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Hochschule Hof stärkt und vernetzt die bayerische Nahwärme-BrancheHochschule Hof stärkt und vernetzt die bayerische Nahwärme-Branche

Mit Beginn des Jahres 2022 startet am Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof (iwe) ein Projekt rund um regenerative Nahwärmenetze. Ziel des aktuell vierköpfigen Projektteams ist der Wissenstransfer und die Weiterbildung aller Akteure, vom Hersteller bis zum Betreiber, und die Vernetzung und Stärkung der bayerischen Nahwärme-Branche. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfonds mit knapp über einer halben Million Euro.

 


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Beschreibung

In einem Nahwärmenetz sind mehrere Gebäude zur Wärmeversorgung über Leitungen an einem zentralen Heizhaus angeschlossen. Dieses versorgt die Abnehmer mit der benötigten Wärme für Warmwasser und Heizung. Erzeugt wird diese Wärme heute unter anderem aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl oder Erdgas. Um die Emissionen von Treibhausgasen allerdings langfristig zu senken, werden immer mehr regenerative Energieträger in Form von Holzpellets, Holzhackgut oder Biogas verwendet. Dies ist in zentral versorgten Netzen deutlich einfacher umzusetzen, als bei einer autarken Eigenversorgung der Gebäude. Dennoch sind potenzielle Abnehmer vielerorts noch skeptisch gegenüber der Aufgabe der Schirmherrschaft über die eigene Heizung.

Stärkung der bayerischen Nahwärme-Branche

Um unter anderem die Akzeptanz für regenerative Nahwärmenetze in der Bevölkerung zu steigern, soll nun ein Netzwerk aufgebaut werden, welches die bayerische Nahwärmebranche im Freistaat stärkt. Möglich ist das durch die Vernetzung bestehender und potenzieller Akteure sowie möglicher neuer Fachkräfte im Bereich Nahwärmetechnik. Im Fokus stehen außerdem die Vermittlung innovativer Technologien aus der Forschung und die individuellen Erfahrungen der Teilnehmenden. „Fossile Gebäudeheizsysteme lassen sich schwer durch vollständig regenerative Quellen ersetzen. Viele Hauseigentümer scheuen sich vor der Umrüstung auf Pelletfeuerungen. Vollständig erneuerbare Wärmepumpensysteme als Alternative sind aber komplex und teuer. Eine flächendeckende Dekarbonisierung, also eine Reduzierung von Kohlendioxidemissionen, kann durch regenerative Wärmenetze beschleunigt werden, da viele Abnehmer gleichzeitig und ohne großen Aufwand im eigenen Haus mit Wärme versorgt werden können“, so Dr.-Ing. Andy Gradel. Gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Tobias Plessing, Anton Sack und Matthias Kreuzer leitet er das Projekt mit dem Arbeitstitel „ADerN“ (Ausbau und Digitalisierung effizienter regenerativer Nahwärmenetze).

Weiterbildung der Netzwerkteilnehmer

Das zu Beginn vierköpfige Projektteam übernimmt seitens der Hochschule die komplette Organisation von regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen und die Weiterbildung interessierter Teilnehmer. Schulungsthemen sind hier vor allem neue technische Lösungen, welche die Effizienz des Nahwärmenetzes steigern und eine Erweiterung von bestehenden Netzen ermöglicht, wie zum Beispiel Wärmespeicher oder Wärmeerzeugung durch Nutzung erneuerbarer Energien. Außerdem sind Vorträge über digitale Netzsteuerungen mit intelligenten Regelstrategien für einen effizienteren Betrieb der Nahwärmenetze geplant. Auch die Gewinnung von Abnehmern durch digitalisierte Netze, die es den angeschlossenen Parteien im Haus ermöglichen, ihre Verbrauchsdaten detailliert einzusehen, stehen auf der Agenda. „Unsere Veranstaltungen richten sich auch an potenzielle Betreiber noch nicht bestehender Netze. Damit gemeint sind Verwaltungen, Kommunen, Stadtwerke, bürgerliche Energiegenossenschaften und wärmeerzeugende Unternehmen, vor allem im ländlichen Raum. Hauptsächlich wollen wir mit unserem Projekt aber kleine und mittelständische Unternehmen in Bayern erreichen und stärken“, so Projektmitarbeiter Anton Sack. Die Akquise der Netzwerkteilnehmer findet aktuell, in den ersten Projektmonaten statt. Interessenten sind daher gerne aufgerufen, den Kontakt zu der Arbeitsgruppe aufzunehmen. Bei spezielleren Themen werden Fachkräfte und Unternehmen hinzugezogen, die ihr Know-How in den verschiedenen Veranstaltungen weitergeben.

Förderung durch Europäischen Sozialfonds

Mit einer Summe in Höhe von 510.257 Euro wird das Projekt ADerN (Ausbau und Digitalisierung effizienter regenerativer Nahwärmenetze) vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie. Der ESF ist das bedeutendste Förderinstrument der Europäischen Union, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Beschäftigung zu fördern. Er orientiert sich an der Strategie Europa 2020 mit den Zielen intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.

„Alles hat seine Zeit!“ - Kanzlerin Dagmar Pechstein scheidet aus dem Amt„Alles hat seine Zeit!“ - Kanzlerin Dagmar Pechstein scheidet aus dem Amt

Wechsel bei einer der wichtigsten Personalien an der Hochschule Hof: Mit Dagmar Pechstein beendet die langjährige Kanzlerin der Hochschule ihre berufliche Laufbahn und wechselt in die Altersteilzeit. Sie wurde nun durch Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann und einige enge Mitarbeiter im Rahmen einer pandemiekonformen Feier im kleinen Kreis verabschiedet. Dagmar Pechstein übte das Amt seit 2003 aus. Über eine Nachfolgerin oder Nachfolger ist noch nicht entschieden.


