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Stipendien zur Förderung der digitalen Transformation in der öffentlichen VerwaltungStipendien zur Förderung der digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung

Das Bayerische Staatsministerium für Digitales schreibt in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof [Bereich Beruf-plus-Studium] 15 Stipendien für den Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung im Wintersemester 2021/22 aus. Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist jetzt angelaufen. Die Stipendien werden für das gesamte Studium des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung gewährt, maximal jedoch 8 Semester. Die Gesamthöhe der Förderung beträgt 50 % der Studiengebühren.
 


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Beschreibung

Die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, bezeichnete bei der Eröffnungsveranstaltung im März das neue Kompetenzzentrum Digitale Verwaltung als wichtige Säule des Digitalcampus Bayern. Es sei wichtig, dass „jemand da ist, der den digitalen Wandel organisatorisch und rechtlich vorantreibt, jemand mit smarten Methoden, mit sozialen Kompetenzen, um die MitarbeiterInnen im Digitalen Transformationsprozess in der Verwaltung mitzunehmen.“ Genau hier setzt der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung an für den das Bayerische Staatsministerium für Digitales 15 Teilstipendien im Wintersemester 2021/22 auslobt.

Zukunftsweisendes Lehrkonzept im digitalen Zwilling einer Behörde

Neben Forschung und Praxis stellt die Lehre eine wichtige Säule im Dreiklang des Kompetenzzentrums Digitale Verwaltung dar. In der Lehre werden in interdisziplinären Teams realitätsnähe Lösungen erarbeitet, die dann zügig in die Praxis umgesetzt werden können – entsprechend dem ganzheitlichen Managementmodell für die öffentliche Verwaltung, das bereits heute Leitfaden des Studiengangs Digitale Verwaltung der Hochschule Hof ist. Mit der zukünftigen Durchführung der Lehre im digitalen Zwilling einer Behörde kann eine größere Praxisnähe für die Studierenden geschaffen und die Lehre anwendungsorientiert gestaltet werden. Ein wichtiger Baustein des berufsbegleitenden Ansatzes ist dabei das digitale Lehrkonzept. Dies stellt die Vereinbarkeit von Beruf und Studium sicher und gewährleistet dennoch einen persönlichen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden.

Antragsstellung ist ab sofort möglich

Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist jetzt angelaufen. Die Stipendien werden für das gesamte Studium des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung gewährt, maximal jedoch 8 Semester. Die Gesamthöhe der Förderung beträgt 50 % der Studiengebühren.

Weitere Informationen

Welche Auswahlkriterien es für die Vergabe der Stipendien gibt, wie das Auswahlverfahren abläuft und wie Sie sich bewerben können, ist hier nachzulesen:https://www.kompetenzzentrum-digitale-verwaltung.de/stipendien.html

Alle Details zum berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung sind hier abrufbar: www.bachelor-digitale-verwaltung.de

Sommersemester 2021: Neue Hygieneregelungen an der Hochschule HofSommersemester 2021: Neue Hygieneregelungen an der Hochschule Hof

Liebe Hochschulangehörige,

das Sommersemester 2021 läuft weitgehend im Onlinebetrieb. Auch wenn sich die Lage mittlerweile deutlich entspannt hat, müssen wir weiterhin Vorsicht üben und vor allem nach wie vor auf ausreichenden Abstand achten. Praktische Arbeiten in den Laboren werden in Präsenz ermöglicht. Zum Schutz aller Teilnehmer:innen stellen wir zu diesem Zweck Schnelltests zur Verfügung. Alles Wichtige dazu sowie das aktuelle Hygienekonzept, das ab 10. Juni 2021 gilt,  finden Sie bei den Infos zum Sommersemester 2021. Und checken Sie bitte regelmäßig Ihre Mails, um über neue Entwicklungen während des Semesters informiert zu bleiben. Dort erhalten Sie zeitnah weitere Hygienekonzepte, die speziell für Laborübungen und Prüfungen gelten. 

Bitte beachten Sie, dass in allen Gängen und Foyers – auch an den Einzelarbeitsplätzen dort – sowie in den Toilettenräumen und auf den mit Schild und farbiger Linie gekennzeichneten Flächen im Außenbereich Maskenpflicht am Campus gilt. Einen Lageplan mit den gekennzeichneten Außenflächen finden Sie hier.


