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Auf dem Weg zur Textilindustrie 4.0 – eine Branche stellt sich neu auf!Auf dem Weg zur Textilindustrie 4.0 – eine Branche stellt sich neu auf!

Wie viele Industriezweige, so wird auch die Textilindustrie mit zahlreichen Veränderungen durch die Digitalisierung konfrontiert und muss dementsprechend reagieren und sich neu aufstellen. Vor allem in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen und wie diese zukünftig produziert und umgesetzt werden, steht die Branche mitten im Umbruch. Das Institut für Materialwissenschaften der Hochschule Hof (ifm) greift dieses Thema im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Technologietransfer – Die Zukunft: Textilindustrie 4.0“ auf. Am 20. Juli 2021 steht bei der ersten Veranstaltung dazu die Frage des Energiemanagements im Mittelpunkt.


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Im Rahmen der Technologiekolloquien der neuen Veranstaltungsreihe geht es um einen gemeinsamen Kompetenzaufbau in den für die Textilindustrie relevanten Themen. Hierbei richten sich die Kolloquien hauptsächlich an die regionale, aber auch überregionale Textilindustrie, sowohl an Klein- und Mittelstandsbetriebe als auch an Konzerne. Neben den gemeinsamen Kompetenzaufbau soll auch das „Get-Together“ und das Netzwerken den Teilnehmern ermöglichen neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen und im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu pflegen.

Den Auftakt macht dabei GastrednerChristian Wiedemann. Als Leiter des Produktmanagements der KBR Kompensationsanlagenbau GmbH aus Nürnberg beleuchtet er, wie ein nachhaltiges und effektives Energiemanagement im produzierenden Gewerbe aussehen kann und welche Rolle dabei digitale Techniken spielen.

Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Claus-Ekkehard Koukal und Dr. Eva Max vom Institut für Materialwissenschaften geleitet. Los geht es – zunächst noch online – am 20.07.21 um 16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings sollten sich Interessierte unter www.hof-university.de/efre für die Teilnahme möglichst bald registrieren, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Veranstaltung wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Weitere Veranstaltungen sollen im Herbst dieses Jahres stattfinden.

Bild: Textiltechnikum Münchberg

Energie- und CO2-Einsparungen durch Eisbatterien – betrieben mit SonnenenergieEnergie- und CO2-Einsparungen durch Eisbatterien – betrieben mit Sonnenenergie

Die Speicherung von Energie ist eine der Schlüsselfragen für eine nachhaltige Energieversorgung in der Zukunft. Weltweit beschäftigen sich deshalb aktuell wohl tausende Forscherinnen und Forscher mit dieser Fragestellung. Auch am Campus Münchberg der Hochschule Hof läuft dazu derzeit ein spannendes Projekt. Hier werden neuartige Eisbatterien für Kühlanwendungen erforscht, die dazu beitragen können, nachhaltig Energie und CO2 zu reduzieren. Sie werden aus überschüssiger Sonnenenergie gespeist.


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Wir haben dazu mit Tushar Sharma, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof (iwe) und mit Richard Genes, Geschäftsführer des Kooperationspartner Genes Kältetechnik GmbH aus Hof gesprochen.

-Herr Sharma, bitte eine kurze Erklärung: Was genau ist ein Eisspeicher und was möchten Sie mit Ihrer Forschung herausfinden und erreichen?

Die Technologie selbst ist schon seit Jahrzehnten auf dem Markt und es wurde viel Forschung auf grundlegender Ebene betrieben. Das heißt, der Prozess der Eisherstellung im Tank durch Wärmetauscher ist bis ins Detail bekannt. Was aber neu ist: Mit dem Konzept einer Eisbatterie wollen wir eine erschwingliche und energieeffiziente Alternative zu den bereits vorhandenen, elektrochemischen Batterien vermarkten, die bislang zur Speicherung überschüssiger Solar-PV-Energie verwendet werden. Das ist für die Betriebe natürlich ein interessanter Ansatz zur Vermeidung von Energiekosten und zur Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz.

Meine Forschung konzentriert sich auf die Maximierung des Eigenverbrauchs von solarer PV-Energie zur Erzeugung von Eis in der Eisbatterie. Das bedeutet: Das Steuerungssystem wird dabei so optimiert, dass die Auslastung der Eisbatterie maximiert wird, um den Kühlbedarf der betrachteten Industrie zu decken. Bis jetzt haben wir die Regelungsstrategie auf 3 verschiedene Fälle angewendet, darunter eine Bäckerei und zwei Brauereien. Das System wurde in der Simulationssoftware TRNSYS modelliert und die Ergebnisse zeigten signifikante Energie- und CO2-Einsparungen.

-Wie muss man sich das technisch vorstellen – in Münchberg steht immerhin ein recht umfangreicher Laborprüfstand?

Eine Eisbatterie ist im Grunde nur ein Wasserspeicher, in den Wärmetauscher eingetaucht sind, die durch Entzug der latenten Wärmeenergie des Wassers Eis bilden können. In unserem Labor auf dem Campus Münchberg haben wir Erfahrung mit verschiedenen Arten von Wärmetauschern, die sich in ihrer Erscheinungsform unterscheiden. Es gibt sternförmig, spiralförmig, schlangenförmig, Flachplatten und neuerdings auch als Kapillarmatten. Wir haben auch ein detailliertes Software-Modell für Flachplatten- und Kapillarmatten-Wärmeübertrager auf Basis der Eisbatterie geschrieben.

Wir sind in der Lage dynamische Systemsimulationen durchzuführen und die Simulationsergebnisse mit den im Laborprüfstand durchgeführten Experimenten zu vergleichen. Durch dynamische Systemsimulationen, die in TRNSYS durchgeführt wurden, wurde festgestellt, dass die Kapillarmatten-Eisbatterie eine bessere Leistung in Bezug auf die Entwicklung des Eismassenanteils sowie die Menge der ausgetauschten latenten Wärme an einem idealen Betriebstag aufweist. Wir haben das Flachplattenmodell mit den Experimenten validiert und führen derzeit Experimente mit den Kapillarmattenwärmetauschern durch.

Im Moment können wir den gesamten Prüfstand über eine Fernsteuerung mit dem LabView-Programm bedienen. Durch dieses LabView-Programm sind wir in der Lage, verschiedene Sensoren und Ventile zu überwachen, zu messen und zu steuern. So können wir auch für jeden beliebigen Betrieb ein Kühllastprofil simulieren. Damit haben wir die Möglichkeit, verschiedene Kühllastprofile, verschiedene Solar-PV-Daten basierend auf verschiedenen Wetterdaten zu testen und die Regelstrategie basierend auf verschiedenen Situationen anzupassen.

-Herr Genes, Sie sind von Anfang des Projektes mit Ihrem Unternehmen mit an Bord. Was hat Sie dazu bewogen und was versprechen Sie sich konkret von dem Projekt?

Mich hat die Idee beeindruckt, Sonnenenergie, die bislang überflüssig produziert wird, doch noch einer Nutzung zuzuführen. Mit dieser Energie wird Kälte für einen Eisspeicher produziert und gespeichert. Das hat große Vorteile, denn besonders in der produzierenden Wirtschaft wird immer mehr Kälte benötigt. Ich denke, wenn man das Projekt richtig weiterverfolgt, wird es viele Interessenten an der Technik geben. Die Einsparungen sind überzeugend.

-Forschung ist auch immer das Prinzip Try & Error: Welche Art von Versuchen werden aktuell durchgeführt?

Im Moment laufen zwei Projekte mit dem Thema Eisspeicher: Das erste Projekt wird am Eisspeicherprüfstand im Energielabor durchgeführt. Auf diesem Prüfstand testen wir zwei verschiedene Typen von Eisbatterien, die auf Flachplatten- und Kapillarmatten-Wärmetauschern basieren. Durch die LabView-Software haben wir die Möglichkeit, eine Hardware-in-Loop-Simulation zu realisieren, in der wir verschiedene Kühllastprofile simulieren und verschiedene Regelstrategien testen können. Das geschieht, indem wir den Durchfluss des Kühlmittels durch Ventile steuern.