 


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Beschreibung

„Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“ – mit dem nachdenklichen Bibelwort aus dem Alten Testament begann und beendete Dagmar Pechstein ihre humorvolle und launige Abschiedsrede. Sichtlich berührt, aber auch voller Vorfreude auf das kommende Leben hatte sie zuvor auf ihre knapp 19jährige Tätigkeit als Verantwortliche für Finanzen, Bau, Personal und Liegenschaften der Bildungseinrichtung zurückgeblickt. An der von Sänger Max Dollinger und Pianist Wolfgang Skill umrahmten Feier in der Hofer „Klangmanufaktur“ durften nach den geltenden Bestimmungen lediglich 20 Personen nach 2G-Regeln aus dem engsten Umfeld teilnehmen.

Würdigung durch Hochschulpräsidenten

Eingangs hatte Hochschulpräsident und Wegbegleiter Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann Dagmar Pechstein ausführlich gewürdigt: „Mit ihr verliert unsere Hochschule einen durch und durch verlässlichen und loyalen Menschen sowie eine exzellente Juristin. Dagmar Pechstein hat die heutige Hochschule und ihr Bild maßgeblich mitgeprägt und gestaltet. Unsere Zusammenarbeit hätte kaum besser sein können.“

Traum vom Richterberuf platzte der Liebe wegen

Nach dem Abitur 1979 am Jean-Paul-Gymnasium zog es die gebürtige Hoferin zum Studium der Rechtswissenschaften an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. „Ich wusste nicht einmal, dass es dort schon so etwas wie einen Hochschulkanzler gab und ich hätte schon gar nicht gewusst, was dieser so macht“, räumte Dagmar Pechstein lachend ein. Nach ihren beiden juristischen Staatsexamen 1984 und 1988 scheiterte aber zunächst ihr Berufswunsch in Hof Richterin zu werden – und das an der Liebe: Mit ihrem Ehemann Hans Pechstein hatte sie ausgerechnet einen Hofer Rechtsanwalt geheiratet, was eine Beschäftigung als Richterin am selben Ort ausschloss. Ein Nachbar machte Dagmar Pechstein dann aber auf die gerade gegründete Beamten-Fachhochschule, die heutige Hochschule für den Öffentlichen Dienst in Bayern, aufmerksam. Die junge Juristin ergriff die Chance und lehrte dort von 1990 bis 1992. Später ging sie ans Hofer Landratsamt, wo sie als Regierungsrätin mit circa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Themen Katastrophenschutz, Feuerwehr und Sicherheit zuständig war.

Einstieg an Beamtenfachhochschule

„Danach aber ging ich schnell zurück an die Beamtenfachhochschule und zwar in das Dienstzimmer eines gewissen Herrn Dr. Lehmann in der Fachgruppe Privatrecht“, so Dagmar Pechstein über ihre erste Begegnung mit dem späteren Hochschulpräsidenten. Dort, so sagt sie heute, erfuhr sie viel Freude am Unterrichten und in der Zusammenarbeit mit Studierenden. Nach zehn Jahren aber veränderte sich Dr. Lehmann und ging als Hochschulpräsident an die junge Fachhochschule Hof. Als er dort schließlich ein neuer Kanzler gesucht wurde, fiel Prof. Dr. Lehmanns Augenmerk auf seine frühere Kollegin. Das Angebot anzunehmen und sich zu bewerben fiel Dagmar Pechstein aber nicht leicht: „Ich war nicht gerade Feuer und Flamme. Im Gegenteil: Ich war mir nicht sicher, ob ich dem Amt und seinen Anforderungen gerecht werden könnte“, bekannte Dagmar Pechstein. Durch die Bestärkung ihres Mannes aber traute sie sich den Sprung zu und wurde nach bestandenem Auswahlverfahren die erste Kanzlerin der Hochschule Hof.

Enorme Entwicklung erlebt

Seither, so rechnete sie vor, habe sie nun weit über 200 Sitzungen der Hochschulleitung miterlebt und viele Veränderungen begleiten dürfen. Eine der ersten Entscheidungen im Jahre 2003 war die Einführung eines Rauchverbotes an der Hochschule – von dem die Büros aber ausgenommen waren, so Pechstein schmunzelnd. Insgesamt sei die Einarbeitung schwierig gewesen und es habe über ein Jahr gedauert, bis sich eine kleine Routine einstellte. „Eine Hochschule ist sehr komplex, viel komplexer als beispielsweise ein Landratsamt oder ein Rathaus“, so Dagmar Pechstein. Zwar sei die Verwaltung hierarchisch geordnet, die Lehre aber sei frei und nicht zuletzt aus diesem Spannungsverhältnis ergäben sich ganz automatisch auch Reibungspunkte, so die scheidende Kanzlerin. Insgesamt aber könnten heute alle stolz auf die Entwicklung der Hochschule Hof sein. „Insbesondere, dass wir heute über 3800 Studierende und davon über 1000 aus dem internationalen Bereich verzeichnen, ist eine Tatsache, mit der noch zu Beginn meiner Tätigkeit niemand gerechnet hätte. Auch dass wir heute knapp 50 Bachelor- und Masterstudiengänge anbieten können, ist hervorragend“, so die Hochschulkanzlerin. Zum Vergleich präsentierte Dagmar Pechstein Zahlen aus dem Jahr 2004: Damals gab es 1600 Studierende in gerade einmal 9 Studiengängen in Hof, davon waren allein 750 Studierende im damaligen Fachbereich Wirtschaft angesiedelt. Von 8 Mio. EUR sei der Haushalt auf heute rund 40 Mio. EUR angewachsen.