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Das duale Studium - ein Gewinn für Studierende, Wirtschaft und RegionDas duale Studium - ein Gewinn für Studierende, Wirtschaft und Region

Bundesweit studieren über 100.000 junge Menschen in rund 1600 unterschiedlichen Studiengängen dual – das heißt, sie absolvieren während des Studiums an einer Hochschule oder Universität zusätzlich auch fest integrierte Praxiseinsätze in Unternehmen. Beide Zahlen steigen weiter kontinuierlich. Auch an der Hochschule Hof ist das duale Studium gut 15 Jahre nach seiner Einführung mittlerweile ein echtes Erfolgsmodell. Insgesamt 1061 duale Studierende verzeichnete die Hochschule für angewandte Wissenschaften seit Einführung des dualen Studiums im Jahre 2005. Das macht sich auch für die Region bezahlt: Viele Absolventinnen und Absolventen bleiben dem Hofer Land durch die frühe Vernetzung mit Betrieben auch nach dem Studium erhalten.

 


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Die Anfänge des dualen Studiums liegen bereits in den frühen 70er Jahren, doch erst 2005 wurde es in Bayern flächendeckend eingeführt. Seit dieser Zeit ist auch Franz-Xaver Boos, Professor für Betriebswirtschaft, an der Hochschule Hof für die Koordination der dualen Studiengänge zuständig - ein Feld mit wachsender Bedeutung: Mit insgesamt 350 dual Studierenden in 15 Studiengängen verzeichnet die Hochschule Hof im Sommersemester 2021 eine bayernweit eine sehr gute Position. Besonders beliebt sind dabei Studiengänge rund um die Kernthemen Wirtschaft, Informatik und Ingenieurswesen. Duale Studenten werden in der Region unter anderem von den Unternehmen Lamilux, REHAU (beide Rehau), der Baur-Gruppe (Altenkunstadt) oder Heinz-Glas (Kleintettau) beschäftigt.

Boos‘ Aufgabe ist es, die oft anspruchsvolle Synchronisation der dualen Ausbildung zwischen Hochschule, beteiligten Berufsschulen und den oft sehr unterschiedlichen Praxispartnern vorzunehmen und dies immer wieder an verändernde Rahmenbedingungen anzupassen.

Mehrwert für die Unternehmen

Auch die anfangs oft eher vorsichtigen Unternehmen vom Mehrwert des dualen Studiums zu überzeugen, gelingt dabei in den letzten Jahren – und in Zusammenarbeit mit den Berufskammern -  immer besser. Schließlich sprächen sich positive Erfahrungen schnell herum und die Vorteile dualer Studien seien offensichtlich:

„Die passenden Talente zu finden und sie dauerhaft zu binden, ist eine Kernaufgabe für jedes Unternehmen. Der Erfolg dabei entscheidet ganz maßgeblich später über den Erfolg am Markt. Durch die Kombination der praktischen Ausbildung in einem Betrieb mit fundierten wissenschaftlichen Kenntnissen erwerben Studierende eine stark gefragte Qualifikation. Und auch die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand: Guter Nachwuchs wird direkt an das Unternehmen gebunden und bereits während des Studiums mit den betrieblichen Arbeitsabläufen vertraut gemacht“, so Prof. Dr. Franz-Xaver Boos. Duale Studiengänge seien daher für Unternehmen ein wichtiges Instrument der frühzeitigen Fachkräftesicherung – gerade auch für kleine und mittelständische Betriebe.

Mehr junge Menschen bleiben

Dies habe nebenbei auch für die lange Jahre stark vom demographischen Wandel gebeutelte Region einen positiven Nebeneffekt: „Dadurch, dass unsere dual Studierenden bereits während des Studiums feste Kontakte zu Unternehmen knüpfen, ist nach dem Studium die Frage nach dem Arbeitsplatz oft schnell beantwortet. Insgesamt hat die duale Ausbildung nach unseren Erfahrungen dazu geführt, dass wesentlich mehr unserer Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium auch in der Region bleiben und hier später eine Familie gründen“, so Prof. Dr. Boos.

Mehr Praxisbezug in der Lehre

Doch auch die Hochschule selbst profitiert durch die intensive Kooperation mit den Partnerunternehmen: „Auf diese Art werden insbesondere die Praxisbezüge in der Lehre deutlich gestärkt. Immer wieder kommt es vor, dass unsere Studierenden ganz praktische betriebliche Fragestellungen in die Vorlesungen mitbringen, die dann vor Ort behandelt werden“, erläutert Prof. Dr. Boos. Die grundsätzliche Abstimmung zwischen Unternehmen und Hochschulen sei zwar seit Jahren von großer Zufriedenheit geprägt, allerdings sei es sein persönliches Ziel, noch direktere Bezüge zwischen den eher wissenschaftlichen Modulen der Hochschule und den praktischen Einsatzmöglichkeiten herzustellen, so Boos. Auch gäbe es noch weiteres Potential nach oben: Insbesondere im Bereich der MINT-Fächer gibt es heute eine größere Nachfrage der Unternehmen als interessierte Studierende.

