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CONTACTA HochFranken 2022 endlich wieder in Präsenz – die beste Beratung für einen gelungenen BerufseinstiegCONTACTA HochFranken 2022 endlich wieder in Präsenz – die beste Beratung für einen gelungenen Berufseinstieg

Die CONTACTA HochFranken an der Hochschule Hof ist seit Jahren der Treffpunkt für Schülerinnen und Schüler, die kompetente Beratung rund um die Studien- und Berufswahl suchen. Nach dem pandemiebedingten Ausfall 2020 und der digitalen Durchführung im Vorjahr findet die zweitägige Messe für Hochfranken und die angrenzenden Regionen in diesem Jahr nun wieder in Präsenz statt. Am 28. und 29. September erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils von 08:30 bis 14:30 Uhr ein attraktives Programm und vielfältige Möglichkeiten, um sich Informationen und Inspiration für ihren späteren Lebens- und Berufsweg zu holen. Insgesamt sind ca. 85 Aussteller und 16 Schulen beteiligt.


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    Beschreibung

    „Die Entscheidung für eine rein digitale Veranstaltung war den Verantwortlichen im letzten Jahr nicht leichtgefallen – umso mehr freuen wir uns nun, dass die CONTACTA HochFranken nun wieder dahin zurückkehrt, wo sie hingehört: Vor Ort an die Hochschule Hof“, zeigt sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Lehmann erfreut. „Die digitale Umsetzung der Messe im letzten Jahr darf zweifellos als gelungen bezeichnet werden – allerdings ersetzt nichts die Präsenz und auch den persönlichen Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern einerseits und den Unternehmen andererseits“, so Dr. Dorothee Strunz vom SCHULEWIRTSCHAFT Netzwerk.

    Regionale Lehrerfortbildung

    Beginnen wird die diesjährige CONTACTA HochFranken bereits offiziell am Dienstag, 27.09.2022 um 16 Uhr mit einer Veranstaltung zur regionalen Lehrerfortbildung. Referent Dr. Dieter Dohmen, Direktor des Forschungsinstitutes für Bildungs- und Sozialökonomie in Berlin, wird dabei im Audimax der Hochschule Hof (Rehau Audimax B023) ein besonders aktuelles Thema aufgreifen: „Jugend in Krisenzeiten. Wie können Pädagoginnen und Pädagogen sowie Ausbilderinnen und Ausbilder helfen?“ lautet das Thema seines rund 100minütigen Vortrags, der sich besonders an Lehr- und Ausbildungskräfte richtet. Dr. Dieter Dohmen geht dabei insbesondere auf das Lebensgefühl der Jugendlichen, ihre psychische Belastbarkeit sowie ihre Schul- und Ausbildungssituation ein. Er stellt die Frage, welche Jugendlichen besonders von negativen Konsequenzen aktueller Krisen wie Corona-Pandemie oder Ukrainekrieg betroffen sind und welche Konsequenzen sich daraus für Schule oder Ausbildungsbetrieb ergeben. Zudem gibt er praktische Handlungstipps für den Umgang mit betroffenen Jugendlichen.

    Auftaktveranstaltung

    Zur offiziellen Auftaktveranstaltung am 27.09. ab 18 Uhr (Rehau Audimax B023) erwarten die Veranstalter rund 150 Gäste aus Schulen, Wirtschaft und Serviceclubs. Kern der Veranstaltung wird eine Podiumsdiskussion zum Thema „Generation Corona – welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Zukunftsentscheidungen junger Menschen?“ Die Schülerin Hannah Zißler (Q12, Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel) und der Student Yannik Pöllmann (Maschinenbau, Hochschule Hof) diskutieren hier unter anderem mit Guido Baumgärtner, Chief Human Ressources Officer der Sandler AG, dem Lehrer David Friedrich sowie Prof. Dr. Anke Müller, Dekanin der Fakultät Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Hof. Grußworte werden von Landrat Dr. Oliver Bär, Oberbürgermeisterin Eva Döhla und OStD Dr. Harald Vorleuter, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberfranken, erwartet.

    Zudem werden im Rahmen der Auftaktveranstaltung durch die Unternehmerinitiative Hochfranken P-Seminare und Projekte der Schulen prämiert und mit dem P-Seminarpreis 2022 ausgezeichnet.

    Messe mit vielen Angeboten

    Neben den Rotariern unterstützen in diesem Jahr auch wieder die Lions Clubs die CONTACTA HochFranken. In diesem Zusammenhang werden während der Messe rund 80 Führungskräfte erwartet, die den Schülerinnen und Schülern von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. Die Referenten geben dabei einen umfassenden Einblick in ihren Berufsalltag, berichten von ihrem Werdegang und von aktuellen Trend und Entwicklungen in ihrem Berufsfeld. Die Berufsinformation deckt dabei 36 Berufsfelder und 7 fachübergreifende Vorträge ab.

    Studiengangangebot der Hochschule Hof setzt auf Nachhaltigkeit

    Neben vielen Unternehmen der Region präsentiert sich auf der CONTACTA HochFranken auch die Hochschule Hof durch 34 Vorträge und gibt einen Einblick in ihr umfangreiches Studienangebot: „Als Greentech-Universität setzen wir insbesondere mit unseren neuen Studiengängen ganz entschieden auf das Thema Nachhaltigkeit. Wir möchten damit dazu beitragen, Hochfranken konsequent in eine Zukunftsregion zu entwickeln. Wir freuen uns, dass wir auf der CONTACTA HochFranken die Möglichkeit haben, künftige Schulabsolventinnen und -absolventen für dieses Ziel zu begeistern und an Bord zu holen“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann. Die Messegäste haben auch die Gelegenheit, bei einer Science and Techlab-Tour die Labore und technischen Einrichtungen der Hochschule Hof kennenzulernen sowie während einer Führung die Bibliothek zu erkunden.

    Neu: Virtual Work Experience

    Die Virtual Work Experience des Netzwerks SchuleWirtschaft bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, realitätsnahe Erfahrungen an virtuellen Arbeitsplätzen mittels einer VR-Brille zu sammeln. Durch die spielerische Auseinandersetzung mit virtuellen Berufswelten wird zudem das Interesse für Berufszweige und die Neugier auf reale Praktika geweckt. So bekommen Praktika und Berufsempfehlungen eine solide Basis und werden zum erstrebenswerten Ziel. Die abgestuften Schwierigkeitsgrade bieten für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von Begabung und Kenntnisstand, attraktive, herausfordernde und didaktisch sinnvolle Erfahrungen an, die zugleich Kompetenzen widerspiegeln und eine Berufsorientierung unterstützen.