Das zweite Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit dem Schweizer SPF Institut für Solartechnik in der OST Universität, Rapperswill in der Schweiz. In diesem Projekt validieren wir das TRNSYS-Modell mit den Experimenten für einen Eisspeicher der Firma VIESSMANN (Isocal), der außerhalb des Energielabors im Boden vergraben ist. Für eine neue Reihe von Experimenten für dieses Projekt haben wir neue Bodentemperatur- und Eisanteilsensoren installiert, um genauere Ergebnisse zu erhalten. Diese sollen uns helfen, die Dynamik der Wärmeübertragung zwischen dem Erdreich, das den Eisspeichertank umgibt, und dem Wasser/Eis im Tank zu verstehen. Sobald die Vereisungs- und Schmelzeigenschaften des Isocal-Modells mit dem TRNSYS-Modell validiert sind, wird die vollständige Systemvalidierung eingeleitet.

-Gibt es schon erste Ergebnisse, von denen Sie berichten können?

Ja, wir haben im letzten Jahr Experimente mit einer Eisbatterie auf Basis eines Plattenwärmetauschers durchgeführt. Die Ergebnisse wurden auch im Tagungsband der RETCON 2021 veröffentlicht. Aus Sicht der Simulation müssen noch einige Modelle verbessert werden, um die Abweichungen zwischen den experimentellen und den Simulationsergebnissen zu verringern.

Auch im zweiten Projekt haben wir bereits einige gute Ergebnisse aus den Anfang des Jahres durchgeführten Vereisungs- und Schmelzversuchen vorliegen. Derzeit werden weitere Experimente durchgeführt, um noch mehr über die Vereisungseigenschaften und den Wärmeübertragungsprozess zwischen dem Bodenmodell und dem Eisspeichermodell zu erfahren. Wir hoffen, bald einige zufriedenstellende Ergebnisse zu haben, damit wir diese in renommierten Fachzeitschriften veröffentlichen können. 

-Wo könnten denn mittel- und langfristig die Einsatzmöglichkeiten der Technik liegen, wenn man an den Alltag der Menschen denkt, Herr Genes?

Der Einsatz der Technik wird sicherlich immer im produzierenden Gewerbe liegen. Im Privatsektor könnte es mittel- und langfristig auch eine Einbindung in die Hausversorgung geben, z. B. für die Klimatisierung von Wohnräumen.

-Wichtig für die Umsetzbarkeit von Forschung ist auch immer die Kosten-/Nutzen-Relation. Wie sieht es in diesem Bereich aus? Kann die Technik in absehbarer Zeit massentauglich werden?

Sowohl die wirtschaftliche als auch die energetische Leistungsfähigkeit der Technologie wurde durch verschiedene Fallstudien in der Simulationssoftware Polysun und TRNSYS theoretisch ermittelt. Vor kurzem wurde auch eine Fallstudie zur Energie- und Kosteneinsparungsanalyse für die Traditionsbrauerei „Meinel Bräu“ in Hof durchgeführt. Durch die durchgeführten Simulationsergebnisse wurde die Amortisationszeit der Anlage auf etwa 5 Jahre geschätzt. Nach dieser Amortisationszeit können jährlich signifikante fünfstellige Beträge an Energiekosten eingespart werden.

-Wie geht es nun weiter und wann soll das Projekt abgeschlossen werden?

Im Moment planen wir ein Fortsetzungsprojekt mit einer Firma, die eine physikalische Steuerung entwickeln und unser Konzept umsetzen kann. Wir möchten, dass es schon in absehbarer Zukunft bei einem Industriepartner in Echtzeit eingesetzt werden kann. Sobald der Projektvorschlag ausgearbeitet ist, werden wir eine Projektförderung im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) beantragen.

Danke für das Gespräch.

Agrarfolien, Verpackungsfolien oder Müllbeutel – Hochschule Hof macht Holzreststoff nutzbarAgrarfolien, Verpackungsfolien oder Müllbeutel – Hochschule Hof macht Holzreststoff nutzbar

Biogene Reststoffe für Wirtschaft und Industrie verwertbar zu machen - das ist das vorrangige Forschungsziel des Instituts für angewandte Biopolymerforschung (ibp) an der Hochschule Hof. Nun könnte den Forscherinnen und Forschern ein interessanter Durchbruch gelungen sein. Mit Hilfe von Elektronenbestrahlung konnten sie bisher weitestgehend ungenutzte Reststoffe aus der Papierindustrie so behandeln, dass diese als Biokunststoffe zur Weiterverarbeitung eingesetzt werden können. Die so gewonnenen Werkstoffe sind weiterhin vollständig biologisch abbaubar und könnten schon heute für allerlei Produkte verwendet werden – gäbe es da nicht noch ein ungelöstes Problem.


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Kübra Aslan (M. Eng.) arbeitet als Teamleiterin für die Verarbeitung von Biokunststoffen am Institut für angewandte Biopolymerforschung (ibp) der Hochschule Hof. Dort betreut sie das Forschungsprojekt LigNutz, welches bereits den Namen des Stoffes beinhaltet, um den sich derzeit die Ambitionen der Jungforscherin drehen: Lignin. Das Biopolymer kommt in der Natur unter anderem in Bäumen vor, wo es für die Verholzung der Zellen und die Zugfestigkeit des Holzes verantwortlich ist.

Reststoff bei der Papierproduktion

Bei der Produktion von Papier wird Lignin als Reststoff allerdings ausgeschieden, da es andernfalls zum Vergilben der Papierblätter führen würde: „Das so gewonnene Kraftlignin macht 85 Prozent der weltweiten Ligninproduktion aus. Es wird derzeit aber nur zu etwa 5 Prozent genutzt, zum Beispiel als Beimischung in Zement, Tiernahrung oder in den ligninhaltigen ARBOFORM® Granulaten der Firma Tecnaro, welche zu spritzgegossenen Bauteilen weiterverarbeitet werden können. 95 Prozent dagegen dienen allenfalls zur Energiegewinnung. „Das möchten wir ändern“, erklärt Kübra Aslan. Das Problem dabei ist: Kraftlignin war als natürliches Biopolymer bislang für die Industrie schlicht nicht verwendbar, da es sich im Urzustand nicht schmelzen und damit auch nicht formen bzw. verarbeiten lässt.

Bestrahlung verändert die Struktur

Die Anregung, genau dieses Problem in den Fokus zu rücken, wurde schließlich vom Unternehmen Tecnaro GmbH, einem langjährigen Forschungspartner der Hochschule Hof, an die Forscherin und den Institutsleiter Herrn Prof. Dr. Michael Nase herangetragen, wo man es sofort aufgriff. „Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, die Struktur von Lignin so zu verändern, dass man es formen und verarbeiten kann. Eine chemische Behandlung kam dabei für uns natürlich nicht in Frage, da unser Endprodukt immer biologisch abbaubar bleiben soll. Darum haben wir uns für das Experimentieren mit einer Elektronenbestrahlung entschieden“, so Kübra Aslan. Zusammen mit ihrem Team absolvierte sie etliche Testreihen, um das gewünschte Ziel zu erreichen.

Neuer Stoff voll zu verarbeiten

Die Funktionsweise der Elektronenbestrahlung erklärt die Forscherin so: „Bei einem externen Partner unseres Instituts wurde die Oberfläche des Kraftlignins mit Elektronen in unterschiedlicher Stärke bestrahlt. In der Folge bilden sich an dieser Oberfläche freie Radikale, welche sich bei der Compoundierung mit einem anderen Biokunststoff verbinden und die chemische Struktur in der gewünschten Form verändern.“ Durch dieses Ergebnis wurde es den Forschenden nun auch möglich einen thermisch stabilen Lignincompound, also eine neue Verbindung des Biokunststoffes zu entwickeln. Diese hat die gewünschten Eigenschaften: „Der neue Biokunststoff auf der Basis von Kraftlignin kann nun durch eine formgebende Düse gepresst und somit gestaltet werden. Das entsprechende Verfahren nennt sich Extrusion. Auf diese Art und Weise können wir bei uns am Institut zum Beispiel Schlauchfolien herstellen“, so Kübra Aslan. Nach der Extrusion verfügen die Produkte zudem über sehr gute mechanische Eigenschaften wie hohe Zugfestigkeit und/oder hohe Bruchdehnung, was die Einsatzmöglichkeiten des Produktes erweitert.

Offene Fragen

Allerdings, so räumen auch die Forscherinnen und Forscher der Hochschule Hof ein, sind damit noch nicht alle Probleme bei der Nutzbarmachung des Reststoffes Lignin beseitigt: „Lignin hat - auch in der bearbeiteten Form - einen leichten Geruch nach Verbranntem an sich. Das heißt natürlich, dass es derzeit noch nicht für alle Produkte geeignet ist, insbesondere nicht für solche, die nah am Menschen sind. Hier hat die Forschung also noch einen Weg vor sich“, so Prof. Dr. Michael Nase, Leiter des ibp.