Mit Bedacht gewählter Ausstieg

Letztlich aber gehe sie nun zum richtigen Zeitpunkt und mit einem guten Gefühl: „Mein Abgang ist gut gewählt. Jede Organisation muss sich anpassen und verändern. Das betrifft auch das klassische Berufsbild des Hochschulkanzlers. Eine Kompetenz in Sachen Digitalisierung sowie eine unternehmerische Denkweise ist hier heute mindestens genau so nötig wie etwa juristische Kenntnisse“, so Pechstein. Letztlich blieben viele wertvolle Begegnungen mit Menschen, aber auch festliche Höhepunkte wie diverse Gebäudeeinweihungen oder die 10-Jahres-Feier der Hochschule, bei der die Hofer Symphoniker die „Carmina Burana“ auf dem Campus aufführten. Auch das 25jährige Jubiläum der Hochschule oder auch eine Reise zu den Hofer Hochschulpartnern nach Indien würden ihr für immer im Gedächtnis bleiben. „Ich freue mich nun die Verantwortung abgeben zu dürfen und wünsche der gesamten Hochschulfamilie alles Gute für die Zukunft“, so Dagmar Pechstein abschließend und unter langanhaltendem Applaus.

Bild: Die scheidende Kanzlerin Dagmar Pechstein mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann; (Quelle: Hochschule Hof);

#hierwirdknallhartgeforscht: Neuer WebTalk ist online!#hierwirdknallhartgeforscht: Neuer WebTalk ist online!

Der neue WebTalk der Forschenden Hochschule Hof mit Anne-Christine Habbel ist online!

Worum geht es in der neuesten Folge?

Der bayerische Staat investiert rund 25 Mio Euro in das neue Gebäude auf dem Campus Hof, das selbst Forschungsobjekt ist: Hier entsteht das neue Institut für Wasser- und Energiemanagement. Oliver Stark, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Bau verantwortlich zeichnet, spricht im Webtalk über Wärme- und Eisspeicher sowie Außenkollektoren, die dafür Sorge tragen, dass das Institut künftig möglichst energieautark sein wird. 


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Ökologische Wasserreinigung in Aquakulturen – mit weniger Aufwand!Ökologische Wasserreinigung in Aquakulturen – mit weniger Aufwand!

Forschende der Hochschule Hof wollen den Arbeits- und Materialeinsatz unter anderem bei der Bewirtschaftung von geschlossenen Aquakulturanlagen senken. Gelingen soll dies mit Hilfe biologisch abbaubarer, sogenannter „Aufwuchskörper“ zur Wasserreinigung. Diese könnten konventionelle Reinigungselemente aus erdölbasierten Kunststoff schon bald ersetzen und somit die Umweltverträglichkeit erhöhen. Das Forschungsprojekt dazu läuft seit April 2021.


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Beschreibung

Die Aquakultur gehört zu dem am schnellst wachsendem Lebensmittelsektor mit einer jährlichen Produktion im Wert von 250 Milliarden US-Dollar. Aufwuchskörper sind dabei nicht wegzudenken: Durch ihre große Oberfläche auf der Bakterien siedeln, helfen sie giftige Stoffwechselprodukte in eine unbedenklichere Form zu überführen. So wird Wasser gespart und die Umwelt geschützt. Doch bestehen Aufwuchskörper in der Regel aus erdölbasierten Kunststoffen, wie z.B. PE und PP. „Ihr Recycling ist aufwändig und Kunststoffmüll in den Weltmeeren und Gewässern stellt die Menschheit vor eine große Herausforderung - aus Kunststoffmüll kann schließlich Mikroplastik entstehen, das wir über unser Essen selbst wieder zu uns nehmen und das in jedem Fall schädlich auf die Umwelt und ihre Organismen einwirkt“, erklärt Dr. Harvey Harbach, Projektleiter und Ideengeber des aktuellen Forschungsprojekts des Institutes für Wasser- und Energiemanagment (iwe) der Hochschule Hof. Gefördert wird das bis 2023 laufende Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des zentralen Innovationsprogrammes Mittelstand (ZIM).

Biokunststoff statt konventioneller Kunststoff

Generell gilt es deshalb Stoffe zu finden, welche konventionelle Kunststoffe ersetzen können. Im Fall der Aufwuchskörper bietet sich als Werkstoff der Einsatz von Biokunststoff an.  In enger Kooperation der beiden an der Hochschule Hof ansässigen Institute für angewandte Biopolymerforschung (ibp) und für Wasser und Energiemanagement (iwe) beschäftigt sich ein Forscherteam genauer mit dieser Thematik.  In Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftsunternehmen aus Franken werden seit Anfang April 2021 unter dem Projektnamen „BioBioCarrier“ vollständig biologisch abbaubare Aufwuchskörper für die biologische Wasseraufbereitung entwickelt.

Test verschiedener Materialien

„Die Schwierigkeiten im Projekt liegen bei der richtigen Auswahl der Biopolymere und der damit verbundenen Abbaubarkeit im Wasser. Der neue Aufwuchskörper darf sich nicht zu schnell im Süßwasser abbauen“, erklärt Projektmitarbeiterin Frau Christin Baumgart (ibp). Durch die Kombination von verschiedenen Polymeren miteinander sollen neue Eigenschaften generiert werden: Das bedeutet, dass die biologische Abbaubarkeit in Wasser angepasst werden kann. Die bisherigen Ergebnisse sehen vielversprechend aus. Entsprechend konnten bereits Fortschritte erzielt und Lösungswege identifiziert werden. Bis zur Marktreife müssen jedoch noch einige Hürden genommen werden. Projektmitarbeiter Sebastian Kanne (iwe) erläutert: Da die Anwendung in der Aquaponik stattfindet, müssen die Stoffe auch für die Fische und Pflanzen geeignet sein. Die eingesetzten Stoffe müssen unbedenklich sein, biologisch abbaubar und idealerweise biobasiert. Ferner muss aber auch die biologische Abbaubarkeit noch ausführlich betrachtet werden, damit sich die Aufwuchskörper auch wirklich in dem vorgegebenen Zeitrahmen zersetzen."