    An der CONTACTA HochFranken 2022 nehmen über 2000 Schülerinnen und Schüler folgender Schulen der Region und angrenzender Gebiete teil:

      • Jean-Paul Gymnasium Hof
      • Johann-Christian-Reinhart Gymnasium Hof
      • Schiller-Gymnasium Hof
      • Freie Waldorfschule Hof
      • Hochfranken-Gymnasium Naila
      • Walter-Gropius-Gymnasium Selb
      • Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel
      • Gymnasium Münchberg
      • Otto-Hahn Gymnasium Marktredwitz
      • FOS/BOS Hof
      • FOS/BOS Marktredwitz
      • Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach
      • Frankenwald Gymnasium Kronach
      • Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
      • Gymnasium Bad Lobenstein
      • Julius-Mosen-Gymnasium Oelsnitz
    Die Hochschule Hof feiert: Richtfest am Zentrum für Wasser- und Energiemanagement (ZWE)Die Hochschule Hof feiert: Richtfest am Zentrum für Wasser- und Energiemanagement (ZWE)

    In Anwesenheit von Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, sowie vieler Ehrengäste aus Politik und Wissenschaft wurde nun auf dem Campus der Hochschule Hof ein weiteres Richtfest gefeiert: Mit dem neuen Zentrum für Wasser- und Energiemanagement entsteht hier eine der modernsten und flexibelsten Forschungseinrichtungen Deutschlands. Das Besondere: Das Gebäude selbst wird Teil der darin stattfindenden Forschung.


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    Beschreibung

    Die Zahlen sind beeindruckend: Für eine genehmigte Gesamtbausumme von 22,6 Mio. EUR entstehen drei Vorlesungsräume, vier Projekträume, sechs Büros für Lehrpersonal, sechs Labore, ein Technikum sowie drei weitere Räume für technische Prüfstände. Die vier entstehenden und voll barrierefreien Etagen bieten dabei insgesamt 2500 m² Gebäudenutzfläche, zu denen noch Nebennutzungs-, Verkehrs- und Technikflächen hinzukommen. Mit einer Gesamthöhe von 14 Metern fügt sich der Neubau dabei auch optisch gut in das bestehende Hochschulensemble und in die direkte Nachbarschaft zum Institut für Informationssysteme (iisys), dem Digitalen Gründerzentrum Einstein1 sowie dem benachbarten Wohnheim ein. Ein bereits Oktober 2017 abgeschlossener Architektenwettbewerb hatte die ursprüngliche Idee – die Errichtung eines gläsernen Gebäudes in Pyramidenform – verworfen und den nun entstehenden Kubus als am besten geeignete Gebäudeform erbracht. Der Entwurf des Stuttgarter Architektenbüros „VON M“ wurde nun umgesetzt. Der Rohbau unter Federführung des Staatlichen Bauamtes Bayreuth läuft seit Juli 2020: „Dieses Haus ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Holz ein Baustoff mit langer Tradition und zugleich hochmodern ist. Er verbindet hervorragende technische Eigenschaften mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten an der Außenhülle. Die Gestaltung der Fassade wird damit maßgeblich vom eigentlichen Zweck des Gebäudes mitbestimmt und trägt den innovativen Charakter des Zentrums für Wasser- und Energiemanagement nach außen. Die Forschung präsentiert sich also auch an der Fassade!“, so Christof Präg, Leitender Baudirektor und Bereichsleiter Hochbau beim Staatlichen Bauamt Bayreuth.

    Raum für 40 Mitarbeitende

    Neben High-Tech Laboren für Analytik und Versuchsaufbauten werden darin viele praxisnahe Technikumsanlagen installiert: „Es hat lange gedauert, doch jetzt freuen wir uns sehr: Hier wird zukünftig in den Bereichen Kälte- und Wärmetechnik, Wasserstoffanwendungen, energetische Biomassenutzung, Aquaponik, und Gewässerschutz genauso geforscht wie im großen Feld der Wasserreinigung und bei vielem mehr“, zeigt sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann begeistert über die vielen neuen Möglichkeiten. Und weiter: „Das ZWE wird unsere Kompetenzen als Hochschule stärken und eine überregionale Anziehungskraft entfalten, die auch der gesamten Region zugutekommen wird.“ Insgesamt bis zu 40 Mitarbeitende sollen in den Räumlichkeiten Platz finden.

    Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume: „Wasser sichern, Energie gewinnen! Dafür brauchen wir kluge Ideen! Die Hochschule Hof ist Kompetenzzentrum für das Lebenselixier Nummer eins und Denkfabrik für Energie – eine Ideenquelle für Nachhaltigkeit und smarten Einsatz von Ressourcen. Mit dem Neubau des Zentrums für Energie- und Wassermanagement investieren wir 23 Millionen Euro in Innovationskraft und Lebensqualität!“

    Gebäudesystem durch Forschende steuerbar

    Die im Bau befindlichen Anlagen sind zum Großteil an das Gebäudesystem mit einem 140 m³ Wärmespeicher gekoppelt, der die Versuchsabwärme und die Energie der riesigen Solaranlage direkt in für eine möglichst autarke Beheizung der Forschungs- und Bildungsstätte speichert. Das System kann von den Forschenden selbst gesteuert und programmiert werden. Hierfür wird derzeit im Rahmen einer Promotion ein digitaler Zwilling erstellt, der den Betrieb später in Echtzeit intelligent berechnet und anhand von Wetterprognosen und Arbeitsabläufen maximale Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern als Leuchtturm für die Energiewende ermöglichen soll. Parallel dazu werden theoretische Schwerpunkte mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie modernen Computersimulationstechniken im Wasser- und Energiesektor bearbeitet.

     

     

     

    Unternehmen starten erfolgreicher in Schwammstadt-ProjekteUnternehmen starten erfolgreicher in Schwammstadt-Projekte

    Die Hochschule Hof will bayerischen Unternehmen helfen, ihre Produkte und Services im Marktumfeld der aufkommenden „Schwammstadt- bzw. Schwammregion-Projekte zu platzieren. Bei der Schwammstadt-Idee geht es darum, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, die einen besseren Umgang mit Wetterextremen ermöglichen. So gibt zwar bereits zahlreiche Lösungen, damit Stadtquartiere und kommunale Liegenschaften besser vor den Auswirkungen von Starkregen und Trockenheit geschützt werden. Die Vielfalt der Herausforderungen erfordert aber immer neue, bessere Ideen und zunehmend individuell angepasste Lösungen. Gleichzeitig kommt die technische Realisierung in den Städten und Gemeinden nur langsam voran. Unternehmen erschließt sich hier ein neues, interessantes Marktumfeld, in dem etablierte Produkte und Services ihre Nische finden oder neue Ideen und innovative Lösungen zum Einsatz kommen können.