Das Projekt „LigNutz“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert.

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann weitere sechs Jahre an der Spitze der Hochschule HofProf. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann weitere sechs Jahre an der Spitze der Hochschule Hof

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann hat gestern in München aus den Händen von Wissenschaftsminister Bernd Sibler die Ernennungsurkunde für seine vierte Amtszeit an der Spitze der Hochschule Hof erhalten. Minister Sibler betonte: „Sie sind ein absoluter Profi in Sachen Hochschulleitung! Was Sie in den vergangenen 18 Jahren für die Hochschule Hof geleistet haben, ist mehr als beeindruckend. Mit Weitblick und einem ausgeprägten Gespür für die Herausforderungen, Entwicklungen und Themen der Zukunft haben Sie Hof zu einem Hochschulstandort ausgebaut, der über die Region hinausstrahlt. Ihre Expertise und Erfahrung bringen Sie seit Jahren ein, um die bayerische Hochschullandschaft weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr, dass wir diese vertrauensvolle Zusammenarbeit nun weitere sechs Jahre fortsetzen werden.“

 

 


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Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann erklärte: „Es mir gleichermaßen eine große Freude und Ehre, die Hochschule Hof weitere sechs Jahre begleiten zu dürfen. Die zuletzt positive Entwicklung unserer Region ist stark mit dem Erfolg unserer Bildungseinrichtung verbunden und diesen Weg möchten wir in Forschung und Lehre fortsetzen. Dabei stehen naturgemäß Themen wie die Digitalisierung und Interdisziplinarität, aber auch Nachhaltigkeit und Ökologie ganz oben auf der Agenda. Wir sind eine international ausgerichtete Green Tech-Hochschule, deren Profil es weiter zu schärfen gilt. Ich werde hierfür gerne meinen Beitrag leisten.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann trat erstmals im Jahr 2002 als Präsident der Hochschule Hof an. In den zurückliegenden drei Amtsperioden hat er „Green Tech“ als Schwerpunktprofil der Hochschule weiter geprägt. Den Prozess der Digitalisierung trieb Lehmann sowohl in der Lehre als auch in der Verwaltung frühzeitig – lange vor der COVID-19-Pandemie – voran. Unter seiner Präsidentschaft wurde die Hochschule Hof als erste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayern systemakkreditiert. Für die und in der Region ist er ein starker und verlässlicher Ansprechpartner. Für die Entwicklung des neuen, geplanten Hochschulinnovationsgesetzes hat er maßgebliche Impulse gesetzt.

Bild: Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst)

Barrierefreiheit im Internet - Katharina Müggenburg mit Digitalpreis ausgezeichnetBarrierefreiheit im Internet - Katharina Müggenburg mit Digitalpreis ausgezeichnet

Der Bayerische Digitalpreis „B.Digital“ stand in diesem Jahr unter dem Motto „digitale Teilhabe“. Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach hat nun sechs Projekte in zwei Kategorien mit dem Preis ausgezeichnet. Einen hervorragenden dritten Platz erzielte dabei Katharina Müggenburg, eine Absolventin des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Hochschule Hof. Ihre Bachelorarbeit „Design ist barrierefrei“ überzeugte Fachjury und Internetnutzer.

 

 


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Die Grundidee der Arbeit der jungen Kulmbacherin basiert auf Studien, die feststellten, dass es auf über 98 Prozent der eine Million beliebtesten Webseiten im Jahr 2020 noch immer messbare Hindernisse für Menschen mit Behinderungen gab. „Diese lagen zum Teil auch in sehr einfachen Fehlerquellen wie zum Beispiel in ungenügenden Kontrastverhältnissen, die das Lesen erschweren. Ebenso scheint die Wichtigkeit von Barrierefreiheit im Internet generell vielen noch nicht ausreichend bekannt“, so Katharina Müggenburg. Aus diesem Anlass habe sie im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Hochschule Hof Inhalte auf einer Beispielwebsite visuell aufbereitet und in einem neuen Kontext zusammengebracht. Die Website stützt sich dabei auf eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG). „Mit meiner Arbeit wollte ich zeigen, dass barrierefreies Handeln im Internet auch für Anfänger möglich ist“, so die Preisträgerin.

Prominent besetzte Fachjury

Die Kür der Siegerprojekte erfolgte je zur Hälfte über ein Internet-Voting und eine Juryentscheidung. Neben Digitalministerin Judith Gerlach zählten auch der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Holger Kiesel, Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch, die Geschäftsführerin der Initiative D21 e.V. Lena-Sophie Müller, der CEO des Zollhof – Tech Incubators Benjamin Bauer sowie der Unternehmer und Mitbegründer der Bits & Pretzels Andreas Bruckschloegl zu den Mitgliedern der Jury.

Präsentation der Siegerprojekte

Alle Gewinner können ihre Projekte auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales sowie auf der Webseite Bayerischen Digitalpreises B.DIGITAL (https://www.bdigital.bayern.de) vorstellen und erhalten jeweils einen Hard- und Software-Gutschein. Die Erstplatzierten dürfen zudem ihre Projekte auf dem Bayerischen Digitalgipfel CODE Bavaria vor einem breiten Publikum präsentieren.

Zum Projekt von Katharina Müggenburg:
https://barrierefreiheit-im-web.webflow.io/
https://www.youtube.com/watch?v=AESqTEgoRK0

Die Projektvorstellung:          

https://youtu.be/P9tYfuKBcIA?t=4378

Die Preisverleihung:

https://youtu.be/P9tYfuKBcIA?t=4669

 

Stipendien zur Förderung der digitalen Transformation in der öffentlichen VerwaltungStipendien zur Förderung der digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung

Das Bayerische Staatsministerium für Digitales schreibt in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof [Bereich Beruf-plus-Studium] 15 Stipendien für den Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung im Wintersemester 2021/22 aus. Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist jetzt angelaufen. Die Stipendien werden für das gesamte Studium des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung gewährt, maximal jedoch 8 Semester. Die Gesamthöhe der Förderung beträgt 50 % der Studiengebühren.
 


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Die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, bezeichnete bei der Eröffnungsveranstaltung im März das neue Kompetenzzentrum Digitale Verwaltung als wichtige Säule des Digitalcampus Bayern. Es sei wichtig, dass „jemand da ist, der den digitalen Wandel organisatorisch und rechtlich vorantreibt, jemand mit smarten Methoden, mit sozialen Kompetenzen, um die MitarbeiterInnen im Digitalen Transformationsprozess in der Verwaltung mitzunehmen.“ Genau hier setzt der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung an für den das Bayerische Staatsministerium für Digitales 15 Teilstipendien im Wintersemester 2021/22 auslobt.

Zukunftsweisendes Lehrkonzept im digitalen Zwilling einer Behörde

Neben Forschung und Praxis stellt die Lehre eine wichtige Säule im Dreiklang des Kompetenzzentrums Digitale Verwaltung dar. In der Lehre werden in interdisziplinären Teams realitätsnähe Lösungen erarbeitet, die dann zügig in die Praxis umgesetzt werden können – entsprechend dem ganzheitlichen Managementmodell für die öffentliche Verwaltung, das bereits heute Leitfaden des Studiengangs Digitale Verwaltung der Hochschule Hof ist. Mit der zukünftigen Durchführung der Lehre im digitalen Zwilling einer Behörde kann eine größere Praxisnähe für die Studierenden geschaffen und die Lehre anwendungsorientiert gestaltet werden. Ein wichtiger Baustein des berufsbegleitenden Ansatzes ist dabei das digitale Lehrkonzept. Dies stellt die Vereinbarkeit von Beruf und Studium sicher und gewährleistet dennoch einen persönlichen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden.

Antragsstellung ist ab sofort möglich

Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist jetzt angelaufen. Die Stipendien werden für das gesamte Studium des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung gewährt, maximal jedoch 8 Semester. Die Gesamthöhe der Förderung beträgt 50 % der Studiengebühren.

