakkreditierung und der internen Konzeptakkreditierung besteht darin, dass das im Rahmen der Einführung des Studiengangs erstellte Studiengangkonzept die Selbstdokumentation ersetzt, keine Begehung vor Ort, sondern ein Peer-Review auf Konzeptgrundlage ergänzt um eine Online-Besprechung stattfindet, bei dem aber natürlich noch keine eigenen Studierenden teilnehmen können.

Für Fragen, Beratung und Unterstützung, wenn Sie selbst ein Verfahren durchführen müssen, stehen wir gerne zur Verfügung.

Übersicht der akkreditierten Studiengänge

Zur Liste der akkreditierten Studiengänge der Hochschule Hof in der Akkredtierungsdatenbank des Akkreditierungsrates gelangen Sie hier.

 

Urkunden und interne Akkreditierungsbeschlüsse

Im Folgenden firnden Sie eine Übersicht über die auf Grundlage der Erst-Systemakkredtierung der Hochschule Hof intern akkreditierten Studiengänge sowie die entsprechenden Beschlüsse der Hochschulleitung (internes Akkreditierungsgremium).

 

Bachelorstudiengänge


 

Masterstudiengänge



 

Prozesse

 

...die Prozesse der Hochschule Hof gliedern sich in  drei Bereiche:

  • Führungsprozesse
  • Kernprozesse
  • Unterstützungsprozesse

Die Kernprozesse sind unterteilt in Lehre, Weiterbildung und Forschung.  

Prozesslandkarte der Hochschule Hof Prozesse  und  Organigramme  werden zentral  im Qualitätsmanagement mit der Software "BIC Design" modelliert und mit der Software "BIC Portal" publiziert.  Hierzu  wurde  ein Konventionshandbuch  erstellt,  um  zu  gewährleisten,  dass  eine  einheitliche Darstellungsform  erreicht  wird.  Zusätzlich  dient  dieses  Konventionshandbuch  der Nachhaltigkeit,  sodass  die  Übernahme  bestehender  Darstellungsformen  beibehalten  wird, und die Modelle sich gut vergleichen lassen.  

Die  Organigramme  und  Prozesse werden durch einen definierten Prozess kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt bzw. bei Bedarf gemeinsam mit den Prozessbeteiligten neu entwickelt. Zusätzlich finden regelmäßig Reviews statt um zu gewährleisten, dass die Dokumente auch tatsächlich auf dem neuesten Stand sind.  

Die dynamische Publizierung der Prozesse und Organigramme erfolgt web-basiert unter Einsatz der Software „BIC Portal“ und steht allen wissenschaftlichen und wissenschaftsunterstützenden Mitarbeitern der Hochschule Hof zur Verfügung.  

Legende zur Darstellung von Organigrammen der Hochschule Hof  

Legende zur Darstellung von Prozessen der Hochschule Hof

 

Spitzenpositionen der Hochschule Hof im Prozessmanagement

Die erfolgreiche Etablierung des Geschäftsprozessmanagements an der Hochschule Hof spiegelt sich u. a. in einer Studie „Prozessmanagement an deutschen Hochschulen“ des Wandelwerk–Zentrums für Qualitätsentwicklung der Fachhochschule Münster wieder.

Die Hochschule Hof belegt beispielsweise Spitzenpositionen in den Aspekten „Anzahl der analysierten Prozesse“ und „Anzahl der abgebildeten Prozesse, nach beschäftigtem Personal“. Nur 9,5% der teilnehmenden Hochschulen haben analog der Hochschule Hof mehr als 100 Prozesse dokumentiert und veröffentlicht. Von 32 Hochschulen mit 1-2 Festangestellten haben nur 14,3% ebenfalls über 100 Prozesse abgebildet.

Nähere Informationen zur Studie finden Sie hier

 


 

Verbesserungsmanagement

 

...kontinuierliche Verbesserung

Das Qualitätsmanagement hat als Rückkopplung zum Leitbild "Ressourceneffizienz"  Verbesserungsmanagementsysteme für die Studierenden und das Hochschulpersonal entwickelt und eingeführt.

Ziel ist es u. a. die Studierenden und das Personal stärker bei der Weiterentwicklung der Hochschule einzubeziehen und auf Basis der Ideen spezielle Verbesserungen zu initiieren.