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    Beschreibung

    Die Auswirkungen des Klimawandels auf Städte und ländliche Regionen ist eines der aktuellen Top-Themen in unserer Gesellschaft. Nach den Dürrejahren 2018 und 2019 sowie den extremen Überschwemmungen in 2021 deutet sich 2022 wieder ein extremes Wetterjahr an. Aus nahezu jedem europäischen Land werden lokale Wasserknappheit oder Überschwemmungen gemeldet. Als ein wirksames Mittel, um Städte und Regionen klimaresilienter zu gestalten, wird vermehrt die Transformation urbaner Räume in sogenannte Schwammstädte oder Schwammregionen empfohlen.

    Wirksame Maßnahmen gegen die Auswirkungen von Wetterextremen

    Dabei geht es darum, verschiedene wasserwirtschaftliche und städtebauliche Maßnahmen zu ergreifen, die einen besseren Umgang mit den beiden Wetterextremen Starkregen und Trockenheit ermöglichen. Beispielsweise sorgt eine Verringerung der Versiegelungsflächen für eine Versickerung von Regenwasser, so dass bei Starkregen weniger Sturzfluten entstehen und gleichzeitig der Boden wieder als Wasserspeicher genutzt werden kann. Kombiniert mit Bodendrainagen, zusätzlichen Bäumen und offenen Wasserflächen wird der Regen wieder gezielt genutzt, anstatt die Wassermengen unkontrolliert z.B. in die Kanalisation abfließen zu lassen. Dabei wird das Regenwasser nicht nur möglichen Sturzfluten entzogen, sondern gezielt zur Verdunstung und damit Kühlung an heißen Tagen genutzt. Zusätzlich können geschaffene Speicherräume Bewässerungswasser für Trockenperioden aufnehmen. „Das setzt voraus, dass Wasserwirtschaft und Städtebau eine enge und unterstützende Zusammenarbeit anstreben. Darüber hinaus wird im Einsatz digitaler Monitoring-, Analyse- und Steuerungssysteme eine wirksame Möglichkeit gesehen, den hohen Komplexitätsgrad zu managen“, so Prof. Günter Müller-Czygan von der Hochschule Hof.

    Umsetzung hingt Willensbekundungen hinterher

    Es ist nicht nur ein Phänomen im Themenumfeld Schwammstadt, das sich die praktische Umsetzung verzögert. Nahezu in allen aktuellen Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft ist dies festzustellen, egal ob es sich um die Energiewende, den Abbau der Bürokratie, die Digitalisierung oder um die Mobilitätswende handelt: „In keinem dieser hochaktuellen und zukunftsbeeinflussenden Transformationsprozesse ist die erforderliche Umsetzungsgeschwindigkeit gegeben. Dies liegt u.a. am fehlenden komplexen Wissen bei den Akteuren und der damit verbundenen Frage, wie neues Wissen schnell und zielgerichtet aus der Theorie in die Praxis kommt und im Arbeitsalltag gewinnbringend integriert werden kann“, so Prof. Müller-Czygan. An Weiterbildungsangeboten mit entsprechenden Inhalten mangelt es nicht. Der Transfer aus den Seminaren und den Workshops in den Arbeitsalltag stellt die größte Hürde dar.

    Weiterbildungen bislang oft wenig effektiv

    Ergebnisse der Lern- und Transferforschung zeigen erschreckende Ergebnisse: gerade einmal ein Viertel befragter Weiterbildungsteilnehmer bestätigen den Kursen eine hohe Transferfähigkeit und zwei Drittel vermissen eine Integrationsfähigkeit des Gelernten in den Arbeitsalltag. Gleichzeitig wünschen sich die Auftraggeber Weiterbildungsangebote mit kürzerer Dauer und mehr Inhaltsvermittlung. Waren Elemente zur Steigerung des Umsetzungstransfers in den meisten Weiterbildungen schon immer unterrepräsentiert, konterkariert dieser Trend angesichts der bestehenden Herausforderungen die Notwendigkeit, erforderliches Wissen schnell und wirksam in die Umsetzung zu bringen. Bestätigt werden diese Erkenntnisse durch die Metastudie WaterExe4.0 zum Stand der Digitalisierung in der Wasserwirtschaft, die in 2020/2021 von Forschenden um Prof. Manuela Wimmer und Prof. Günter Müller-Czygan am iwe Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof durchgeführt wurde.

    Neuer Zertifikatslehrgang mit starkem Umsetzungsfokus entwickelt

    „Eine schnelle Umsetzung einer neuen Lösung setzt die deutliche Sichtbarkeit des Mehrwerts sowie die direkte gewinnbringende Integration in den Arbeitsalltag voraus. Kaum ein Anwender ist bereit, angesichts der persönlichen Aufgaben- und Komplexitätszunahme zusätzliche Zeit zu investieren, um etwas Neues auszuprobieren. Es sei denn, er ist persönlich extrem motiviert und an der Sache interessiert.“, fasst Prof. Müller-Czygan die Studienergebnisse zusammen. Vor diesem Hintergrund wollen der Ingenieur und Wirtschaftspsychologe und sein Team der Forschungsgruppe Wasserinfrastruktur und Digitalisierung mit der Entwicklung des Zertifikatslehrgangs „Schwammstadt - Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels“ neue Wege gehen. Gefördert durch das bayrische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Förderaktion „REACT-EU – Berufliche Qualifizierung - Wissenstransfer aus den Hochschulen in die Unternehmen“ wird diese Zertifikatsweiterbildung erstmals gezielt auf Basis der Erkenntnisse der aktuellen Lern- und Transferforschung entwickelt. Im Fokus des auf bayerische Unternehmen, vornehmlich KMU (kleine und mittlere Unternehmen), ausgerichteten Lehrgangs steht die Befähigung interessierter Unternehmen, ihren Platz im Markt der Schwammstadt zu finden. „Einerseits ist es das Ziel, das bestehende Produkt- und Serviceportfolio auf die Schwammstadtanforderungen abzugleichen und einen Eintritt in diesen Markt zu ermöglichen. Anderseits sollen die Unternehmen nach dem Lehrgang in der Lage sein, neue Potenziale für Produkte bzw. Services zu identifizieren und effektive Wege zur Umsetzung zu finden“, so der Wissenschaftler.