Weitere Informationen

Welche Auswahlkriterien es für die Vergabe der Stipendien gibt, wie das Auswahlverfahren abläuft und wie Sie sich bewerben können, ist hier nachzulesen:https://www.kompetenzzentrum-digitale-verwaltung.de/stipendien.html

Alle Details zum berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung sind hier abrufbar: www.bachelor-digitale-verwaltung.de

Sommersemester 2021: Neue Hygieneregelungen an der Hochschule HofSommersemester 2021: Neue Hygieneregelungen an der Hochschule Hof

Liebe Hochschulangehörige,

das Sommersemester 2021 läuft weitgehend im Onlinebetrieb. Auch wenn sich die Lage mittlerweile deutlich entspannt hat, müssen wir weiterhin Vorsicht üben und vor allem nach wie vor auf ausreichenden Abstand achten. Praktische Arbeiten in den Laboren werden in Präsenz ermöglicht. Zum Schutz aller Teilnehmer:innen stellen wir zu diesem Zweck Schnelltests zur Verfügung. Alles Wichtige dazu sowie das aktuelle Hygienekonzept, das ab 10. Juni 2021 gilt,  finden Sie bei den Infos zum Sommersemester 2021. Und checken Sie bitte regelmäßig Ihre Mails, um über neue Entwicklungen während des Semesters informiert zu bleiben. Dort erhalten Sie zeitnah weitere Hygienekonzepte, die speziell für Laborübungen und Prüfungen gelten. 

Bitte beachten Sie, dass in allen Gängen und Foyers – auch an den Einzelarbeitsplätzen dort – sowie in den Toilettenräumen und auf den mit Schild und farbiger Linie gekennzeichneten Flächen im Außenbereich Maskenpflicht am Campus gilt. Einen Lageplan mit den gekennzeichneten Außenflächen finden Sie hier.


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Das duale Studium - ein Gewinn für Studierende, Wirtschaft und RegionDas duale Studium - ein Gewinn für Studierende, Wirtschaft und Region

Bundesweit studieren über 100.000 junge Menschen in rund 1600 unterschiedlichen Studiengängen dual – das heißt, sie absolvieren während des Studiums an einer Hochschule oder Universität zusätzlich auch fest integrierte Praxiseinsätze in Unternehmen. Beide Zahlen steigen weiter kontinuierlich. Auch an der Hochschule Hof ist das duale Studium gut 15 Jahre nach seiner Einführung mittlerweile ein echtes Erfolgsmodell. Insgesamt 1061 duale Studierende verzeichnete die Hochschule für angewandte Wissenschaften seit Einführung des dualen Studiums im Jahre 2005. Das macht sich auch für die Region bezahlt: Viele Absolventinnen und Absolventen bleiben dem Hofer Land durch die frühe Vernetzung mit Betrieben auch nach dem Studium erhalten.

 


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Die Anfänge des dualen Studiums liegen bereits in den frühen 70er Jahren, doch erst 2005 wurde es in Bayern flächendeckend eingeführt. Seit dieser Zeit ist auch Franz-Xaver Boos, Professor für Betriebswirtschaft, an der Hochschule Hof für die Koordination der dualen Studiengänge zuständig - ein Feld mit wachsender Bedeutung: Mit insgesamt 350 dual Studierenden in 15 Studiengängen verzeichnet die Hochschule Hof im Sommersemester 2021 eine bayernweit eine sehr gute Position. Besonders beliebt sind dabei Studiengänge rund um die Kernthemen Wirtschaft, Informatik und Ingenieurswesen. Duale Studenten werden in der Region unter anderem von den Unternehmen Lamilux, REHAU (beide Rehau), der Baur-Gruppe (Altenkunstadt) oder Heinz-Glas (Kleintettau) beschäftigt.

Boos‘ Aufgabe ist es, die oft anspruchsvolle Synchronisation der dualen Ausbildung zwischen Hochschule, beteiligten Berufsschulen und den oft sehr unterschiedlichen Praxispartnern vorzunehmen und dies immer wieder an verändernde Rahmenbedingungen anzupassen.

Mehrwert für die Unternehmen

Auch die anfangs oft eher vorsichtigen Unternehmen vom Mehrwert des dualen Studiums zu überzeugen, gelingt dabei in den letzten Jahren – und in Zusammenarbeit mit den Berufskammern -  immer besser. Schließlich sprächen sich positive Erfahrungen schnell herum und die Vorteile dualer Studien seien offensichtlich:

„Die passenden Talente zu finden und sie dauerhaft zu binden, ist eine Kernaufgabe für jedes Unternehmen. Der Erfolg dabei entscheidet ganz maßgeblich später über den Erfolg am Markt. Durch die Kombination der praktischen Ausbildung in einem Betrieb mit fundierten wissenschaftlichen Kenntnissen erwerben Studierende eine stark gefragte Qualifikation. Und auch die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand: Guter Nachwuchs wird direkt an das Unternehmen gebunden und bereits während des Studiums mit den betrieblichen Arbeitsabläufen vertraut gemacht“, so Prof. Dr. Franz-Xaver Boos. Duale Studiengänge seien daher für Unternehmen ein wichtiges Instrument der frühzeitigen Fachkräftesicherung – gerade auch für kleine und mittelständische Betriebe.

Mehr junge Menschen bleiben

Dies habe nebenbei auch für die lange Jahre stark vom demographischen Wandel gebeutelte Region einen positiven Nebeneffekt: „Dadurch, dass unsere dual Studierenden bereits während des Studiums feste Kontakte zu Unternehmen knüpfen, ist nach dem Studium die Frage nach dem Arbeitsplatz oft schnell beantwortet. Insgesamt hat die duale Ausbildung nach unseren Erfahrungen dazu geführt, dass wesentlich mehr unserer Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium auch in der Region bleiben und hier später eine Familie gründen“, so Prof. Dr. Boos.

Mehr Praxisbezug in der Lehre

Doch auch die Hochschule selbst profitiert durch die intensive Kooperation mit den Partnerunternehmen: „Auf diese Art werden insbesondere die Praxisbezüge in der Lehre deutlich gestärkt. Immer wieder kommt es vor, dass unsere Studierenden ganz praktische betriebliche Fragestellungen in die Vorlesungen mitbringen, die dann vor Ort behandelt werden“, erläutert Prof. Dr. Boos. Die grundsätzliche Abstimmung zwischen Unternehmen und Hochschulen sei zwar seit Jahren von großer Zufriedenheit geprägt, allerdings sei es sein persönliches Ziel, noch direktere Bezüge zwischen den eher wissenschaftlichen Modulen der Hochschule und den praktischen Einsatzmöglichkeiten herzustellen, so Boos. Auch gäbe es noch weiteres Potential nach oben: Insbesondere im Bereich der MINT-Fächer gibt es heute eine größere Nachfrage der Unternehmen als interessierte Studierende.

Gut aufgestellt

Die Hochschule Hof hat ihr duales Angebot in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut – so wird beispielsweise auch der allererste angebotene Studiengang am neuen Lucas-Cranach-Campus in Kronach dual studierbar sein. Mit dem Studiengang „Innovative Gesundheitsversorgung“ geht hier im Wintersemester 2021/22 ein deutschlandweit einmaliges Angebot an den Start: Es ist interdisziplinär zwischen den Schnittstellen von Gesundheitsversorgung, Informatik und Ingenieurwissenschaften angesiedelt und bildet innovative Brückenbauer zwischen digitaler Technologie und Sozialberufen aus. Die dualen Angebote sind also sehr vielfältig: 

„Beim Verbundstudium liegen wir in Bayern in der Spitzengruppe. Für uns ist eindeutig: Wer die Anforderungen der Unternehmen und die Ausbildungswünsche der Studierenden am besten zusammenführt, wird auch im Wettbewerb der Hochschulen bestehen. Dieser Herausforderung stellen wir uns als Hochschule Hof im Bereich der dualen Studiengänge gerne“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann.

Mehr Informationen zum Dualen Studium an der Hochschule Hof sowie zu den Zugangsvoraussetzungen für Partnerunternehmen unter:
https://www.hof-university.de/studieninteressierte/duales-studienangebot.html

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Die Hochschule Hof bietet aktuell mehr als 40 verschiedene Studiengänge: von Design und Informatik, über Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, bis hin zu Innovativen und Interdisziplinären Wissenschaften.

Informieren Sie sich hier über unser Studienangebot an den Standorten #Hof#Kronach und #Münchberg sowie am Lernort #Selb

Bewerben Sie sich hier online für einen Studienplatz! Die Bewerbungsfristen finden Sie in der Tabelle. 