Gut aufgestellt

Die Hochschule Hof hat ihr duales Angebot in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut – so wird beispielsweise auch der allererste angebotene Studiengang am neuen Lucas-Cranach-Campus in Kronach dual studierbar sein. Mit dem Studiengang „Innovative Gesundheitsversorgung“ geht hier im Wintersemester 2021/22 ein deutschlandweit einmaliges Angebot an den Start: Es ist interdisziplinär zwischen den Schnittstellen von Gesundheitsversorgung, Informatik und Ingenieurwissenschaften angesiedelt und bildet innovative Brückenbauer zwischen digitaler Technologie und Sozialberufen aus. Die dualen Angebote sind also sehr vielfältig: 

„Beim Verbundstudium liegen wir in Bayern in der Spitzengruppe. Für uns ist eindeutig: Wer die Anforderungen der Unternehmen und die Ausbildungswünsche der Studierenden am besten zusammenführt, wird auch im Wettbewerb der Hochschulen bestehen. Dieser Herausforderung stellen wir uns als Hochschule Hof im Bereich der dualen Studiengänge gerne“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann.

Mehr Informationen zum Dualen Studium an der Hochschule Hof sowie zu den Zugangsvoraussetzungen für Partnerunternehmen unter:
https://www.hof-university.de/studieninteressierte/duales-studienangebot.html

Absolvent der Hochschule Hof erhält Auszeichnung des IT-Clusters OberfrankenAbsolvent der Hochschule Hof erhält Auszeichnung des IT-Clusters Oberfranken

Johannes Kade von der Hochschule Hof sowie Andreas Erhard und Carlo Stingl von der Universität Bamberg erhalten den Absolventenpreis des IT-Clusters Oberfranken. Für ihre Arbeiten erhielten sie jeweils 2.000 Euro Preisgeld. Am Standort Oberfranken gibt es jährlich viele hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Um dieses Potenzial der Region aufzuzeigen, prämiert der IT-Cluster Oberfranken seit 2011 praxisrelevante Abschlussarbeiten aus diesem Bereich. Das Finale und die Preisverleihung des „ITCO Absolventenpreises 2020“ fand in diesem Jahr erneut online statt.


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Da der Gewinner Johannes Kade von der Hochschule Hof aufgrund von Krankheit seine Arbeit nicht persönlich präsentieren konnte, entschied sich die Jury, das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro zu gleichen Teilen auszuschütten. „Damit wollten wir auch den besonders erschwerten Bedingungen ein Stück weit gerecht werden“, sagte der Sprecher der Jury und stellvertretender Vorsitzender des IT-Clusters Thomas Feike. „Alle drei Themen waren auf hohem Niveau und die Entscheidung denkbar knapp.“

Mit Blockchain-Technologie knapp die Nase vorn

„Signierung von Dokumenten auf Basis der Blockchain-Technologie“: Mit diesem Thema hatte sich Johannes Kade von der Hochschule Hof in seiner Abschlussarbeit befasst. Die dahinterstehende Blockchain-Technologie erlaubt es, Informationen fälschungssicher zu übermitteln. Möglich macht dies eine dezentrale von vielen Teilnehmenden gemeinsam genutzte Datenbank. Auf diese Weise lassen sich Kopien ausschließen. „Das Thema war sehr interessant und für die praktische Anwendung perspektivisch, dies gab letztlich den Ausschlag für den ersten Platz“, so Thomas Feike.

Mit dem Thema Container aktuellen Trend der IT beleuchtet

Die Abschlussarbeit von Andreas Erhard beschäftigt sich mit einem der großen Trends in der IT: Container. Unter dem Titel „Entwicklung und Risikobetreuung einer hybriden Containerarchitektur“ entstand die von Professor Udo Krieger am Lehrstuhl für Informatik betreute Masterarbeit in Kooperation mit der Firma Brose Fahrzeugteile. Es ging dabei um die praktische Einführung von Containern im Unternehmen. Hierfür hatte Erhard unter anderem einen 14-Punkte-Plan entwickelt. Container sollen Anwendungen beschleunigen und vereinfachen. Aktuell müssen viele Unternehmen jedoch noch die Voraussetzungen schaffen, um mit Containern arbeiten zu können. Auch mit den nötigen Voraussetzungen für die Arbeit mit dieser Technologie beschäftigte sich deshalb die Abschlussarbeit.