    Neuartige Struktur und individuelle Gestaltung

    Das Neuartige an diesem Lehrgang ist seine zweigeteilte Struktur. Zu Beginn wird es einen allgemeinen Theorieteil geben, der für alle Teilnehmer gleich sein wird. Da das Thema Schwammstadt sehr komplex ist und viele Fach- und Leistungsbereiche der Unternehmen angesprochen werden, schließt sich an den Theorieteil ein auf die individuellen Bedürfnisse und Umsetzungswünsche der einzelnen Unternehmen ausgerichteter Praxis- und Methodenteil an (vor Lehrgangsbeginn werden diese Bedürfnisse und Wünsche abgefragt). Dieser Teil wird in Gruppen- und bei Bedarf in Einzelarbeit absolviert. Damit erhält jeder Teilnehmer einem hohen Anteil an individualisierter Weiterbildung.

    Um die Effektivität für jeden Teilnehmer zu maximieren, erfolgt durch die Hofer Forscher vor Lehrgangsbeginn eine individuelle Feststellung der Ziele, Kompetenzen und der sogenannten Transferstärke. Umfangreiche Studien haben gezeigt, dass nur rd. 20 % der Weiterbildungsteilnehmer die persönlichen Voraussetzungen mitbringen, Weiterbildungsinhalte ohne fremde Hilfe zielgerichtet und mit ausreichendem Durchhaltevermögen in die Praxis zu überführen. Auf der anderen Seite werden aktuell vorhandene und zur Erreichung der Lernziele erforderliche Kompetenzen festgestellt. Damit sich der Anteil an Weiterbildungsteilnehmern mit positiver Umsetzungsbilanz erhöht, müssen Lehrgangsinhalte und Transferstärke sowie Kompetenzbedarf aufeinander abgestimmt werden. Zudem sind in den Lehrgang Übungen eingebaut, die dazu führen, dass die Transferstärke nach Lehrgangsende höher ist als zu Beginn. So wird die Wahrscheinlichkeit stark erhöht, dass viele Teilnehmer auch mittel- und langfristig das Erlernte anwenden und erforderliche Kompetenzen weiter aufbauen.

    Nachdem die theoretische Basis gelegt wurde und klar ist, wo die Teilnehmer in Sachen Transferstärke und Kompetenzen stehen, erfolgt die Analyse der Schwammstadtthemen und Identifikation potenzieller Marktsegmente und Produkt-/Serviceideen. Da eine hohe persönliche Transferstärke zur Umsetzung von Innovations- und Produkt-/Serviceideen alleine nicht ausreicht, erlernen die Kursteilnehmer zusätzlich die neuartige Methodik des sog. „Innovation Race“, mit deren Hilfe sie strukturiert und zielgerichtet alle wichtigen Schritte von der Innovations- bzw. Produkt-/Serviceidee über die Entwicklung, Finanzierung und Vermarktung bis zum Verkauf kennenlernen. Da es auch auf Seiten der vorwiegend kommunalen Anwendungsseite von Schwammstadtlösungen eine vergleichbare Transferproblematik gibt, werden die Teilnehmer abschließend in die sog. „SOWIESO-Strategie“ eingewiesen, mit deren Hilfe neuartige Lösungen zielgerichtet auf den Arbeitsalltag des Anwenders angepasst werden können. Nachdem sich die Teilnehmer im Zuge der neuen Lehrgangsstruktur mit der eigenen Transferstärke auseinandersetzen mussten, wird es ihnen danach nicht schwerfallen, Transferhemmnisse auf der Anwenderseite zu erkennen und mithilfe der erlernten Methoden diese zu minimieren.

    Teilnahme für bayerische Unternehmen kostenlos

    Die Teilnahme ist für bayrische Unternehmen kostenlos. Fachlich flankiert wird der Lehrgang durch die aktuellen Forschungsprojekte InSchuKA4.0 (Intelligente Kanalnetzsteuerung für Wetterextremereignisse), SPORE (Sponge Region Oberfranken - Umgang mit dem Klimawandel) sowie BodenRadar (Digitale Bodenanalyse in der Funktion als Wasserspeicher). 

    Auch wenn der Lehrgang selbst kein Schnellkurs in Sachen Schwammstadt darstellt und damit eigentlich dem Trend verkürzter Weiterbildungsinhalte widerspricht, werden sich die auf verschiedenen Ebenen vermittelten Lerninhalte zeitverkürzend auswirken. In der Theorie wird nicht in die mögliche Tiefe abgetaucht, sondern das erforderliche Grundverständnis eines „Systems Schwammstadt“ vermittelt. Tiefenwissen kann danach bedarfsgerecht viel besser online erworben werden. Da die praktischen Übungen gleichzeitig auf die Ebenen Transferstärke, Kompetenzbildung und individuelle Zielausrichtung abzielen, kann ein höherer und schnellerer Umsetzungstransfer und damit Markterfolg erzielt werden.

    Erster Einblick für interessierte Unternehmen

    Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, in einem 90-minütigen Schnupperkurs einen ersten Einblick in den Kurs zu bekommen. Ab November 2022 beginnen die insgesamt 5 Kursreihen. Abschließend haben interessierte Teilnehmer dieser Kurse die Möglichkeit, einen ergänzenden Kurs zu besuchen, wenn sie selbst in ihrem Unternehmen das erlernte Wissen weitergeben wollen („Train-the-Trainer“). Eine Weiterentwicklung des Kurses für Kommunen und Städte ist für 2023 geplant. Interessierte bayrische Stadtwerke als eigene GmbH können bereits an diesen Kursen teilnehmen. Die Termine für den Schnupperkurs sind auf der Projekthomepage veröffentlicht (https://www.hof-university.de/forschung/institut-fuer-wasser-und-energiemanagement/aktuelle-forschungsprojekte/schwammstadt.html). Ab Mitte August werden auch die Termine für die 5 Kursreihen veröffentlicht. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen und Anfragen können bereits heute unter schwammstadt@hof-university.LÖSCHEN.de eingereicht werden. Weitere Kontaktdaten finden sich auf der Projekthomepage.

    Bis 15. September für Studienstart im Wintersemester bewerbenBis 15. September für Studienstart im Wintersemester bewerben

    Die Hochschule hat die Bewerbungsfrist für einen Großteil ihrer Bachelor- und Masterstudiengänge bis einschließlich 15.09.2022 verlängert.

    Davon ausgenommen sind die beiden Masterstudiengänge Sustainable Textiles und Sustainable Water Management and Engineering, diese stehen bis 15.09. nur noch Bewerbern aus der EU offen.

    Die Unterlagen können direkt online über das Primuss-Portal eingereicht werden.

    Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


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    Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren an der Hochschule Hof sind zusätzlich hier zu finden: http://www.hof-university.de/studieninteressierte/bewerbung-und-zulassung.html

    Das Wintersemester 2022/2023 startet zum 01.10. Vorlesungsbeginn ist am 04.10.2022.