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Auf dem Weg zur Textilindustrie 4.0 – eine Branche stellt sich neu auf!

Wie viele Industriezweige, so wird auch die Textilindustrie mit zahlreichen Veränderungen durch die Digitalisierung konfrontiert und muss dementsprechend reagieren und sich neu aufstellen. Vor allem in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen und wie diese zukünftig produziert und umgesetzt werden, steht die Branche mitten im Umbruch. Das Institut für Materialwissenschaften der Hochschule Hof (ifm) greift dieses Thema im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Technologietransfer – Die Zukunft: Textilindustrie 4.0“ auf. Am 20. Juli 2021 steht bei der ersten Veranstaltung dazu die Frage des Energiemanagements im Mittelpunkt.


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Auf dem Weg zur Textilindustrie 4.0 – eine Branche stellt sich neu auf!
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Im Rahmen der Technologiekolloquien der neuen Veranstaltungsreihe geht es um einen gemeinsamen Kompetenzaufbau in den für die Textilindustrie relevanten Themen. Hierbei richten sich die Kolloquien hauptsächlich an die regionale, aber auch überregionale Textilindustrie, sowohl an Klein- und Mittelstandsbetriebe als auch an Konzerne. Neben den gemeinsamen Kompetenzaufbau soll auch das „Get-Together“ und das Netzwerken den Teilnehmern ermöglichen neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen und im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu pflegen.

Den Auftakt macht dabei GastrednerChristian Wiedemann. Als Leiter des Produktmanagements der KBR Kompensationsanlagenbau GmbH aus Nürnberg beleuchtet er, wie ein nachhaltiges und effektives Energiemanagement im produzierenden Gewerbe aussehen kann und welche Rolle dabei digitale Techniken spielen.

Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Claus-Ekkehard Koukal und Dr. Eva Max vom Institut für Materialwissenschaften geleitet. Los geht es – zunächst noch online – am 20.07.21 um 16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings sollten sich Interessierte unter www.hof-university.de/efre für die Teilnahme möglichst bald registrieren, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Veranstaltung wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Weitere Veranstaltungen sollen im Herbst dieses Jahres stattfinden.

Bild: Textiltechnikum Münchberg

Energie- und CO2-Einsparungen durch Eisbatterien – betrieben mit Sonnenenergie

Die Speicherung von Energie ist eine der Schlüsselfragen für eine nachhaltige Energieversorgung in der Zukunft. Weltweit beschäftigen sich deshalb aktuell wohl tausende Forscherinnen und Forscher mit dieser Fragestellung. Auch am Campus Münchberg der Hochschule Hof läuft dazu derzeit ein spannendes Projekt. Hier werden neuartige Eisbatterien für Kühlanwendungen erforscht, die dazu beitragen können, nachhaltig Energie und CO2 zu reduzieren. Sie werden aus überschüssiger Sonnenenergie gespeist.


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Energie- und CO2-Einsparungen durch Eisbatterien – betrieben mit Sonnenenergie
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Wir haben dazu mit Tushar Sharma, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof (iwe) und mit Richard Genes, Geschäftsführer des Kooperationspartner Genes Kältetechnik GmbH aus Hof gesprochen.

-Herr Sharma, bitte eine kurze Erklärung: Was genau ist ein Eisspeicher und was möchten Sie mit Ihrer Forschung herausfinden und erreichen?

Die Technologie selbst ist schon seit Jahrzehnten auf dem Markt und es wurde viel Forschung auf grundlegender Ebene betrieben. Das heißt, der Prozess der Eisherstellung im Tank durch Wärmetauscher ist bis ins Detail bekannt. Was aber neu ist: Mit dem Konzept einer Eisbatterie wollen wir eine erschwingliche und energieeffiziente Alternative zu den bereits vorhandenen, elektrochemischen Batterien vermarkten, die bislang zur Speicherung überschüssiger Solar-PV-Energie verwendet werden. Das ist für die Betriebe natürlich ein interessanter Ansatz zur Vermeidung von Energiekosten und zur Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz.

Meine Forschung konzentriert sich auf die Maximierung des Eigenverbrauchs von solarer PV-Energie zur Erzeugung von Eis in der Eisbatterie. Das bedeutet: Das Steuerungssystem wird dabei so optimiert, dass die Auslastung der Eisbatterie maximiert wird, um den Kühlbedarf der betrachteten Industrie zu decken. Bis jetzt haben wir die Regelungsstrategie auf 3 verschiedene Fälle angewendet, darunter eine Bäckerei und zwei Brauereien. Das System wurde in der Simulationssoftware TRNSYS modelliert und die Ergebnisse zeigten signifikante Energie- und CO2-Einsparungen.

-Wie muss man sich das technisch vorstellen – in Münchberg steht immerhin ein recht umfangreicher Laborprüfstand?

Eine Eisbatterie ist im Grunde nur ein Wasserspeicher, in den Wärmetauscher eingetaucht sind, die durch Entzug der latenten Wärmeenergie des Wassers Eis bilden können. In unserem Labor auf dem Campus Münchberg haben wir Erfahrung mit verschiedenen Arten von Wärmetauschern, die sich in ihrer Erscheinungsform unterscheiden. Es gibt sternförmig, spiralförmig, schlangenförmig, Flachplatten und neuerdings auch als Kapillarmatten. Wir haben auch ein detailliertes Software-Modell für Flachplatten- und Kapillarmatten-Wärmeübertrager auf Basis der Eisbatterie geschrieben.

Wir sind in der Lage dynamische Systemsimulationen durchzuführen und die Simulationsergebnisse mit den im Laborprüfstand durchgeführten Experimenten zu vergleichen. Durch dynamische Systemsimulationen, die in TRNSYS durchgeführt wurden, wurde festgestellt, dass die Kapillarmatten-Eisbatterie eine bessere Leistung in Bezug auf die Entwicklung des Eismassenanteils sowie die Menge der ausgetauschten latenten Wärme an einem idealen Betriebstag aufweist. Wir haben das Flachplattenmodell mit den Experimenten validiert und führen derzeit Experimente mit den Kapillarmattenwärmetauschern durch.

Im Moment können wir den gesamten Prüfstand über eine Fernsteuerung mit dem LabView-Programm bedienen. Durch dieses LabView-Programm sind wir in der Lage, verschiedene Sensoren und Ventile zu überwachen, zu messen und zu steuern. So können wir auch für jeden beliebigen Betrieb ein Kühllastprofil simulieren. Damit haben wir die Möglichkeit, verschiedene Kühllastprofile, verschiedene Solar-PV-Daten basierend auf verschiedenen Wetterdaten zu testen und die Regelstrategie basierend auf verschiedenen Situationen anzupassen.

-Herr Genes, Sie sind von Anfang des Projektes mit Ihrem Unternehmen mit an Bord. Was hat Sie dazu bewogen und was versprechen Sie sich konkret von dem Projekt?

Mich hat die Idee beeindruckt, Sonnenenergie, die bislang überflüssig produziert wird, doch noch einer Nutzung zuzuführen. Mit dieser Energie wird Kälte für einen Eisspeicher produziert und gespeichert. Das hat große Vorteile, denn besonders in der produzierenden Wirtschaft wird immer mehr Kälte benötigt. Ich denke, wenn man das Projekt richtig weiterverfolgt, wird es viele Interessenten an der Technik geben. Die Einsparungen sind überzeugend.

-Forschung ist auch immer das Prinzip Try & Error: Welche Art von Versuchen werden aktuell durchgeführt?

Im Moment laufen zwei Projekte mit dem Thema Eisspeicher: Das erste Projekt wird am Eisspeicherprüfstand im Energielabor durchgeführt. Auf diesem Prüfstand testen wir zwei verschiedene Typen von Eisbatterien, die auf Flachplatten- und Kapillarmatten-Wärmetauschern basieren. Durch die LabView-Software haben wir die Möglichkeit, eine Hardware-in-Loop-Simulation zu realisieren, in der wir verschiedene Kühllastprofile simulieren und verschiedene Regelstrategien testen können. Das geschieht, indem wir den Durchfluss des Kühlmittels durch Ventile steuern.