Intelligente Wasserhähne sollen Handhygiene verbessern und Leben retten

Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 bis 20.000 Menschen an Krankenhauskeimen. Mit einer Erfindung, die das Hygieneverhalten verbessern und Menschenleben retten können, beschäftigt sich die Abschlussarbeit von Carlo Stingl. Er forschte über den energieautarken, intelligenten Wasserhahn. Einem Wasserhahn, der zur Messung und Verbesserung des Handhygieneverhaltens beiträgt. Mit einer Spülung der Leitung verhindert er außerdem die Bildung von Legionellen. Aktuell sind die Wasserhähne, von denen die Masterarbeit in Zusammenarbeit mit der Firmen Oras Group und Hans Armaturen GmbH handelt, bereits in 80 Pilotprojekten in ganz Deutschland im Einsatz. Unter anderem in der Berliner Charité‘, dem Fraport und einem Bamberger Kindergarten. Betreut wurde die Masterarbeit von Professor Thorsten Staake von der Fakultät für Wirtschaftsinformatik.

Weitere Informationen gibt es unter: www.it-cluster-oberfranken.de

Bild: Johannes Kade, Preisträger

Kooperation: Hofer Bier soll ökologischer werdenKooperation: Hofer Bier soll ökologischer werden

Die Hofer Meinel-Bräu ist nicht nur die letzte verbliebene Familienbrauerei der Saalestadt mit einst so schillernder Brautradition - die am Fuße des Theresiensteins gelegene Braustätte blickt mittlerweile auch auf eine fast drei Jahrhunderte lange Geschichte zurück. Nun geht das Familienunternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft. Zusammen mit der Hochschule Hof will man die eigenen Produktionsprozesse effizienter und ressourcenschonender gestalten. Das Hofer Bier soll damit schon bald auf noch umweltfreundlicherem Weg gebraut werden als bisher.


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Dr. Andy Gradel und Christoph Hofmann sind Wissenschaftler am Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof (iwe). Zusammen mit Prof. Dr. Tobias Plessing, dem wissenschaftlichen Leiter des Institutes, setzen sie derzeit ein Vorhaben des EFRE-Projektes „Grüne Technologiewerkstatt Hof“ an einer Stätte um, die Bierkenner und Freunde der „Genussregion Oberfranken“ aus gutem Grund als „besonders“ bezeichnen würden: „Es ist für uns eine wunderbare Aufgabe eines der bekanntesten Familienunternehmen unserer Region auf dem Weg hin zu einer ressourcenschonenderen Produktion begleiten zu dürfen“, so Dr. Andy Gradel.

Analyse und Dokumentation

Die Arbeit der Wissenschaftler besteht derzeit daraus, die Energieströme der ehrwürdigen Traditionsbrauerei genau unter die Lupe zu nehmen und jedes mögliche Einsparpotenzial zu ermitteln. „Wir gehen dabei in jedes auch noch so kleine Detail“, so Christoph Hofmann. Zusammen mit Brauereimitarbeitern um die beiden Braumeisterinnen Monika und Gisela Hansen wurden alle Energieverbrauchsstellen innerhalb des Produktionskreislaufes ermittelt und Verbrauchsprofile, Durchflüsse und Temperaturen umfangreich dokumentiert. Mindestens einmal im Monat ist man vor Ort, um noch fehlende Daten zu erheben oder zu überprüfen.

Digitaler Brauerei-Zwilling

„Dann beginnt die eigentliche Arbeit“, so Prof. Tobias Plessing. „Am Rechner nutzen wir alle gewonnenen Daten, um einen digitalen Zwilling der Brauerei zu erstellen. Dort lassen sich dann - zum Beispiel über die Veränderung variabler Faktoren - auch Einsparpotenziale berechnen. Dies kann die Brauerei natürlich nutzen, um Energie zu sparen.“ Doch es geht bei dem Projekt beileibe nicht nur um blankes Stromsparen: „Am Ende des Prozesses werden wir Vorschläge machen, wie man innovative Ansätze zur Energiegewinnung und ‑nutzung in die bestehende Anlage integrieren kann, um so die Ökobilanz weiter zu verbessern“, erläutert Dr. Andy Gradel.