    CONTACTA HochFranken 2022 endlich wieder in Präsenz – die beste Beratung für einen gelungenen Berufseinstieg

    Die CONTACTA HochFranken an der Hochschule Hof ist seit Jahren der Treffpunkt für Schülerinnen und Schüler, die kompetente Beratung rund um die Studien- und Berufswahl suchen. Nach dem pandemiebedingten Ausfall 2020 und der digitalen Durchführung im Vorjahr findet die zweitägige Messe für Hochfranken und die angrenzenden Regionen in diesem Jahr nun wieder in Präsenz statt. Am 28. und 29. September erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils von 08:30 bis 14:30 Uhr ein attraktives Programm und vielfältige Möglichkeiten, um sich Informationen und Inspiration für ihren späteren Lebens- und Berufsweg zu holen. Insgesamt sind ca. 85 Aussteller und 16 Schulen beteiligt.


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      CONTACTA HochFranken 2022 endlich wieder in Präsenz – die beste Beratung für einen gelungenen Berufseinstieg
      Beschreibung

      „Die Entscheidung für eine rein digitale Veranstaltung war den Verantwortlichen im letzten Jahr nicht leichtgefallen – umso mehr freuen wir uns nun, dass die CONTACTA HochFranken nun wieder dahin zurückkehrt, wo sie hingehört: Vor Ort an die Hochschule Hof“, zeigt sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Lehmann erfreut. „Die digitale Umsetzung der Messe im letzten Jahr darf zweifellos als gelungen bezeichnet werden – allerdings ersetzt nichts die Präsenz und auch den persönlichen Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern einerseits und den Unternehmen andererseits“, so Dr. Dorothee Strunz vom SCHULEWIRTSCHAFT Netzwerk.

      Regionale Lehrerfortbildung

      Beginnen wird die diesjährige CONTACTA HochFranken bereits offiziell am Dienstag, 27.09.2022 um 16 Uhr mit einer Veranstaltung zur regionalen Lehrerfortbildung. Referent Dr. Dieter Dohmen, Direktor des Forschungsinstitutes für Bildungs- und Sozialökonomie in Berlin, wird dabei im Audimax der Hochschule Hof (Rehau Audimax B023) ein besonders aktuelles Thema aufgreifen: „Jugend in Krisenzeiten. Wie können Pädagoginnen und Pädagogen sowie Ausbilderinnen und Ausbilder helfen?“ lautet das Thema seines rund 100minütigen Vortrags, der sich besonders an Lehr- und Ausbildungskräfte richtet. Dr. Dieter Dohmen geht dabei insbesondere auf das Lebensgefühl der Jugendlichen, ihre psychische Belastbarkeit sowie ihre Schul- und Ausbildungssituation ein. Er stellt die Frage, welche Jugendlichen besonders von negativen Konsequenzen aktueller Krisen wie Corona-Pandemie oder Ukrainekrieg betroffen sind und welche Konsequenzen sich daraus für Schule oder Ausbildungsbetrieb ergeben. Zudem gibt er praktische Handlungstipps für den Umgang mit betroffenen Jugendlichen.

      Auftaktveranstaltung

      Zur offiziellen Auftaktveranstaltung am 27.09. ab 18 Uhr (Rehau Audimax B023) erwarten die Veranstalter rund 150 Gäste aus Schulen, Wirtschaft und Serviceclubs. Kern der Veranstaltung wird eine Podiumsdiskussion zum Thema „Generation Corona – welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Zukunftsentscheidungen junger Menschen?“ Die Schülerin Hannah Zißler (Q12, Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel) und der Student Yannik Pöllmann (Maschinenbau, Hochschule Hof) diskutieren hier unter anderem mit Guido Baumgärtner, Chief Human Ressources Officer der Sandler AG, dem Lehrer David Friedrich sowie Prof. Dr. Anke Müller, Dekanin der Fakultät Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Hof. Grußworte werden von Landrat Dr. Oliver Bär, Oberbürgermeisterin Eva Döhla und OStD Dr. Harald Vorleuter, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberfranken, erwartet.

      Zudem werden im Rahmen der Auftaktveranstaltung durch die Unternehmerinitiative Hochfranken P-Seminare und Projekte der Schulen prämiert und mit dem P-Seminarpreis 2022 ausgezeichnet.

      Messe mit vielen Angeboten

      Neben den Rotariern unterstützen in diesem Jahr auch wieder die Lions Clubs die CONTACTA HochFranken. In diesem Zusammenhang werden während der Messe rund 80 Führungskräfte erwartet, die den Schülerinnen und Schülern von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. Die Referenten geben dabei einen umfassenden Einblick in ihren Berufsalltag, berichten von ihrem Werdegang und von aktuellen Trend und Entwicklungen in ihrem Berufsfeld. Die Berufsinformation deckt dabei 36 Berufsfelder und 7 fachübergreifende Vorträge ab.

      Studiengangangebot der Hochschule Hof setzt auf Nachhaltigkeit

      Neben vielen Unternehmen der Region präsentiert sich auf der CONTACTA HochFranken auch die Hochschule Hof durch 34 Vorträge und gibt einen Einblick in ihr umfangreiches Studienangebot: „Als Greentech-Universität setzen wir insbesondere mit unseren neuen Studiengängen ganz entschieden auf das Thema Nachhaltigkeit. Wir möchten damit dazu beitragen, Hochfranken konsequent in eine Zukunftsregion zu entwickeln. Wir freuen uns, dass wir auf der CONTACTA HochFranken die Möglichkeit haben, künftige Schulabsolventinnen und -absolventen für dieses Ziel zu begeistern und an Bord zu holen“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann. Die Messegäste haben auch die Gelegenheit, bei einer Science and Techlab-Tour die Labore und technischen Einrichtungen der Hochschule Hof kennenzulernen sowie während einer Führung die Bibliothek zu erkunden.

      Neu: Virtual Work Experience

      Die Virtual Work Experience des Netzwerks SchuleWirtschaft bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, realitätsnahe Erfahrungen an virtuellen Arbeitsplätzen mittels einer VR-Brille zu sammeln. Durch die spielerische Auseinandersetzung mit virtuellen Berufswelten wird zudem das Interesse für Berufszweige und die Neugier auf reale Praktika geweckt. So bekommen Praktika und Berufsempfehlungen eine solide Basis und werden zum erstrebenswerten Ziel. Die abgestuften Schwierigkeitsgrade bieten für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von Begabung und Kenntnisstand, attraktive, herausfordernde und didaktisch sinnvolle Erfahrungen an, die zugleich Kompetenzen widerspiegeln und eine Berufsorientierung unterstützen.