Das zweite Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit dem Schweizer SPF Institut für Solartechnik in der OST Universität, Rapperswill in der Schweiz. In diesem Projekt validieren wir das TRNSYS-Modell mit den Experimenten für einen Eisspeicher der Firma VIESSMANN (Isocal), der außerhalb des Energielabors im Boden vergraben ist. Für eine neue Reihe von Experimenten für dieses Projekt haben wir neue Bodentemperatur- und Eisanteilsensoren installiert, um genauere Ergebnisse zu erhalten. Diese sollen uns helfen, die Dynamik der Wärmeübertragung zwischen dem Erdreich, das den Eisspeichertank umgibt, und dem Wasser/Eis im Tank zu verstehen. Sobald die Vereisungs- und Schmelzeigenschaften des Isocal-Modells mit dem TRNSYS-Modell validiert sind, wird die vollständige Systemvalidierung eingeleitet.

-Gibt es schon erste Ergebnisse, von denen Sie berichten können?

Ja, wir haben im letzten Jahr Experimente mit einer Eisbatterie auf Basis eines Plattenwärmetauschers durchgeführt. Die Ergebnisse wurden auch im Tagungsband der RETCON 2021 veröffentlicht. Aus Sicht der Simulation müssen noch einige Modelle verbessert werden, um die Abweichungen zwischen den experimentellen und den Simulationsergebnissen zu verringern.

Auch im zweiten Projekt haben wir bereits einige gute Ergebnisse aus den Anfang des Jahres durchgeführten Vereisungs- und Schmelzversuchen vorliegen. Derzeit werden weitere Experimente durchgeführt, um noch mehr über die Vereisungseigenschaften und den Wärmeübertragungsprozess zwischen dem Bodenmodell und dem Eisspeichermodell zu erfahren. Wir hoffen, bald einige zufriedenstellende Ergebnisse zu haben, damit wir diese in renommierten Fachzeitschriften veröffentlichen können. 

-Wo könnten denn mittel- und langfristig die Einsatzmöglichkeiten der Technik liegen, wenn man an den Alltag der Menschen denkt, Herr Genes?

Der Einsatz der Technik wird sicherlich immer im produzierenden Gewerbe liegen. Im Privatsektor könnte es mittel- und langfristig auch eine Einbindung in die Hausversorgung geben, z. B. für die Klimatisierung von Wohnräumen.

-Wichtig für die Umsetzbarkeit von Forschung ist auch immer die Kosten-/Nutzen-Relation. Wie sieht es in diesem Bereich aus? Kann die Technik in absehbarer Zeit massentauglich werden?

Sowohl die wirtschaftliche als auch die energetische Leistungsfähigkeit der Technologie wurde durch verschiedene Fallstudien in der Simulationssoftware Polysun und TRNSYS theoretisch ermittelt. Vor kurzem wurde auch eine Fallstudie zur Energie- und Kosteneinsparungsanalyse für die Traditionsbrauerei „Meinel Bräu“ in Hof durchgeführt. Durch die durchgeführten Simulationsergebnisse wurde die Amortisationszeit der Anlage auf etwa 5 Jahre geschätzt. Nach dieser Amortisationszeit können jährlich signifikante fünfstellige Beträge an Energiekosten eingespart werden.

-Wie geht es nun weiter und wann soll das Projekt abgeschlossen werden?

Im Moment planen wir ein Fortsetzungsprojekt mit einer Firma, die eine physikalische Steuerung entwickeln und unser Konzept umsetzen kann. Wir möchten, dass es schon in absehbarer Zukunft bei einem Industriepartner in Echtzeit eingesetzt werden kann. Sobald der Projektvorschlag ausgearbeitet ist, werden wir eine Projektförderung im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) beantragen.

Danke für das Gespräch.

Agrarfolien, Verpackungsfolien oder Müllbeutel – Hochschule Hof macht Holzreststoff nutzbar

Biogene Reststoffe für Wirtschaft und Industrie verwertbar zu machen - das ist das vorrangige Forschungsziel des Instituts für angewandte Biopolymerforschung (ibp) an der Hochschule Hof. Nun könnte den Forscherinnen und Forschern ein interessanter Durchbruch gelungen sein. Mit Hilfe von Elektronenbestrahlung konnten sie bisher weitestgehend ungenutzte Reststoffe aus der Papierindustrie so behandeln, dass diese als Biokunststoffe zur Weiterverarbeitung eingesetzt werden können. Die so gewonnenen Werkstoffe sind weiterhin vollständig biologisch abbaubar und könnten schon heute für allerlei Produkte verwendet werden – gäbe es da nicht noch ein ungelöstes Problem.


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Agrarfolien, Verpackungsfolien oder Müllbeutel – Hochschule Hof macht Holzreststoff nutzbar
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Kübra Aslan (M. Eng.) arbeitet als Teamleiterin für die Verarbeitung von Biokunststoffen am Institut für angewandte Biopolymerforschung (ibp) der Hochschule Hof. Dort betreut sie das Forschungsprojekt LigNutz, welches bereits den Namen des Stoffes beinhaltet, um den sich derzeit die Ambitionen der Jungforscherin drehen: Lignin. Das Biopolymer kommt in der Natur unter anderem in Bäumen vor, wo es für die Verholzung der Zellen und die Zugfestigkeit des Holzes verantwortlich ist.

Reststoff bei der Papierproduktion

Bei der Produktion von Papier wird Lignin als Reststoff allerdings ausgeschieden, da es andernfalls zum Vergilben der Papierblätter führen würde: „Das so gewonnene Kraftlignin macht 85 Prozent der weltweiten Ligninproduktion aus. Es wird derzeit aber nur zu etwa 5 Prozent genutzt, zum Beispiel als Beimischung in Zement, Tiernahrung oder in den ligninhaltigen ARBOFORM® Granulaten der Firma Tecnaro, welche zu spritzgegossenen Bauteilen weiterverarbeitet werden können. 95 Prozent dagegen dienen allenfalls zur Energiegewinnung. „Das möchten wir ändern“, erklärt Kübra Aslan. Das Problem dabei ist: Kraftlignin war als natürliches Biopolymer bislang für die Industrie schlicht nicht verwendbar, da es sich im Urzustand nicht schmelzen und damit auch nicht formen bzw. verarbeiten lässt.

Bestrahlung verändert die Struktur

Die Anregung, genau dieses Problem in den Fokus zu rücken, wurde schließlich vom Unternehmen Tecnaro GmbH, einem langjährigen Forschungspartner der Hochschule Hof, an die Forscherin und den Institutsleiter Herrn Prof. Dr. Michael Nase herangetragen, wo man es sofort aufgriff. „Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, die Struktur von Lignin so zu verändern, dass man es formen und verarbeiten kann. Eine chemische Behandlung kam dabei für uns natürlich nicht in Frage, da unser Endprodukt immer biologisch abbaubar bleiben soll. Darum haben wir uns für das Experimentieren mit einer Elektronenbestrahlung entschieden“, so Kübra Aslan. Zusammen mit ihrem Team absolvierte sie etliche Testreihen, um das gewünschte Ziel zu erreichen.

Neuer Stoff voll zu verarbeiten

Die Funktionsweise der Elektronenbestrahlung erklärt die Forscherin so: „Bei einem externen Partner unseres Instituts wurde die Oberfläche des Kraftlignins mit Elektronen in unterschiedlicher Stärke bestrahlt. In der Folge bilden sich an dieser Oberfläche freie Radikale, welche sich bei der Compoundierung mit einem anderen Biokunststoff verbinden und die chemische Struktur in der gewünschten Form verändern.“ Durch dieses Ergebnis wurde es den Forschenden nun auch möglich einen thermisch stabilen Lignincompound, also eine neue Verbindung des Biokunststoffes zu entwickeln. Diese hat die gewünschten Eigenschaften: „Der neue Biokunststoff auf der Basis von Kraftlignin kann nun durch eine formgebende Düse gepresst und somit gestaltet werden. Das entsprechende Verfahren nennt sich Extrusion. Auf diese Art und Weise können wir bei uns am Institut zum Beispiel Schlauchfolien herstellen“, so Kübra Aslan. Nach der Extrusion verfügen die Produkte zudem über sehr gute mechanische Eigenschaften wie hohe Zugfestigkeit und/oder hohe Bruchdehnung, was die Einsatzmöglichkeiten des Produktes erweitert.