Energieeffizienz und CO2-Einsparung

Für die Familienbrauerei Meinel selbst ist die Arbeit der Wissenschaftler mehr als nützlich: „Gerade für uns als Mittelständler im Wettbewerb mit Großbrauereien spielen Energieeffizienz und Energiekosten eine immer größer werdende Rolle. Wir sind darum sehr glücklich, dass wir mit den Forschern der Hochschule Hof so kompetente Partner gefunden haben, um unsere Produktion zu optimieren und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun zu können“, so Braumeisterin Monika Hansen. Auch Lebensgefährte, Diplom-Braumeister und Wirtschaftsingenieur Karl-Ludwig Rieck stimmt zu: „Für uns ist die Zusammenarbeit mehr als positiv: Wir gewinnen eine größere Transparenz über unsere Energieflüsse und erhalten zudem ein Konzept zur Einsparung von CO2 für ein ökologischeres Produkt.“

Gleichbleibende Qualität und Geschmack

Zustande gekommen war der Kontakt zwischen Brauerei und Forschern der Hochschule Hof übrigens auf einem der vielen Brauereifeste, die vor der Pandemie dort stattfanden: „Ich war häufiger mit meiner Band dort als Musiker zu Gast und irgendwann kommt man eben ins Gespräch. So entstand die Idee, die Brauerei energetisch zu optimieren“, erzählt Christoph Hofmann. In einem, so Dr. Andy Gradel, war man sich allerdings von Anfang an einig: „Keine der anstehenden Veränderungen darf Einfluss auf die Qualität oder den Geschmack des Hofer Bieres haben.“

Das Projekt „Grüne Technologiewerkstatt Hof“ läuft noch bis Ende des Jahres und wird vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

 

Hochschule Hof: Innovationstreiber für eine nachhaltige RegionHochschule Hof: Innovationstreiber für eine nachhaltige Region

Die Hochschule Hof verzeichnet aktuell nicht nur eine Rekordzahl an Studierenden, sondern gleichzeitig auch den höchsten Stand an Forschungsprojekten in ihrer Geschichte. Nicht wenige der derzeitigen Projekte und Entwicklungen sind dabei direkt oder indirekt mit dem Hofer Land und den angrenzenden Regionen verwoben: Viele Forschungsergebnisse vom Campus in Hof werden bereits heute in Unternehmen vor Ort umgesetzt oder stehen absehbar vor ihrer praktischen Anwendung.  Die Hochschule Hof ist damit ein gutes Vierteljahrhundert nach ihrer Gründung einer der großen Innovationstreiber der Region – insbesondere auf dem Feld ökologisch-nachhaltiger Entwicklungen.
 


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Die Erwartungen der Regionen an „ihre“ Hochschulen als Innovationstreiber sind hoch: Wie die Hochschule Hof diesen gerecht wird, zeigt sich oft im Zusammenspiel der Netzwerke vor Ort und vor allem auch durch die Qualität der Forschung. Deckt diese die Themen der Unternehmen vor Ort ab? Und ist die Hochschule in der Lage, ihre Studierenden entsprechend auszubilden?

In der Hofer Region scheint dies stimmig zu sein. „Unsere berufsnahe Lehre geschieht mit hoher Qualität. Unsere Hochschule verzeichnet darüber hinaus zuletzt auch einen bemerkenswerten Zuwachs an eigenen Forschungsthemen und Innovationen. Diese stärken nicht nur die Attraktivität der Hochschule selbst, sondern sie kommen oft zuallererst unserer Region zugute. Vieles davon betrifft Wachstumsbranchen, die einen ökologischen Ansatz verfolgen“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann.

Moderne Mobilität

Ein gutes und teilweise bereits sichtbares Beispiel ist die Frage der zukünftigen Mobilität. Die Hochschule Hof koordinierte das vom Bundesverkehrsministerium geförderten Forschungsprojekt „MobiDig“. Dort analysierten Forscherinnen und Forscher von 2017 bis 2020 zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Verwaltung die Mobilitätsbedarfe der Modellregion Hochfranken. Das Resultat sind belastungsfähige Prognosen zu künftigen Verkehrsströmen und es konnten Vorschläge für die bestmögliche Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsangebote erarbeiten werden – vom Bus bis zum Carsharing. Auf der Basis dieser Ergebnisse soll die Bevölkerung mittelfristig unabhängiger werden und auch jenseits des Individualverkehrs mehr Bewegungsfreiheit gewinnen.

Hofer Landbus und autonom fahrende Busse

Eine Maßnahme ist der Ausbau der bedarfsgesteuerten Mobilität, zum Beispiel in Form des bereits fahrenden Hofer Landbusses. Die Hochschule Hof ist außerdem Forschungspartner der „Shuttle-Modellregion Oberfranken SMO“, die im Rahmen von Projekten in Kronach, Rehau und Hof autonom fahrende Busse weiterentwickelt. Die futuristisch aussehenden und mit geringer Geschwindigkeit verkehrenden Kleinbusse ohne Fahrer sorgen immer wieder für viel Interesse bei Passanten. Mit ihrem selbstlernenden System werden die Busse mit jedem Tag ihrer Einsätze in den Innenstädten besser und sollen in Zukunft zu einem leistungsfähigen Transportsystem beitragen.