      An der CONTACTA HochFranken 2022 nehmen über 2000 Schülerinnen und Schüler folgender Schulen der Region und angrenzender Gebiete teil:

        • Jean-Paul Gymnasium Hof
        • Johann-Christian-Reinhart Gymnasium Hof
        • Schiller-Gymnasium Hof
        • Freie Waldorfschule Hof
        • Hochfranken-Gymnasium Naila
        • Walter-Gropius-Gymnasium Selb
        • Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel
        • Gymnasium Münchberg
        • Otto-Hahn Gymnasium Marktredwitz
        • FOS/BOS Hof
        • FOS/BOS Marktredwitz
        • Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach
        • Frankenwald Gymnasium Kronach
        • Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
        • Gymnasium Bad Lobenstein
        • Julius-Mosen-Gymnasium Oelsnitz
      Die Hochschule Hof feiert: Richtfest am Zentrum für Wasser- und Energiemanagement (ZWE)

      In Anwesenheit von Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, sowie vieler Ehrengäste aus Politik und Wissenschaft wurde nun auf dem Campus der Hochschule Hof ein weiteres Richtfest gefeiert: Mit dem neuen Zentrum für Wasser- und Energiemanagement entsteht hier eine der modernsten und flexibelsten Forschungseinrichtungen Deutschlands. Das Besondere: Das Gebäude selbst wird Teil der darin stattfindenden Forschung.


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      Die Hochschule Hof feiert: Richtfest am Zentrum für Wasser- und Energiemanagement (ZWE)
      Beschreibung

      Die Zahlen sind beeindruckend: Für eine genehmigte Gesamtbausumme von 22,6 Mio. EUR entstehen drei Vorlesungsräume, vier Projekträume, sechs Büros für Lehrpersonal, sechs Labore, ein Technikum sowie drei weitere Räume für technische Prüfstände. Die vier entstehenden und voll barrierefreien Etagen bieten dabei insgesamt 2500 m² Gebäudenutzfläche, zu denen noch Nebennutzungs-, Verkehrs- und Technikflächen hinzukommen. Mit einer Gesamthöhe von 14 Metern fügt sich der Neubau dabei auch optisch gut in das bestehende Hochschulensemble und in die direkte Nachbarschaft zum Institut für Informationssysteme (iisys), dem Digitalen Gründerzentrum Einstein1 sowie dem benachbarten Wohnheim ein. Ein bereits Oktober 2017 abgeschlossener Architektenwettbewerb hatte die ursprüngliche Idee – die Errichtung eines gläsernen Gebäudes in Pyramidenform – verworfen und den nun entstehenden Kubus als am besten geeignete Gebäudeform erbracht. Der Entwurf des Stuttgarter Architektenbüros „VON M“ wurde nun umgesetzt. Der Rohbau unter Federführung des Staatlichen Bauamtes Bayreuth läuft seit Juli 2020: „Dieses Haus ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Holz ein Baustoff mit langer Tradition und zugleich hochmodern ist. Er verbindet hervorragende technische Eigenschaften mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten an der Außenhülle. Die Gestaltung der Fassade wird damit maßgeblich vom eigentlichen Zweck des Gebäudes mitbestimmt und trägt den innovativen Charakter des Zentrums für Wasser- und Energiemanagement nach außen. Die Forschung präsentiert sich also auch an der Fassade!“, so Christof Präg, Leitender Baudirektor und Bereichsleiter Hochbau beim Staatlichen Bauamt Bayreuth.

      Raum für 40 Mitarbeitende

      Neben High-Tech Laboren für Analytik und Versuchsaufbauten werden darin viele praxisnahe Technikumsanlagen installiert: „Es hat lange gedauert, doch jetzt freuen wir uns sehr: Hier wird zukünftig in den Bereichen Kälte- und Wärmetechnik, Wasserstoffanwendungen, energetische Biomassenutzung, Aquaponik, und Gewässerschutz genauso geforscht wie im großen Feld der Wasserreinigung und bei vielem mehr“, zeigt sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann begeistert über die vielen neuen Möglichkeiten. Und weiter: „Das ZWE wird unsere Kompetenzen als Hochschule stärken und eine überregionale Anziehungskraft entfalten, die auch der gesamten Region zugutekommen wird.“ Insgesamt bis zu 40 Mitarbeitende sollen in den Räumlichkeiten Platz finden.

      Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume: „Wasser sichern, Energie gewinnen! Dafür brauchen wir kluge Ideen! Die Hochschule Hof ist Kompetenzzentrum für das Lebenselixier Nummer eins und Denkfabrik für Energie – eine Ideenquelle für Nachhaltigkeit und smarten Einsatz von Ressourcen. Mit dem Neubau des Zentrums für Energie- und Wassermanagement investieren wir 23 Millionen Euro in Innovationskraft und Lebensqualität!“

      Gebäudesystem durch Forschende steuerbar

      Die im Bau befindlichen Anlagen sind zum Großteil an das Gebäudesystem mit einem 140 m³ Wärmespeicher gekoppelt, der die Versuchsabwärme und die Energie der riesigen Solaranlage direkt in für eine möglichst autarke Beheizung der Forschungs- und Bildungsstätte speichert. Das System kann von den Forschenden selbst gesteuert und programmiert werden. Hierfür wird derzeit im Rahmen einer Promotion ein digitaler Zwilling erstellt, der den Betrieb später in Echtzeit intelligent berechnet und anhand von Wetterprognosen und Arbeitsabläufen maximale Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern als Leuchtturm für die Energiewende ermöglichen soll. Parallel dazu werden theoretische Schwerpunkte mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie modernen Computersimulationstechniken im Wasser- und Energiesektor bearbeitet.

       

       

       

      Unternehmen starten erfolgreicher in Schwammstadt-Projekte

      Die Hochschule Hof will bayerischen Unternehmen helfen, ihre Produkte und Services im Marktumfeld der aufkommenden „Schwammstadt- bzw. Schwammregion-Projekte zu platzieren. Bei der Schwammstadt-Idee geht es darum, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, die einen besseren Umgang mit Wetterextremen ermöglichen. So gibt zwar bereits zahlreiche Lösungen, damit Stadtquartiere und kommunale Liegenschaften besser vor den Auswirkungen von Starkregen und Trockenheit geschützt werden. Die Vielfalt der Herausforderungen erfordert aber immer neue, bessere Ideen und zunehmend individuell angepasste Lösungen. Gleichzeitig kommt die technische Realisierung in den Städten und Gemeinden nur langsam voran. Unternehmen erschließt sich hier ein neues, interessantes Marktumfeld, in dem etablierte Produkte und Services ihre Nische finden oder neue Ideen und innovative Lösungen zum Einsatz kommen können.