Die Hauptverantwortung zur Durchführung der Verbesserungsmanagementsysteme liegt im Qualitätsmanagement. Gemeinsam mit dem eigens hierfür eingesetzten KVP-Team wird über die Weiterentwicklung der Verbesserungsmanagementsysteme entschieden und regelmäßig an die Hochschulleitung berichtet.

Change it!-Stud - Changemanagement mit Studierenden

Mit dem neu aufgesetzten System „Change it!-Stud“ können Studierende jedes Semester ihre konkreten Verbesserungsvorschläge zu speziellen Themenfeldern einreichen und sich so ganz direkt am Changemanagement unserer Hochschule beteiligen.

Die besten Vorschläge des jeweiligen Semesters werden dann in Zusammenarbeit mit der Lehrveranstaltung Projektmanagement in der Fakultät Ingenieurwissenschaften bearbeitet und durch die Hochschulleitung prämiert. Die Themen, insbesondere aus dem Bereich der Digitalisierung werden semesterweise festgelegt.

Wir möchten so von den Studierenden erfahren, wo sie das größte Potential sehen, unsere Abläufe papierloser, nachhaltiger und unkomplizierter zu gestalten. Gleichzeitig soll es aber nicht bei dem Verbesserungsvorschlag bleiben, sondern die besten Vorschläge, die uns gemeinsam weiter bringen, werden auch kontinuierlich umgesetzt - bleiben nicht nur Papier, werden real.

„Nutzt „Change it!-Stud“ und meldet uns Eure Ideen für sinnvolle Verbesserungen bei der Digitalisierung der Prozesse zwischen Hochschule und Studierenden – wir sind gespannt!“

Weitere Informationen zu Change it!-Stud und wie ihr euch bewerben könnt, findet ihr hier.

 

Clever! - Verbesserungsmanagement für das Hochschulpersonal

Im Rahmen der Einführung von Clever! im Sommer 2012 entwickelte das Qualitätsmanagement im ersten Schritt eine interne Ausbildungsreihe „KVP-Assistent-/in“ und bildete im zweiten Schritt mehrere freiwillige Hochschulangehörige aus dem wissenschaftsunterstützenden Bereich zu „KVP-Assistenten/Assistentinnen“ aus.

Das KVP-Team setzt sich zusammen aus den „KVP-Beauftragten“ und den „KVP-Assistenten/Assistentinnen". Die Aufgaben des Teams sind u. a. die Weiterentwicklung des Verbesserungsmanagements und die Initiierung von Verbesserungsthemen. 

Mit Clever! werden die eigenständig umgesetzten Verbesserungen, im Sinne einer voneinander lernenden Organisation, intern transparent gemacht und der Hochschulleitung vorgestellt. Zusätzlich können bereichsübergreifende Vorschläge bezogen auf verschiedene Themen (z.B. Umweltschutz, Kommunikation ...) in einem internen Bereich eingereicht und von allen Mitarbeitern eingesehen werden.

Die Gesamtverantwortung für Clever! liegt bei den KVP-Beauftragten im Qualitätsmanagement, welche die Hochschulleitung sowie die Hochschulangehörigen regelmäßig über den aktuellen Stand und anstehende Entwicklungen informieren.

Die eingereichten Vorschläge werden im Qualitätsmanagement unter Einbezug der jeweils betreffenden Abteilungen auf Umsetzbarkeit geprüft und der Hochschulleitung zur Umsetzung vorgelegt. 

Als Anerkennung der eingereichten Verbesserungsvorschläge und eigenständig umgesetzten Verbesserungen zeichnet die  Hochschulleitung ausgewählte Vorschläge / Verbesserungen mit einer Prämie aus.

Bei der Auswahl der Prämienarten ist es ein besonderes Anliegen, die Kommunikation und Transparenz abteilungsübergreifend, sowie auch innerhalb der Abteilungen zu fördern.

Um die Vielzahl der vorliegenden Vorschläge abarbeiten zu können, haben wir uns entschieden die Einreichung von Clever!-Vorschlägen bis auf weiteres auszusetzen.


 


 

Kontakt

 Paolo Schepeler | Hof University of Applies Sciences
Paolo Schepeler +49 9281 409 - 3023

Leitung Qualitätsmanagement

 Katrin Künzel | Hof University of Applies Sciences
Katrin Künzel +49 9281 409 - 3094

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