Eine weitere Forschungsgruppe des Instituts für Informationssysteme (iisys) nimmt das Nutzerverhalten Autofahrern unter die Lupe. Zum Teil für regionale Wirtschaftspartner wurden Fahrtests mit autonomen Einparkassistenten in modernen KFZ durchgeführt. Mit Videoaufzeichnungen sowie quantitativen und qualitativen Befragungen wurden umfangreiche Daten erhoben und ausgewertet. Diese Forschung soll die Fahrsicherheit und die Bedienfreundlichkeit zukünftiger Steuerungssysteme verbessern helfen.

Regionaler Wasserstoff aus Biomasse

Innovationen für die Energiewende entstehen am Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof (iwe): Mit Forschungspartnern wurde ein neuartiges Verfahren entwickelt, um aus Biomasse hochwertigen Wasserstoff herzustellen. In der Folge der Entwicklung kam es bereits zu einer Unternehmensgründung, die laut Geschäftsführer Dr. Andy Gradel auf reges Interesse seitens der Wirtschaft stößt. Neben dem Vertrieb schlüsselfertiger Anlagen zur Dampfreformierung von Biogas möchte die junge Firma BtX energy GmbH für die Region Hof ein Gesamtkonzept zur regionalen Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff erstellen – ein wegweisendes Unterfangen.

Umweltfreundliche Kunststoffprodukte mit Bioabfällen

Gibt es im Supermarkt bald Verpackungen mit Bioabfällen aus lokaler Herkunft oder Landwirtschaftsfolien mit altem Kaffeesatz? Gut möglich! Am Institut für angewandte Biopolymerforschung der Hochschule Hof (ibp) erforscht eine Nachwuchsforschergruppe den Einfluss natürlicher Strahlung sowie den Einsatz von biogenen Reststoffen auf die Eigenschaften und die Struktur von Biokunststoffen. Damit könnten diese Biokunststoffe in Zukunft für eine nachhaltige Produktwirtschaft im Sinne der Bioökonomie interessant werden. Unter anderem sollen dabei Bioabfälle aus der Lebensmittelindustrie und Forstwirtschaft in die Biokunststoffmischungen eingesetzt und so einer natürlichen Wiederverwendung zugeführt werden.

Abbaubare Folien für die Landwirtschaft

Eine Machbarkeitsstudie desselben Hochschulinstituts soll währenddessen die Grundlage für biologisch abbaubare Folien in der Landwirtschaft legen. Die zunehmen eingesetzten, sogenannten Silagefolien werden bislang konventionell produziert und basieren in der Regel auf Erdöl. Im Boden hinterlassen sie nachweisbares Mikroplastik, außerdem sind die gängigen Folien reine Einwegartikel. Ziel der Forscherinnen und Forscher ist es, dass die Folien zukünftig zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. So soll ein Produkt entstehen, das kompostierbar oder recyclebar ist und damit perfekt in den landwirtschaftlichen Produktionskreislauf integriert werden kann.

Innovative Textilproduktion

Doch auch die traditionelle Industrie der Region profitiert von der Hochschule Hof. Am Institut für Materialwissenschaften (ifm) am Campus Münchberg läuft das EFRE-Projekt (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) „Textilindustrie 4.0“. Es beschäftigt sich mit dem Technologietransfer vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen der Region. Vermittelt werden modernste und nachhaltige Verfahren zur Textilproduktion. Beteiligen können sich alle Unternehmen der regionalen Textilbranche, die nicht mehr als 250 Mitarbeiter haben und deren Umsatz 50 Mio. EUR nicht übersteigt. 

Austausch zwischen europäischen Regionen

Um Know-How-Transfer geht es auch im Interreg-Projekt “Digital Regions”, das am Institut für Informationssysteme (iisys) umgesetzt wird. Es will einen Beitrag leisten für einen besseren europaweiten Erfahrungs- und Informationsaustausch über Strategien und Methoden im Bereich der Digitalisierung und der Industrie 4.0. Die Potenziale bestehender europäischer, nationaler und regionaler Fördermöglichkeiten sollen dazu besser genutzt werden. Dabei schauen sich die acht Partnerregionen gegenseitig über die Schulter und lernen anhand sog. „Best Practices“ voneinander. Lokale Unternehmen müssen damit nicht immer das Rad neu erfinden, sondern profitieren von vorhandenem Wissen, auf das sie aufbauen können.