Neuentwicklung winkt

Eine entscheidende Herausforderung im Projekt, die aber einen Durchbruch innerhalb der betroffenen Industrie bedeuten könnte, könnte letztlich eine Neuentwicklung liefern, an der man derzeit in Hof arbeitet: „In aquaponischen Systemen müssen in regelmäßigen Abständen manuell Nährstoffe zugegeben werden, ohne die Pflanzen nicht oder nur schlecht wachsen können. Dies erfordert vorangegangene Messungen, folglich Labortechnik somit Arbeitszeit und ist letzten Endes äußerst kostenintensiv. „Unsere Idee ist es, den biologischen Abbau des Produktes mit dem Freisetzen der für die Pflanzen benötigten Stoffe zu kombinieren. Dies würde folglich die Arbeitszeit und notwendige Laborausstattung reduzieren und entscheidend die Wirtschaftlichkeit verbessern“, so Dr. Harbach. Und weiter: „Zurzeit sind keine vergleichbaren Produkte auf dem Markt. Hier würde es sich um eine echte Innovation handeln, welche dem Partnerunternehmen eine hervorragende Marktposition bieten, Geld in die Region holen und Arbeitsplätze ausbauen würde. Wir arbeiten auf Hochtouren und rechnen schon bald mit dem Durchbruch, dass dieses Produkt zwischen Fischen und Pflanzen nicht mehr wegzudenken ist.“

 

HOCHSPRUNG-Gründer-Award 2021 verliehen: Sonderpreis für Hofer Gründerinnen „Businettes“HOCHSPRUNG-Gründer-Award 2021 verliehen: Sonderpreis für Hofer Gründerinnen „Businettes“

Erfolgreiche und innovative Gründungsprojekte aus bayerischen Hochschulen wurden noch im Dezember in einer virtuellen Preisverleihung mit dem HOCHSPRUNG-Award 2021 ausgezeichnet. Gesucht wurden Gründerinnen und Gründer, die Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erfolgreich unternehmerisch gemeistert hatten oder Start-ups, die sogar Lösungen für die Herausforderungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entwickelt haben. Das ausschließlich weibliche Hofer Start-up-Unternehmen „Businettes“ erhielt dabei einen Sonderpreis.
 


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Der HOCHSPRUNG-Award fördert die Gründungsdynamik an bayerischen Hochschulen. 34 Gründungsprojekte aus ganz Bayern hatten sich für den HOCHSPRUNG-Award beworben. 6 Finalisten konkurrierten schließlich in der virtuellen Preisverleihung vor Jury und Publikum um den Sieg.

Gezielte Förderung von Gründerinnen

Ein anerkennender Sonderpreis in Höhe von 500 € ging dabei an das Team von „Businettes“. Das im Rahmen des EXIST-Förderprogrammes unterstützte Startup der Hochschule Hof hat einen digitalen Inkubator für Gründerinnen entwickelt und fördert durch die Plattform gezielt Existenzgründungen durch Frauen. „Einer der Hauptgründe, warum Frauen weniger gründen als Männer, ist oft das fehlende Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Um das zu ändern, arbeiten wir mit psychologisch fundierten Methoden zur Steigerung des Selbstbewusstseins unserer Kundinnen. Darüber hinaus helfen wir ihnen zum Beispiel mit modernsten Methoden dabei, ihre Präsentationsfähigkeiten zu verbessern“, so Victoria Arnhold, CEO des jungen Unternehmens.

Der mit EUR 3000 dotierte Hauptpreis der Veranstaltung ging an „Uroletics“, ein Gemeinschaftsprojekt des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen.Das Team unterstützt Prostatakarzinom-Patienten vor und nach einer Behandlung im Krankenhaus mit einer nahtlosen, digitalen Therapie, die den behandelnden Urologen umfassend ergänzt.

Gründerszene bleibt lebendig

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler würdigte die Ausgezeichneten: „Auch in dieser schwierigen Zeit ist unsere bayerische Gründerszene aktiv und sehr lebendig. Sie beweist Erfindergeist, Kreativität und Engagement. Innovative Gründungsprojekte sind entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land. Wir brauchen sie aber auch für die Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.“

Mehr über die Preisträger der „Businettes“ unter: www.businettes.de

Bild: Claire Siegert, Alvaro Clemente (Bildschirm) und Victoria Arnhold freuen sich über die Auszeichnung; Quelle: Businettes;

Neue Öffnungszeiten der Cafeteria und MensaNeue Öffnungszeiten der Cafeteria und Mensa

Liebe Hochschulangehörige,

die Versorgungsbetriebe am Campus Hof und Münchberg haben ab heute, 10. Januar 2022 wieder geöffnet. Dort gelten vorerst folgende Öffnungszeiten:

  • Mensa Münchberg: Montag bis Freitag Uhr 11:15 – 14 Uhr
  • Mensa Hof: Montag bis Donnerstag 11:30 Uhr – 14 Uhr

sowie Freitag von 11:30 – 13:30 Uhr

  • Cafeteria Hof: von Montag bis Freitag 08.30 Uhr– 13:30 Uhr

 

Bitte tragen Sie vor Ort eine FFP2-Maske und nehmen Sie das aktuelle Hygienekonzept des Studentenwerks Oberfranken hier zur Kenntnis. 

Bei Änderungen informieren wir Sie zeitnah.


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Aktuelles Infektionsschutzkonzept für das Wintersemester 2021/2022Aktuelles Infektionsschutzkonzept für das Wintersemester 2021/2022

Am 23. September 2021 ist das neue Infektionsschutzkonzept der Hochschule Hof in Kraft getreten, das Sie hier einsehen können. Es geht unter anderem darauf ein, welche Vorschriften auf dem gesamten Campus zu beachten sind und welche Maßnahmen für Lehrveranstaltungen in Kraft treten. Neu sind u.a. die Informationen zur 3G-Selbstverpflichtungserklärung und zur Antigen Test Station für Studierende am Standort Hof.