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      Unternehmen starten erfolgreicher in Schwammstadt-Projekte
      Beschreibung

      Die Auswirkungen des Klimawandels auf Städte und ländliche Regionen ist eines der aktuellen Top-Themen in unserer Gesellschaft. Nach den Dürrejahren 2018 und 2019 sowie den extremen Überschwemmungen in 2021 deutet sich 2022 wieder ein extremes Wetterjahr an. Aus nahezu jedem europäischen Land werden lokale Wasserknappheit oder Überschwemmungen gemeldet. Als ein wirksames Mittel, um Städte und Regionen klimaresilienter zu gestalten, wird vermehrt die Transformation urbaner Räume in sogenannte Schwammstädte oder Schwammregionen empfohlen.

      Wirksame Maßnahmen gegen die Auswirkungen von Wetterextremen

      Dabei geht es darum, verschiedene wasserwirtschaftliche und städtebauliche Maßnahmen zu ergreifen, die einen besseren Umgang mit den beiden Wetterextremen Starkregen und Trockenheit ermöglichen. Beispielsweise sorgt eine Verringerung der Versiegelungsflächen für eine Versickerung von Regenwasser, so dass bei Starkregen weniger Sturzfluten entstehen und gleichzeitig der Boden wieder als Wasserspeicher genutzt werden kann. Kombiniert mit Bodendrainagen, zusätzlichen Bäumen und offenen Wasserflächen wird der Regen wieder gezielt genutzt, anstatt die Wassermengen unkontrolliert z.B. in die Kanalisation abfließen zu lassen. Dabei wird das Regenwasser nicht nur möglichen Sturzfluten entzogen, sondern gezielt zur Verdunstung und damit Kühlung an heißen Tagen genutzt. Zusätzlich können geschaffene Speicherräume Bewässerungswasser für Trockenperioden aufnehmen. „Das setzt voraus, dass Wasserwirtschaft und Städtebau eine enge und unterstützende Zusammenarbeit anstreben. Darüber hinaus wird im Einsatz digitaler Monitoring-, Analyse- und Steuerungssysteme eine wirksame Möglichkeit gesehen, den hohen Komplexitätsgrad zu managen“, so Prof. Günter Müller-Czygan von der Hochschule Hof.

      Umsetzung hingt Willensbekundungen hinterher

      Es ist nicht nur ein Phänomen im Themenumfeld Schwammstadt, das sich die praktische Umsetzung verzögert. Nahezu in allen aktuellen Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft ist dies festzustellen, egal ob es sich um die Energiewende, den Abbau der Bürokratie, die Digitalisierung oder um die Mobilitätswende handelt: „In keinem dieser hochaktuellen und zukunftsbeeinflussenden Transformationsprozesse ist die erforderliche Umsetzungsgeschwindigkeit gegeben. Dies liegt u.a. am fehlenden komplexen Wissen bei den Akteuren und der damit verbundenen Frage, wie neues Wissen schnell und zielgerichtet aus der Theorie in die Praxis kommt und im Arbeitsalltag gewinnbringend integriert werden kann“, so Prof. Müller-Czygan. An Weiterbildungsangeboten mit entsprechenden Inhalten mangelt es nicht. Der Transfer aus den Seminaren und den Workshops in den Arbeitsalltag stellt die größte Hürde dar.

      Weiterbildungen bislang oft wenig effektiv

      Ergebnisse der Lern- und Transferforschung zeigen erschreckende Ergebnisse: gerade einmal ein Viertel befragter Weiterbildungsteilnehmer bestätigen den Kursen eine hohe Transferfähigkeit und zwei Drittel vermissen eine Integrationsfähigkeit des Gelernten in den Arbeitsalltag. Gleichzeitig wünschen sich die Auftraggeber Weiterbildungsangebote mit kürzerer Dauer und mehr Inhaltsvermittlung. Waren Elemente zur Steigerung des Umsetzungstransfers in den meisten Weiterbildungen schon immer unterrepräsentiert, konterkariert dieser Trend angesichts der bestehenden Herausforderungen die Notwendigkeit, erforderliches Wissen schnell und wirksam in die Umsetzung zu bringen. Bestätigt werden diese Erkenntnisse durch die Metastudie WaterExe4.0 zum Stand der Digitalisierung in der Wasserwirtschaft, die in 2020/2021 von Forschenden um Prof. Manuela Wimmer und Prof. Günter Müller-Czygan am iwe Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof durchgeführt wurde.

      Neuer Zertifikatslehrgang mit starkem Umsetzungsfokus entwickelt

      „Eine schnelle Umsetzung einer neuen Lösung setzt die deutliche Sichtbarkeit des Mehrwerts sowie die direkte gewinnbringende Integration in den Arbeitsalltag voraus. Kaum ein Anwender ist bereit, angesichts der persönlichen Aufgaben- und Komplexitätszunahme zusätzliche Zeit zu investieren, um etwas Neues auszuprobieren. Es sei denn, er ist persönlich extrem motiviert und an der Sache interessiert.“, fasst Prof. Müller-Czygan die Studienergebnisse zusammen. Vor diesem Hintergrund wollen der Ingenieur und Wirtschaftspsychologe und sein Team der Forschungsgruppe Wasserinfrastruktur und Digitalisierung mit der Entwicklung des Zertifikatslehrgangs „Schwammstadt - Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels“ neue Wege gehen. Gefördert durch das bayrische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Förderaktion „REACT-EU – Berufliche Qualifizierung - Wissenstransfer aus den Hochschulen in die Unternehmen“ wird diese Zertifikatsweiterbildung erstmals gezielt auf Basis der Erkenntnisse der aktuellen Lern- und Transferforschung entwickelt. Im Fokus des auf bayerische Unternehmen, vornehmlich KMU (kleine und mittlere Unternehmen), ausgerichteten Lehrgangs steht die Befähigung interessierter Unternehmen, ihren Platz im Markt der Schwammstadt zu finden. „Einerseits ist es das Ziel, das bestehende Produkt- und Serviceportfolio auf die Schwammstadtanforderungen abzugleichen und einen Eintritt in diesen Markt zu ermöglichen. Anderseits sollen die Unternehmen nach dem Lehrgang in der Lage sein, neue Potenziale für Produkte bzw. Services zu identifizieren und effektive Wege zur Umsetzung zu finden“, so der Wissenschaftler.