Anerkennung aus der Politik

Der Beitrag der Hochschule Hof zur Entwicklung der Region findet auch in der Politik Anklang: „Die Ausrichtung der Hochschule Hof als Green Tech University wird immer wieder mit Leben gefüllt. Nachhaltigkeit und die ökologische Zukunftsfähigkeit stehen bei einer Vielzahl von Forschungsprojekten im Mittelpunkt. Dass dieses Wissen auch vor Ort eingesetzt wird, ist ein großer Gewinn für das Hofer Land“, so Landrat Dr. Oliver Bär. Dem schließt sich auch Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla an: „Die Hochschule Hof ist einer der großen Standortfaktoren für unsere Stadt. Sie leistet weit mehr als Wissensvermittlung – sie schafft neues Wissen, verwertbare Erkenntnisse und befördert Innovationen. So freut mich beispielsweise ihre Beteiligung am Shuttle Modell Projekt Oberfranken. Hier werden Forschung und Fortschritt direkt in der Hofer City erlebbar.“

Jetzt online für das Wintersemester 2021 bewerben!Jetzt online für das Wintersemester 2021 bewerben!

Die Hochschule Hof bietet aktuell mehr als 40 verschiedene Studiengänge: von Design und Informatik, über Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, bis hin zu Innovativen und Interdisziplinären Wissenschaften.

Informieren Sie sich hier über unser Studienangebot an den Standorten #Hof#Kronach und #Münchberg sowie am Lernort #Selb

Bewerben Sie sich hier online für einen Studienplatz! Die Bewerbungsfristen finden Sie in der Tabelle. 


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Stipendien zur Förderung der digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung

Das Bayerische Staatsministerium für Digitales schreibt in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof [Bereich Beruf-plus-Studium] 15 Stipendien für den Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung im Wintersemester 2021/22 aus. Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist jetzt angelaufen. Die Stipendien werden für das gesamte Studium des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung gewährt, maximal jedoch 8 Semester. Die Gesamthöhe der Förderung beträgt 50 % der Studiengebühren.
 


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Stipendien zur Förderung der digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung
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Die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, bezeichnete bei der Eröffnungsveranstaltung im März das neue Kompetenzzentrum Digitale Verwaltung als wichtige Säule des Digitalcampus Bayern. Es sei wichtig, dass „jemand da ist, der den digitalen Wandel organisatorisch und rechtlich vorantreibt, jemand mit smarten Methoden, mit sozialen Kompetenzen, um die MitarbeiterInnen im Digitalen Transformationsprozess in der Verwaltung mitzunehmen.“ Genau hier setzt der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung an für den das Bayerische Staatsministerium für Digitales 15 Teilstipendien im Wintersemester 2021/22 auslobt.

Zukunftsweisendes Lehrkonzept im digitalen Zwilling einer Behörde

Neben Forschung und Praxis stellt die Lehre eine wichtige Säule im Dreiklang des Kompetenzzentrums Digitale Verwaltung dar. In der Lehre werden in interdisziplinären Teams realitätsnähe Lösungen erarbeitet, die dann zügig in die Praxis umgesetzt werden können – entsprechend dem ganzheitlichen Managementmodell für die öffentliche Verwaltung, das bereits heute Leitfaden des Studiengangs Digitale Verwaltung der Hochschule Hof ist. Mit der zukünftigen Durchführung der Lehre im digitalen Zwilling einer Behörde kann eine größere Praxisnähe für die Studierenden geschaffen und die Lehre anwendungsorientiert gestaltet werden. Ein wichtiger Baustein des berufsbegleitenden Ansatzes ist dabei das digitale Lehrkonzept. Dies stellt die Vereinbarkeit von Beruf und Studium sicher und gewährleistet dennoch einen persönlichen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden.

Antragsstellung ist ab sofort möglich

Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist jetzt angelaufen. Die Stipendien werden für das gesamte Studium des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung gewährt, maximal jedoch 8 Semester. Die Gesamthöhe der Förderung beträgt 50 % der Studiengebühren.