Bitte beachten Sie, dass seit 08. November eine FFP2-Maskenpflicht im Gebäude gilt. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unser Team via wintersemester2021@hof-university.de


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Hochschule Hof stärkt und vernetzt die bayerische Nahwärme-Branche

Mit Beginn des Jahres 2022 startet am Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof (iwe) ein Projekt rund um regenerative Nahwärmenetze. Ziel des aktuell vierköpfigen Projektteams ist der Wissenstransfer und die Weiterbildung aller Akteure, vom Hersteller bis zum Betreiber, und die Vernetzung und Stärkung der bayerischen Nahwärme-Branche. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfonds mit knapp über einer halben Million Euro.

 


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Hochschule Hof stärkt und vernetzt die bayerische Nahwärme-Branche
Beschreibung

In einem Nahwärmenetz sind mehrere Gebäude zur Wärmeversorgung über Leitungen an einem zentralen Heizhaus angeschlossen. Dieses versorgt die Abnehmer mit der benötigten Wärme für Warmwasser und Heizung. Erzeugt wird diese Wärme heute unter anderem aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl oder Erdgas. Um die Emissionen von Treibhausgasen allerdings langfristig zu senken, werden immer mehr regenerative Energieträger in Form von Holzpellets, Holzhackgut oder Biogas verwendet. Dies ist in zentral versorgten Netzen deutlich einfacher umzusetzen, als bei einer autarken Eigenversorgung der Gebäude. Dennoch sind potenzielle Abnehmer vielerorts noch skeptisch gegenüber der Aufgabe der Schirmherrschaft über die eigene Heizung.

Stärkung der bayerischen Nahwärme-Branche

Um unter anderem die Akzeptanz für regenerative Nahwärmenetze in der Bevölkerung zu steigern, soll nun ein Netzwerk aufgebaut werden, welches die bayerische Nahwärmebranche im Freistaat stärkt. Möglich ist das durch die Vernetzung bestehender und potenzieller Akteure sowie möglicher neuer Fachkräfte im Bereich Nahwärmetechnik. Im Fokus stehen außerdem die Vermittlung innovativer Technologien aus der Forschung und die individuellen Erfahrungen der Teilnehmenden. „Fossile Gebäudeheizsysteme lassen sich schwer durch vollständig regenerative Quellen ersetzen. Viele Hauseigentümer scheuen sich vor der Umrüstung auf Pelletfeuerungen. Vollständig erneuerbare Wärmepumpensysteme als Alternative sind aber komplex und teuer. Eine flächendeckende Dekarbonisierung, also eine Reduzierung von Kohlendioxidemissionen, kann durch regenerative Wärmenetze beschleunigt werden, da viele Abnehmer gleichzeitig und ohne großen Aufwand im eigenen Haus mit Wärme versorgt werden können“, so Dr.-Ing. Andy Gradel. Gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Tobias Plessing, Anton Sack und Matthias Kreuzer leitet er das Projekt mit dem Arbeitstitel „ADerN“ (Ausbau und Digitalisierung effizienter regenerativer Nahwärmenetze).

Weiterbildung der Netzwerkteilnehmer

Das zu Beginn vierköpfige Projektteam übernimmt seitens der Hochschule die komplette Organisation von regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen und die Weiterbildung interessierter Teilnehmer. Schulungsthemen sind hier vor allem neue technische Lösungen, welche die Effizienz des Nahwärmenetzes steigern und eine Erweiterung von bestehenden Netzen ermöglicht, wie zum Beispiel Wärmespeicher oder Wärmeerzeugung durch Nutzung erneuerbarer Energien. Außerdem sind Vorträge über digitale Netzsteuerungen mit intelligenten Regelstrategien für einen effizienteren Betrieb der Nahwärmenetze geplant. Auch die Gewinnung von Abnehmern durch digitalisierte Netze, die es den angeschlossenen Parteien im Haus ermöglichen, ihre Verbrauchsdaten detailliert einzusehen, stehen auf der Agenda. „Unsere Veranstaltungen richten sich auch an potenzielle Betreiber noch nicht bestehender Netze. Damit gemeint sind Verwaltungen, Kommunen, Stadtwerke, bürgerliche Energiegenossenschaften und wärmeerzeugende Unternehmen, vor allem im ländlichen Raum. Hauptsächlich wollen wir mit unserem Projekt aber kleine und mittelständische Unternehmen in Bayern erreichen und stärken“, so Projektmitarbeiter Anton Sack. Die Akquise der Netzwerkteilnehmer findet aktuell, in den ersten Projektmonaten statt. Interessenten sind daher gerne aufgerufen, den Kontakt zu der Arbeitsgruppe aufzunehmen. Bei spezielleren Themen werden Fachkräfte und Unternehmen hinzugezogen, die ihr Know-How in den verschiedenen Veranstaltungen weitergeben.

Förderung durch Europäischen Sozialfonds

Mit einer Summe in Höhe von 510.257 Euro wird das Projekt ADerN (Ausbau und Digitalisierung effizienter regenerativer Nahwärmenetze) vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie. Der ESF ist das bedeutendste Förderinstrument der Europäischen Union, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Beschäftigung zu fördern. Er orientiert sich an der Strategie Europa 2020 mit den Zielen intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.

„Alles hat seine Zeit!“ - Kanzlerin Dagmar Pechstein scheidet aus dem Amt

Wechsel bei einer der wichtigsten Personalien an der Hochschule Hof: Mit Dagmar Pechstein beendet die langjährige Kanzlerin der Hochschule ihre berufliche Laufbahn und wechselt in die Altersteilzeit. Sie wurde nun durch Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann und einige enge Mitarbeiter im Rahmen einer pandemiekonformen Feier im kleinen Kreis verabschiedet. Dagmar Pechstein übte das Amt seit 2003 aus. Über eine Nachfolgerin oder Nachfolger ist noch nicht entschieden.