      Neuartige Struktur und individuelle Gestaltung

      Das Neuartige an diesem Lehrgang ist seine zweigeteilte Struktur. Zu Beginn wird es einen allgemeinen Theorieteil geben, der für alle Teilnehmer gleich sein wird. Da das Thema Schwammstadt sehr komplex ist und viele Fach- und Leistungsbereiche der Unternehmen angesprochen werden, schließt sich an den Theorieteil ein auf die individuellen Bedürfnisse und Umsetzungswünsche der einzelnen Unternehmen ausgerichteter Praxis- und Methodenteil an (vor Lehrgangsbeginn werden diese Bedürfnisse und Wünsche abgefragt). Dieser Teil wird in Gruppen- und bei Bedarf in Einzelarbeit absolviert. Damit erhält jeder Teilnehmer einem hohen Anteil an individualisierter Weiterbildung.

      Um die Effektivität für jeden Teilnehmer zu maximieren, erfolgt durch die Hofer Forscher vor Lehrgangsbeginn eine individuelle Feststellung der Ziele, Kompetenzen und der sogenannten Transferstärke. Umfangreiche Studien haben gezeigt, dass nur rd. 20 % der Weiterbildungsteilnehmer die persönlichen Voraussetzungen mitbringen, Weiterbildungsinhalte ohne fremde Hilfe zielgerichtet und mit ausreichendem Durchhaltevermögen in die Praxis zu überführen. Auf der anderen Seite werden aktuell vorhandene und zur Erreichung der Lernziele erforderliche Kompetenzen festgestellt. Damit sich der Anteil an Weiterbildungsteilnehmern mit positiver Umsetzungsbilanz erhöht, müssen Lehrgangsinhalte und Transferstärke sowie Kompetenzbedarf aufeinander abgestimmt werden. Zudem sind in den Lehrgang Übungen eingebaut, die dazu führen, dass die Transferstärke nach Lehrgangsende höher ist als zu Beginn. So wird die Wahrscheinlichkeit stark erhöht, dass viele Teilnehmer auch mittel- und langfristig das Erlernte anwenden und erforderliche Kompetenzen weiter aufbauen.

      Nachdem die theoretische Basis gelegt wurde und klar ist, wo die Teilnehmer in Sachen Transferstärke und Kompetenzen stehen, erfolgt die Analyse der Schwammstadtthemen und Identifikation potenzieller Marktsegmente und Produkt-/Serviceideen. Da eine hohe persönliche Transferstärke zur Umsetzung von Innovations- und Produkt-/Serviceideen alleine nicht ausreicht, erlernen die Kursteilnehmer zusätzlich die neuartige Methodik des sog. „Innovation Race“, mit deren Hilfe sie strukturiert und zielgerichtet alle wichtigen Schritte von der Innovations- bzw. Produkt-/Serviceidee über die Entwicklung, Finanzierung und Vermarktung bis zum Verkauf kennenlernen. Da es auch auf Seiten der vorwiegend kommunalen Anwendungsseite von Schwammstadtlösungen eine vergleichbare Transferproblematik gibt, werden die Teilnehmer abschließend in die sog. „SOWIESO-Strategie“ eingewiesen, mit deren Hilfe neuartige Lösungen zielgerichtet auf den Arbeitsalltag des Anwenders angepasst werden können. Nachdem sich die Teilnehmer im Zuge der neuen Lehrgangsstruktur mit der eigenen Transferstärke auseinandersetzen mussten, wird es ihnen danach nicht schwerfallen, Transferhemmnisse auf der Anwenderseite zu erkennen und mithilfe der erlernten Methoden diese zu minimieren.

      Teilnahme für bayerische Unternehmen kostenlos

      Die Teilnahme ist für bayrische Unternehmen kostenlos. Fachlich flankiert wird der Lehrgang durch die aktuellen Forschungsprojekte InSchuKA4.0 (Intelligente Kanalnetzsteuerung für Wetterextremereignisse), SPORE (Sponge Region Oberfranken - Umgang mit dem Klimawandel) sowie BodenRadar (Digitale Bodenanalyse in der Funktion als Wasserspeicher). 

      Auch wenn der Lehrgang selbst kein Schnellkurs in Sachen Schwammstadt darstellt und damit eigentlich dem Trend verkürzter Weiterbildungsinhalte widerspricht, werden sich die auf verschiedenen Ebenen vermittelten Lerninhalte zeitverkürzend auswirken. In der Theorie wird nicht in die mögliche Tiefe abgetaucht, sondern das erforderliche Grundverständnis eines „Systems Schwammstadt“ vermittelt. Tiefenwissen kann danach bedarfsgerecht viel besser online erworben werden. Da die praktischen Übungen gleichzeitig auf die Ebenen Transferstärke, Kompetenzbildung und individuelle Zielausrichtung abzielen, kann ein höherer und schnellerer Umsetzungstransfer und damit Markterfolg erzielt werden.

      Erster Einblick für interessierte Unternehmen

      Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, in einem 90-minütigen Schnupperkurs einen ersten Einblick in den Kurs zu bekommen. Ab November 2022 beginnen die insgesamt 5 Kursreihen. Abschließend haben interessierte Teilnehmer dieser Kurse die Möglichkeit, einen ergänzenden Kurs zu besuchen, wenn sie selbst in ihrem Unternehmen das erlernte Wissen weitergeben wollen („Train-the-Trainer“). Eine Weiterentwicklung des Kurses für Kommunen und Städte ist für 2023 geplant. Interessierte bayrische Stadtwerke als eigene GmbH können bereits an diesen Kursen teilnehmen. Die Termine für den Schnupperkurs sind auf der Projekthomepage veröffentlicht (https://www.hof-university.de/forschung/institut-fuer-wasser-und-energiemanagement/aktuelle-forschungsprojekte/schwammstadt.html). Ab Mitte August werden auch die Termine für die 5 Kursreihen veröffentlicht. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen und Anfragen können bereits heute unter schwammstadt@hof-university.LÖSCHEN.de eingereicht werden. Weitere Kontaktdaten finden sich auf der Projekthomepage.

      Bis 15. September für Studienstart im Wintersemester bewerben

      Die Hochschule hat die Bewerbungsfrist für einen Großteil ihrer Bachelor- und Masterstudiengänge bis einschließlich 15.09.2022 verlängert.

      Davon ausgenommen sind die beiden Masterstudiengänge Sustainable Textiles und Sustainable Water Management and Engineering, diese stehen bis 15.09. nur noch Bewerbern aus der EU offen.

      Die Unterlagen können direkt online über das Primuss-Portal eingereicht werden.

      Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


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      Bis 15. September für Studienstart im Wintersemester bewerben
      Beschreibung

      Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren an der Hochschule Hof sind zusätzlich hier zu finden: http://www.hof-university.de/studieninteressierte/bewerbung-und-zulassung.html

      Das Wintersemester 2022/2023 startet zum 01.10. Vorlesungsbeginn ist am 04.10.2022.

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