Offene Fragen

Allerdings, so räumen auch die Forscherinnen und Forscher der Hochschule Hof ein, sind damit noch nicht alle Probleme bei der Nutzbarmachung des Reststoffes Lignin beseitigt: „Lignin hat - auch in der bearbeiteten Form - einen leichten Geruch nach Verbranntem an sich. Das heißt natürlich, dass es derzeit noch nicht für alle Produkte geeignet ist, insbesondere nicht für solche, die nah am Menschen sind. Hier hat die Forschung also noch einen Weg vor sich“, so Prof. Dr. Michael Nase, Leiter des ibp.

Das Projekt „LigNutz“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert.

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann weitere sechs Jahre an der Spitze der Hochschule Hof

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann hat gestern in München aus den Händen von Wissenschaftsminister Bernd Sibler die Ernennungsurkunde für seine vierte Amtszeit an der Spitze der Hochschule Hof erhalten. Minister Sibler betonte: „Sie sind ein absoluter Profi in Sachen Hochschulleitung! Was Sie in den vergangenen 18 Jahren für die Hochschule Hof geleistet haben, ist mehr als beeindruckend. Mit Weitblick und einem ausgeprägten Gespür für die Herausforderungen, Entwicklungen und Themen der Zukunft haben Sie Hof zu einem Hochschulstandort ausgebaut, der über die Region hinausstrahlt. Ihre Expertise und Erfahrung bringen Sie seit Jahren ein, um die bayerische Hochschullandschaft weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr, dass wir diese vertrauensvolle Zusammenarbeit nun weitere sechs Jahre fortsetzen werden.“

 

 


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Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann weitere sechs Jahre an der Spitze der Hochschule Hof
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Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann erklärte: „Es mir gleichermaßen eine große Freude und Ehre, die Hochschule Hof weitere sechs Jahre begleiten zu dürfen. Die zuletzt positive Entwicklung unserer Region ist stark mit dem Erfolg unserer Bildungseinrichtung verbunden und diesen Weg möchten wir in Forschung und Lehre fortsetzen. Dabei stehen naturgemäß Themen wie die Digitalisierung und Interdisziplinarität, aber auch Nachhaltigkeit und Ökologie ganz oben auf der Agenda. Wir sind eine international ausgerichtete Green Tech-Hochschule, deren Profil es weiter zu schärfen gilt. Ich werde hierfür gerne meinen Beitrag leisten.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann trat erstmals im Jahr 2002 als Präsident der Hochschule Hof an. In den zurückliegenden drei Amtsperioden hat er „Green Tech“ als Schwerpunktprofil der Hochschule weiter geprägt. Den Prozess der Digitalisierung trieb Lehmann sowohl in der Lehre als auch in der Verwaltung frühzeitig – lange vor der COVID-19-Pandemie – voran. Unter seiner Präsidentschaft wurde die Hochschule Hof als erste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayern systemakkreditiert. Für die und in der Region ist er ein starker und verlässlicher Ansprechpartner. Für die Entwicklung des neuen, geplanten Hochschulinnovationsgesetzes hat er maßgebliche Impulse gesetzt.

Bild: Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst)

Barrierefreiheit im Internet - Katharina Müggenburg mit Digitalpreis ausgezeichnet

Der Bayerische Digitalpreis „B.Digital“ stand in diesem Jahr unter dem Motto „digitale Teilhabe“. Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach hat nun sechs Projekte in zwei Kategorien mit dem Preis ausgezeichnet. Einen hervorragenden dritten Platz erzielte dabei Katharina Müggenburg, eine Absolventin des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Hochschule Hof. Ihre Bachelorarbeit „Design ist barrierefrei“ überzeugte Fachjury und Internetnutzer.

 

 


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Barrierefreiheit im Internet - Katharina Müggenburg mit Digitalpreis ausgezeichnet
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Die Grundidee der Arbeit der jungen Kulmbacherin basiert auf Studien, die feststellten, dass es auf über 98 Prozent der eine Million beliebtesten Webseiten im Jahr 2020 noch immer messbare Hindernisse für Menschen mit Behinderungen gab. „Diese lagen zum Teil auch in sehr einfachen Fehlerquellen wie zum Beispiel in ungenügenden Kontrastverhältnissen, die das Lesen erschweren. Ebenso scheint die Wichtigkeit von Barrierefreiheit im Internet generell vielen noch nicht ausreichend bekannt“, so Katharina Müggenburg. Aus diesem Anlass habe sie im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Hochschule Hof Inhalte auf einer Beispielwebsite visuell aufbereitet und in einem neuen Kontext zusammengebracht. Die Website stützt sich dabei auf eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG). „Mit meiner Arbeit wollte ich zeigen, dass barrierefreies Handeln im Internet auch für Anfänger möglich ist“, so die Preisträgerin.

Prominent besetzte Fachjury

Die Kür der Siegerprojekte erfolgte je zur Hälfte über ein Internet-Voting und eine Juryentscheidung. Neben Digitalministerin Judith Gerlach zählten auch der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Holger Kiesel, Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch, die Geschäftsführerin der Initiative D21 e.V. Lena-Sophie Müller, der CEO des Zollhof – Tech Incubators Benjamin Bauer sowie der Unternehmer und Mitbegründer der Bits & Pretzels Andreas Bruckschloegl zu den Mitgliedern der Jury.

Präsentation der Siegerprojekte

Alle Gewinner können ihre Projekte auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales sowie auf der Webseite Bayerischen Digitalpreises B.DIGITAL (https://www.bdigital.bayern.de) vorstellen und erhalten jeweils einen Hard- und Software-Gutschein. Die Erstplatzierten dürfen zudem ihre Projekte auf dem Bayerischen Digitalgipfel CODE Bavaria vor einem breiten Publikum präsentieren.

Zum Projekt von Katharina Müggenburg:
https://barrierefreiheit-im-web.webflow.io/
https://www.youtube.com/watch?v=AESqTEgoRK0

Die Projektvorstellung:          

https://youtu.be/P9tYfuKBcIA?t=4378

Die Preisverleihung:

https://youtu.be/P9tYfuKBcIA?t=4669

 

Stipendien zur Förderung der digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung

Das Bayerische Staatsministerium für Digitales schreibt in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof [Bereich Beruf-plus-Studium] 15 Stipendien für den Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung im Wintersemester 2021/22 aus. Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist jetzt angelaufen. Die Stipendien werden für das gesamte Studium des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung gewährt, maximal jedoch 8 Semester. Die Gesamthöhe der Förderung beträgt 50 % der Studiengebühren.
 


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Stipendien zur Förderung der digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung
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Die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, bezeichnete bei der Eröffnungsveranstaltung im März das neue Kompetenzzentrum Digitale Verwaltung als wichtige Säule des Digitalcampus Bayern. Es sei wichtig, dass „jemand da ist, der den digitalen Wandel organisatorisch und rechtlich vorantreibt, jemand mit smarten Methoden, mit sozialen Kompetenzen, um die MitarbeiterInnen im Digitalen Transformationsprozess in der Verwaltung mitzunehmen.“ Genau hier setzt der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung an für den das Bayerische Staatsministerium für Digitales 15 Teilstipendien im Wintersemester 2021/22 auslobt.

Zukunftsweisendes Lehrkonzept im digitalen Zwilling einer Behörde

Neben Forschung und Praxis stellt die Lehre eine wichtige Säule im Dreiklang des Kompetenzzentrums Digitale Verwaltung dar. In der Lehre werden in interdisziplinären Teams realitätsnähe Lösungen erarbeitet, die dann zügig in die Praxis umgesetzt werden können – entsprechend dem ganzheitlichen Managementmodell für die öffentliche Verwaltung, das bereits heute Leitfaden des Studiengangs Digitale Verwaltung der Hochschule Hof ist. Mit der zukünftigen Durchführung der Lehre im digitalen Zwilling einer Behörde kann eine größere Praxisnähe für die Studierenden geschaffen und die Lehre anwendungsorientiert gestaltet werden. Ein wichtiger Baustein des berufsbegleitenden Ansatzes ist dabei das digitale Lehrkonzept. Dies stellt die Vereinbarkeit von Beruf und Studium sicher und gewährleistet dennoch einen persönlichen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden.

Antragsstellung ist ab sofort möglich

Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist jetzt angelaufen. Die Stipendien werden für das gesamte Studium des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung gewährt, maximal jedoch 8 Semester. Die Gesamthöhe der Förderung beträgt 50 % der Studiengebühren.