 


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„Alles hat seine Zeit!“ - Kanzlerin Dagmar Pechstein scheidet aus dem Amt
Beschreibung

„Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“ – mit dem nachdenklichen Bibelwort aus dem Alten Testament begann und beendete Dagmar Pechstein ihre humorvolle und launige Abschiedsrede. Sichtlich berührt, aber auch voller Vorfreude auf das kommende Leben hatte sie zuvor auf ihre knapp 19jährige Tätigkeit als Verantwortliche für Finanzen, Bau, Personal und Liegenschaften der Bildungseinrichtung zurückgeblickt. An der von Sänger Max Dollinger und Pianist Wolfgang Skill umrahmten Feier in der Hofer „Klangmanufaktur“ durften nach den geltenden Bestimmungen lediglich 20 Personen nach 2G-Regeln aus dem engsten Umfeld teilnehmen.

Würdigung durch Hochschulpräsidenten

Eingangs hatte Hochschulpräsident und Wegbegleiter Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann Dagmar Pechstein ausführlich gewürdigt: „Mit ihr verliert unsere Hochschule einen durch und durch verlässlichen und loyalen Menschen sowie eine exzellente Juristin. Dagmar Pechstein hat die heutige Hochschule und ihr Bild maßgeblich mitgeprägt und gestaltet. Unsere Zusammenarbeit hätte kaum besser sein können.“

Traum vom Richterberuf platzte der Liebe wegen

Nach dem Abitur 1979 am Jean-Paul-Gymnasium zog es die gebürtige Hoferin zum Studium der Rechtswissenschaften an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. „Ich wusste nicht einmal, dass es dort schon so etwas wie einen Hochschulkanzler gab und ich hätte schon gar nicht gewusst, was dieser so macht“, räumte Dagmar Pechstein lachend ein. Nach ihren beiden juristischen Staatsexamen 1984 und 1988 scheiterte aber zunächst ihr Berufswunsch in Hof Richterin zu werden – und das an der Liebe: Mit ihrem Ehemann Hans Pechstein hatte sie ausgerechnet einen Hofer Rechtsanwalt geheiratet, was eine Beschäftigung als Richterin am selben Ort ausschloss. Ein Nachbar machte Dagmar Pechstein dann aber auf die gerade gegründete Beamten-Fachhochschule, die heutige Hochschule für den Öffentlichen Dienst in Bayern, aufmerksam. Die junge Juristin ergriff die Chance und lehrte dort von 1990 bis 1992. Später ging sie ans Hofer Landratsamt, wo sie als Regierungsrätin mit circa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Themen Katastrophenschutz, Feuerwehr und Sicherheit zuständig war.

Einstieg an Beamtenfachhochschule

„Danach aber ging ich schnell zurück an die Beamtenfachhochschule und zwar in das Dienstzimmer eines gewissen Herrn Dr. Lehmann in der Fachgruppe Privatrecht“, so Dagmar Pechstein über ihre erste Begegnung mit dem späteren Hochschulpräsidenten. Dort, so sagt sie heute, erfuhr sie viel Freude am Unterrichten und in der Zusammenarbeit mit Studierenden. Nach zehn Jahren aber veränderte sich Dr. Lehmann und ging als Hochschulpräsident an die junge Fachhochschule Hof. Als er dort schließlich ein neuer Kanzler gesucht wurde, fiel Prof. Dr. Lehmanns Augenmerk auf seine frühere Kollegin. Das Angebot anzunehmen und sich zu bewerben fiel Dagmar Pechstein aber nicht leicht: „Ich war nicht gerade Feuer und Flamme. Im Gegenteil: Ich war mir nicht sicher, ob ich dem Amt und seinen Anforderungen gerecht werden könnte“, bekannte Dagmar Pechstein. Durch die Bestärkung ihres Mannes aber traute sie sich den Sprung zu und wurde nach bestandenem Auswahlverfahren die erste Kanzlerin der Hochschule Hof.

Enorme Entwicklung erlebt

Seither, so rechnete sie vor, habe sie nun weit über 200 Sitzungen der Hochschulleitung miterlebt und viele Veränderungen begleiten dürfen. Eine der ersten Entscheidungen im Jahre 2003 war die Einführung eines Rauchverbotes an der Hochschule – von dem die Büros aber ausgenommen waren, so Pechstein schmunzelnd. Insgesamt sei die Einarbeitung schwierig gewesen und es habe über ein Jahr gedauert, bis sich eine kleine Routine einstellte. „Eine Hochschule ist sehr komplex, viel komplexer als beispielsweise ein Landratsamt oder ein Rathaus“, so Dagmar Pechstein. Zwar sei die Verwaltung hierarchisch geordnet, die Lehre aber sei frei und nicht zuletzt aus diesem Spannungsverhältnis ergäben sich ganz automatisch auch Reibungspunkte, so die scheidende Kanzlerin. Insgesamt aber könnten heute alle stolz auf die Entwicklung der Hochschule Hof sein. „Insbesondere, dass wir heute über 3800 Studierende und davon über 1000 aus dem internationalen Bereich verzeichnen, ist eine Tatsache, mit der noch zu Beginn meiner Tätigkeit niemand gerechnet hätte. Auch dass wir heute knapp 50 Bachelor- und Masterstudiengänge anbieten können, ist hervorragend“, so die Hochschulkanzlerin. Zum Vergleich präsentierte Dagmar Pechstein Zahlen aus dem Jahr 2004: Damals gab es 1600 Studierende in gerade einmal 9 Studiengängen in Hof, davon waren allein 750 Studierende im damaligen Fachbereich Wirtschaft angesiedelt. Von 8 Mio. EUR sei der Haushalt auf heute rund 40 Mio. EUR angewachsen.

Mit Bedacht gewählter Ausstieg

Letztlich aber gehe sie nun zum richtigen Zeitpunkt und mit einem guten Gefühl: „Mein Abgang ist gut gewählt. Jede Organisation muss sich anpassen und verändern. Das betrifft auch das klassische Berufsbild des Hochschulkanzlers. Eine Kompetenz in Sachen Digitalisierung sowie eine unternehmerische Denkweise ist hier heute mindestens genau so nötig wie etwa juristische Kenntnisse“, so Pechstein. Letztlich blieben viele wertvolle Begegnungen mit Menschen, aber auch festliche Höhepunkte wie diverse Gebäudeeinweihungen oder die 10-Jahres-Feier der Hochschule, bei der die Hofer Symphoniker die „Carmina Burana“ auf dem Campus aufführten. Auch das 25jährige Jubiläum der Hochschule oder auch eine Reise zu den Hofer Hochschulpartnern nach Indien würden ihr für immer im Gedächtnis bleiben. „Ich freue mich nun die Verantwortung abgeben zu dürfen und wünsche der gesamten Hochschulfamilie alles Gute für die Zukunft“, so Dagmar Pechstein abschließend und unter langanhaltendem Applaus.

Bild: Die scheidende Kanzlerin Dagmar Pechstein mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann; (Quelle: Hochschule Hof);

#hierwirdknallhartgeforscht: Neuer WebTalk ist online!

Der neue WebTalk der Forschenden Hochschule Hof mit Anne-Christine Habbel ist online!

Worum geht es in der neuesten Folge?

Der bayerische Staat investiert rund 25 Mio Euro in das neue Gebäude auf dem Campus Hof, das selbst Forschungsobjekt ist: Hier entsteht das neue Institut für Wasser- und Energiemanagement. Oliver Stark, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Bau verantwortlich zeichnet, spricht im Webtalk über Wärme- und Eisspeicher sowie Außenkollektoren, die dafür Sorge tragen, dass das Institut künftig möglichst energieautark sein wird. 


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Ökologische Wasserreinigung in Aquakulturen – mit weniger Aufwand!

Forschende der Hochschule Hof wollen den Arbeits- und Materialeinsatz unter anderem bei der Bewirtschaftung von geschlossenen Aquakulturanlagen senken. Gelingen soll dies mit Hilfe biologisch abbaubarer, sogenannter „Aufwuchskörper“ zur Wasserreinigung. Diese könnten konventionelle Reinigungselemente aus erdölbasierten Kunststoff schon bald ersetzen und somit die Umweltverträglichkeit erhöhen. Das Forschungsprojekt dazu läuft seit April 2021.


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Ökologische Wasserreinigung in Aquakulturen – mit weniger Aufwand!
Beschreibung

Die Aquakultur gehört zu dem am schnellst wachsendem Lebensmittelsektor mit einer jährlichen Produktion im Wert von 250 Milliarden US-Dollar. Aufwuchskörper sind dabei nicht wegzudenken: Durch ihre große Oberfläche auf der Bakterien siedeln, helfen sie giftige Stoffwechselprodukte in eine unbedenklichere Form zu überführen. So wird Wasser gespart und die Umwelt geschützt. Doch bestehen Aufwuchskörper in der Regel aus erdölbasierten Kunststoffen, wie z.B. PE und PP. „Ihr Recycling ist aufwändig und Kunststoffmüll in den Weltmeeren und Gewässern stellt die Menschheit vor eine große Herausforderung - aus Kunststoffmüll kann schließlich Mikroplastik entstehen, das wir über unser Essen selbst wieder zu uns nehmen und das in jedem Fall schädlich auf die Umwelt und ihre Organismen einwirkt“, erklärt Dr. Harvey Harbach, Projektleiter und Ideengeber des aktuellen Forschungsprojekts des Institutes für Wasser- und Energiemanagment (iwe) der Hochschule Hof. Gefördert wird das bis 2023 laufende Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des zentralen Innovationsprogrammes Mittelstand (ZIM).

Biokunststoff statt konventioneller Kunststoff

Generell gilt es deshalb Stoffe zu finden, welche konventionelle Kunststoffe ersetzen können. Im Fall der Aufwuchskörper bietet sich als Werkstoff der Einsatz von Biokunststoff an.  In enger Kooperation der beiden an der Hochschule Hof ansässigen Institute für angewandte Biopolymerforschung (ibp) und für Wasser und Energiemanagement (iwe) beschäftigt sich ein Forscherteam genauer mit dieser Thematik.  In Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftsunternehmen aus Franken werden seit Anfang April 2021 unter dem Projektnamen „BioBioCarrier“ vollständig biologisch abbaubare Aufwuchskörper für die biologische Wasseraufbereitung entwickelt.

Test verschiedener Materialien

„Die Schwierigkeiten im Projekt liegen bei der richtigen Auswahl der Biopolymere und der damit verbundenen Abbaubarkeit im Wasser. Der neue Aufwuchskörper darf sich nicht zu schnell im Süßwasser abbauen“, erklärt Projektmitarbeiterin Frau Christin Baumgart (ibp). Durch die Kombination von verschiedenen Polymeren miteinander sollen neue Eigenschaften generiert werden: Das bedeutet, dass die biologische Abbaubarkeit in Wasser angepasst werden kann. Die bisherigen Ergebnisse sehen vielversprechend aus. Entsprechend konnten bereits Fortschritte erzielt und Lösungswege identifiziert werden. Bis zur Marktreife müssen jedoch noch einige Hürden genommen werden. Projektmitarbeiter Sebastian Kanne (iwe) erläutert: Da die Anwendung in der Aquaponik stattfindet, müssen die Stoffe auch für die Fische und Pflanzen geeignet sein. Die eingesetzten Stoffe müssen unbedenklich sein, biologisch abbaubar und idealerweise biobasiert. Ferner muss aber auch die biologische Abbaubarkeit noch ausführlich betrachtet werden, damit sich die Aufwuchskörper auch wirklich in dem vorgegebenen Zeitrahmen zersetzen."