Weitere Informationen

Welche Auswahlkriterien es für die Vergabe der Stipendien gibt, wie das Auswahlverfahren abläuft und wie Sie sich bewerben können, ist hier nachzulesen:https://www.kompetenzzentrum-digitale-verwaltung.de/stipendien.html

Alle Details zum berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung sind hier abrufbar: www.bachelor-digitale-verwaltung.de

Sommersemester 2021: Neue Hygieneregelungen an der Hochschule Hof

Liebe Hochschulangehörige,

das Sommersemester 2021 läuft weitgehend im Onlinebetrieb. Auch wenn sich die Lage mittlerweile deutlich entspannt hat, müssen wir weiterhin Vorsicht üben und vor allem nach wie vor auf ausreichenden Abstand achten. Praktische Arbeiten in den Laboren werden in Präsenz ermöglicht. Zum Schutz aller Teilnehmer:innen stellen wir zu diesem Zweck Schnelltests zur Verfügung. Alles Wichtige dazu sowie das aktuelle Hygienekonzept, das ab 10. Juni 2021 gilt,  finden Sie bei den Infos zum Sommersemester 2021. Und checken Sie bitte regelmäßig Ihre Mails, um über neue Entwicklungen während des Semesters informiert zu bleiben. Dort erhalten Sie zeitnah weitere Hygienekonzepte, die speziell für Laborübungen und Prüfungen gelten. 

Bitte beachten Sie, dass in allen Gängen und Foyers – auch an den Einzelarbeitsplätzen dort – sowie in den Toilettenräumen und auf den mit Schild und farbiger Linie gekennzeichneten Flächen im Außenbereich Maskenpflicht am Campus gilt. Einen Lageplan mit den gekennzeichneten Außenflächen finden Sie hier.


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Sommersemester 2021: Neue Hygieneregelungen an der Hochschule Hof
Das duale Studium - ein Gewinn für Studierende, Wirtschaft und Region

Bundesweit studieren über 100.000 junge Menschen in rund 1600 unterschiedlichen Studiengängen dual – das heißt, sie absolvieren während des Studiums an einer Hochschule oder Universität zusätzlich auch fest integrierte Praxiseinsätze in Unternehmen. Beide Zahlen steigen weiter kontinuierlich. Auch an der Hochschule Hof ist das duale Studium gut 15 Jahre nach seiner Einführung mittlerweile ein echtes Erfolgsmodell. Insgesamt 1061 duale Studierende verzeichnete die Hochschule für angewandte Wissenschaften seit Einführung des dualen Studiums im Jahre 2005. Das macht sich auch für die Region bezahlt: Viele Absolventinnen und Absolventen bleiben dem Hofer Land durch die frühe Vernetzung mit Betrieben auch nach dem Studium erhalten.

 


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Das duale Studium - ein Gewinn für Studierende, Wirtschaft und Region
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Die Anfänge des dualen Studiums liegen bereits in den frühen 70er Jahren, doch erst 2005 wurde es in Bayern flächendeckend eingeführt. Seit dieser Zeit ist auch Franz-Xaver Boos, Professor für Betriebswirtschaft, an der Hochschule Hof für die Koordination der dualen Studiengänge zuständig - ein Feld mit wachsender Bedeutung: Mit insgesamt 350 dual Studierenden in 15 Studiengängen verzeichnet die Hochschule Hof im Sommersemester 2021 eine bayernweit eine sehr gute Position. Besonders beliebt sind dabei Studiengänge rund um die Kernthemen Wirtschaft, Informatik und Ingenieurswesen. Duale Studenten werden in der Region unter anderem von den Unternehmen Lamilux, REHAU (beide Rehau), der Baur-Gruppe (Altenkunstadt) oder Heinz-Glas (Kleintettau) beschäftigt.

Boos‘ Aufgabe ist es, die oft anspruchsvolle Synchronisation der dualen Ausbildung zwischen Hochschule, beteiligten Berufsschulen und den oft sehr unterschiedlichen Praxispartnern vorzunehmen und dies immer wieder an verändernde Rahmenbedingungen anzupassen.

Mehrwert für die Unternehmen

Auch die anfangs oft eher vorsichtigen Unternehmen vom Mehrwert des dualen Studiums zu überzeugen, gelingt dabei in den letzten Jahren – und in Zusammenarbeit mit den Berufskammern -  immer besser. Schließlich sprächen sich positive Erfahrungen schnell herum und die Vorteile dualer Studien seien offensichtlich:

„Die passenden Talente zu finden und sie dauerhaft zu binden, ist eine Kernaufgabe für jedes Unternehmen. Der Erfolg dabei entscheidet ganz maßgeblich später über den Erfolg am Markt. Durch die Kombination der praktischen Ausbildung in einem Betrieb mit fundierten wissenschaftlichen Kenntnissen erwerben Studierende eine stark gefragte Qualifikation. Und auch die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand: Guter Nachwuchs wird direkt an das Unternehmen gebunden und bereits während des Studiums mit den betrieblichen Arbeitsabläufen vertraut gemacht“, so Prof. Dr. Franz-Xaver Boos. Duale Studiengänge seien daher für Unternehmen ein wichtiges Instrument der frühzeitigen Fachkräftesicherung – gerade auch für kleine und mittelständische Betriebe.

Mehr junge Menschen bleiben

Dies habe nebenbei auch für die lange Jahre stark vom demographischen Wandel gebeutelte Region einen positiven Nebeneffekt: „Dadurch, dass unsere dual Studierenden bereits während des Studiums feste Kontakte zu Unternehmen knüpfen, ist nach dem Studium die Frage nach dem Arbeitsplatz oft schnell beantwortet. Insgesamt hat die duale Ausbildung nach unseren Erfahrungen dazu geführt, dass wesentlich mehr unserer Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium auch in der Region bleiben und hier später eine Familie gründen“, so Prof. Dr. Boos.

Mehr Praxisbezug in der Lehre

Doch auch die Hochschule selbst profitiert durch die intensive Kooperation mit den Partnerunternehmen: „Auf diese Art werden insbesondere die Praxisbezüge in der Lehre deutlich gestärkt. Immer wieder kommt es vor, dass unsere Studierenden ganz praktische betriebliche Fragestellungen in die Vorlesungen mitbringen, die dann vor Ort behandelt werden“, erläutert Prof. Dr. Boos. Die grundsätzliche Abstimmung zwischen Unternehmen und Hochschulen sei zwar seit Jahren von großer Zufriedenheit geprägt, allerdings sei es sein persönliches Ziel, noch direktere Bezüge zwischen den eher wissenschaftlichen Modulen der Hochschule und den praktischen Einsatzmöglichkeiten herzustellen, so Boos. Auch gäbe es noch weiteres Potential nach oben: Insbesondere im Bereich der MINT-Fächer gibt es heute eine größere Nachfrage der Unternehmen als interessierte Studierende.

Gut aufgestellt

Die Hochschule Hof hat ihr duales Angebot in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut – so wird beispielsweise auch der allererste angebotene Studiengang am neuen Lucas-Cranach-Campus in Kronach dual studierbar sein. Mit dem Studiengang „Innovative Gesundheitsversorgung“ geht hier im Wintersemester 2021/22 ein deutschlandweit einmaliges Angebot an den Start: Es ist interdisziplinär zwischen den Schnittstellen von Gesundheitsversorgung, Informatik und Ingenieurwissenschaften angesiedelt und bildet innovative Brückenbauer zwischen digitaler Technologie und Sozialberufen aus. Die dualen Angebote sind also sehr vielfältig: 

„Beim Verbundstudium liegen wir in Bayern in der Spitzengruppe. Für uns ist eindeutig: Wer die Anforderungen der Unternehmen und die Ausbildungswünsche der Studierenden am besten zusammenführt, wird auch im Wettbewerb der Hochschulen bestehen. Dieser Herausforderung stellen wir uns als Hochschule Hof im Bereich der dualen Studiengänge gerne“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann.

Mehr Informationen zum Dualen Studium an der Hochschule Hof sowie zu den Zugangsvoraussetzungen für Partnerunternehmen unter:
https://www.hof-university.de/studieninteressierte/duales-studienangebot.html

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Die Hochschule Hof bietet aktuell mehr als 40 verschiedene Studiengänge: von Design und Informatik, über Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, bis hin zu Innovativen und Interdisziplinären Wissenschaften.

Informieren Sie sich hier über unser Studienangebot an den Standorten #Hof#Kronach und #Münchberg sowie am Lernort #Selb

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