Neuentwicklung winkt

Eine entscheidende Herausforderung im Projekt, die aber einen Durchbruch innerhalb der betroffenen Industrie bedeuten könnte, könnte letztlich eine Neuentwicklung liefern, an der man derzeit in Hof arbeitet: „In aquaponischen Systemen müssen in regelmäßigen Abständen manuell Nährstoffe zugegeben werden, ohne die Pflanzen nicht oder nur schlecht wachsen können. Dies erfordert vorangegangene Messungen, folglich Labortechnik somit Arbeitszeit und ist letzten Endes äußerst kostenintensiv. „Unsere Idee ist es, den biologischen Abbau des Produktes mit dem Freisetzen der für die Pflanzen benötigten Stoffe zu kombinieren. Dies würde folglich die Arbeitszeit und notwendige Laborausstattung reduzieren und entscheidend die Wirtschaftlichkeit verbessern“, so Dr. Harbach. Und weiter: „Zurzeit sind keine vergleichbaren Produkte auf dem Markt. Hier würde es sich um eine echte Innovation handeln, welche dem Partnerunternehmen eine hervorragende Marktposition bieten, Geld in die Region holen und Arbeitsplätze ausbauen würde. Wir arbeiten auf Hochtouren und rechnen schon bald mit dem Durchbruch, dass dieses Produkt zwischen Fischen und Pflanzen nicht mehr wegzudenken ist.“

 

HOCHSPRUNG-Gründer-Award 2021 verliehen: Sonderpreis für Hofer Gründerinnen „Businettes“

Erfolgreiche und innovative Gründungsprojekte aus bayerischen Hochschulen wurden noch im Dezember in einer virtuellen Preisverleihung mit dem HOCHSPRUNG-Award 2021 ausgezeichnet. Gesucht wurden Gründerinnen und Gründer, die Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erfolgreich unternehmerisch gemeistert hatten oder Start-ups, die sogar Lösungen für die Herausforderungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entwickelt haben. Das ausschließlich weibliche Hofer Start-up-Unternehmen „Businettes“ erhielt dabei einen Sonderpreis.
 


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HOCHSPRUNG-Gründer-Award 2021 verliehen: Sonderpreis für Hofer Gründerinnen „Businettes“
Beschreibung

Der HOCHSPRUNG-Award fördert die Gründungsdynamik an bayerischen Hochschulen. 34 Gründungsprojekte aus ganz Bayern hatten sich für den HOCHSPRUNG-Award beworben. 6 Finalisten konkurrierten schließlich in der virtuellen Preisverleihung vor Jury und Publikum um den Sieg.

Gezielte Förderung von Gründerinnen

Ein anerkennender Sonderpreis in Höhe von 500 € ging dabei an das Team von „Businettes“. Das im Rahmen des EXIST-Förderprogrammes unterstützte Startup der Hochschule Hof hat einen digitalen Inkubator für Gründerinnen entwickelt und fördert durch die Plattform gezielt Existenzgründungen durch Frauen. „Einer der Hauptgründe, warum Frauen weniger gründen als Männer, ist oft das fehlende Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Um das zu ändern, arbeiten wir mit psychologisch fundierten Methoden zur Steigerung des Selbstbewusstseins unserer Kundinnen. Darüber hinaus helfen wir ihnen zum Beispiel mit modernsten Methoden dabei, ihre Präsentationsfähigkeiten zu verbessern“, so Victoria Arnhold, CEO des jungen Unternehmens.

Der mit EUR 3000 dotierte Hauptpreis der Veranstaltung ging an „Uroletics“, ein Gemeinschaftsprojekt des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen.Das Team unterstützt Prostatakarzinom-Patienten vor und nach einer Behandlung im Krankenhaus mit einer nahtlosen, digitalen Therapie, die den behandelnden Urologen umfassend ergänzt.

Gründerszene bleibt lebendig

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler würdigte die Ausgezeichneten: „Auch in dieser schwierigen Zeit ist unsere bayerische Gründerszene aktiv und sehr lebendig. Sie beweist Erfindergeist, Kreativität und Engagement. Innovative Gründungsprojekte sind entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land. Wir brauchen sie aber auch für die Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.“

Mehr über die Preisträger der „Businettes“ unter: www.businettes.de

Bild: Claire Siegert, Alvaro Clemente (Bildschirm) und Victoria Arnhold freuen sich über die Auszeichnung; Quelle: Businettes;

Neue Öffnungszeiten der Cafeteria und Mensa

Liebe Hochschulangehörige,

die Versorgungsbetriebe am Campus Hof und Münchberg haben ab heute, 10. Januar 2022 wieder geöffnet. Dort gelten vorerst folgende Öffnungszeiten:

  • Mensa Münchberg: Montag bis Freitag Uhr 11:15 – 14 Uhr
  • Mensa Hof: Montag bis Donnerstag 11:30 Uhr – 14 Uhr

sowie Freitag von 11:30 – 13:30 Uhr

  • Cafeteria Hof: von Montag bis Freitag 08.30 Uhr– 13:30 Uhr

 

Bitte tragen Sie vor Ort eine FFP2-Maske und nehmen Sie das aktuelle Hygienekonzept des Studentenwerks Oberfranken hier zur Kenntnis. 

Bei Änderungen informieren wir Sie zeitnah.


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Aktuelles Infektionsschutzkonzept für das Wintersemester 2021/2022

Am 23. September 2021 ist das neue Infektionsschutzkonzept der Hochschule Hof in Kraft getreten, das Sie hier einsehen können. Es geht unter anderem darauf ein, welche Vorschriften auf dem gesamten Campus zu beachten sind und welche Maßnahmen für Lehrveranstaltungen in Kraft treten. Neu sind u.a. die Informationen zur 3G-Selbstverpflichtungserklärung und zur Antigen Test Station für Studierende am Standort Hof.

Bitte beachten Sie, dass seit 08. November eine FFP2-Maskenpflicht im Gebäude gilt. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unser Team via wintersemester2021@hof-university.de


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Aktuelles Infektionsschutzkonzept für das Wintersemester 2021/2022
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Alfons-Goppel-Platz-1
95028 Hof

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