Weitere Informationen

Welche Auswahlkriterien es für die Vergabe der Stipendien gibt, wie das Auswahlverfahren abläuft und wie Sie sich bewerben können, ist hier nachzulesen:https://www.kompetenzzentrum-digitale-verwaltung.de/stipendien.html

Alle Details zum berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung sind hier abrufbar: www.bachelor-digitale-verwaltung.de

Sommersemester 2021: Neue Hygieneregelungen an der Hochschule Hof

Liebe Hochschulangehörige,

das Sommersemester 2021 läuft weitgehend im Onlinebetrieb. Auch wenn sich die Lage mittlerweile deutlich entspannt hat, müssen wir weiterhin Vorsicht üben und vor allem nach wie vor auf ausreichenden Abstand achten. Praktische Arbeiten in den Laboren werden in Präsenz ermöglicht. Zum Schutz aller Teilnehmer:innen stellen wir zu diesem Zweck Schnelltests zur Verfügung. Alles Wichtige dazu sowie das aktuelle Hygienekonzept, das ab 10. Juni 2021 gilt,  finden Sie bei den Infos zum Sommersemester 2021. Und checken Sie bitte regelmäßig Ihre Mails, um über neue Entwicklungen während des Semesters informiert zu bleiben. Dort erhalten Sie zeitnah weitere Hygienekonzepte, die speziell für Laborübungen und Prüfungen gelten. 

Bitte beachten Sie, dass in allen Gängen und Foyers – auch an den Einzelarbeitsplätzen dort – sowie in den Toilettenräumen und auf den mit Schild und farbiger Linie gekennzeichneten Flächen im Außenbereich Maskenpflicht am Campus gilt. Einen Lageplan mit den gekennzeichneten Außenflächen finden Sie hier.


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Sommersemester 2021: Neue Hygieneregelungen an der Hochschule Hof
Das duale Studium - ein Gewinn für Studierende, Wirtschaft und Region

Bundesweit studieren über 100.000 junge Menschen in rund 1600 unterschiedlichen Studiengängen dual – das heißt, sie absolvieren während des Studiums an einer Hochschule oder Universität zusätzlich auch fest integrierte Praxiseinsätze in Unternehmen. Beide Zahlen steigen weiter kontinuierlich. Auch an der Hochschule Hof ist das duale Studium gut 15 Jahre nach seiner Einführung mittlerweile ein echtes Erfolgsmodell. Insgesamt 1061 duale Studierende verzeichnete die Hochschule für angewandte Wissenschaften seit Einführung des dualen Studiums im Jahre 2005. Das macht sich auch für die Region bezahlt: Viele Absolventinnen und Absolventen bleiben dem Hofer Land durch die frühe Vernetzung mit Betrieben auch nach dem Studium erhalten.

 


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Das duale Studium - ein Gewinn für Studierende, Wirtschaft und Region
Beschreibung

Die Anfänge des dualen Studiums liegen bereits in den frühen 70er Jahren, doch erst 2005 wurde es in Bayern flächendeckend eingeführt. Seit dieser Zeit ist auch Franz-Xaver Boos, Professor für Betriebswirtschaft, an der Hochschule Hof für die Koordination der dualen Studiengänge zuständig - ein Feld mit wachsender Bedeutung: Mit insgesamt 350 dual Studierenden in 15 Studiengängen verzeichnet die Hochschule Hof im Sommersemester 2021 eine bayernweit eine sehr gute Position. Besonders beliebt sind dabei Studiengänge rund um die Kernthemen Wirtschaft, Informatik und Ingenieurswesen. Duale Studenten werden in der Region unter anderem von den Unternehmen Lamilux, REHAU (beide Rehau), der Baur-Gruppe (Altenkunstadt) oder Heinz-Glas (Kleintettau) beschäftigt.

Boos‘ Aufgabe ist es, die oft anspruchsvolle Synchronisation der dualen Ausbildung zwischen Hochschule, beteiligten Berufsschulen und den oft sehr unterschiedlichen Praxispartnern vorzunehmen und dies immer wieder an verändernde Rahmenbedingungen anzupassen.

Mehrwert für die Unternehmen

Auch die anfangs oft eher vorsichtigen Unternehmen vom Mehrwert des dualen Studiums zu überzeugen, gelingt dabei in den letzten Jahren – und in Zusammenarbeit mit den Berufskammern -  immer besser. Schließlich sprächen sich positive Erfahrungen schnell herum und die Vorteile dualer Studien seien offensichtlich:

„Die passenden Talente zu finden und sie dauerhaft zu binden, ist eine Kernaufgabe für jedes Unternehmen. Der Erfolg dabei entscheidet ganz maßgeblich später über den Erfolg am Markt. Durch die Kombination der praktischen Ausbildung in einem Betrieb mit fundierten wissenschaftlichen Kenntnissen erwerben Studierende eine stark gefragte Qualifikation. Und auch die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand: Guter Nachwuchs wird direkt an das Unternehmen gebunden und bereits während des Studiums mit den betrieblichen Arbeitsabläufen vertraut gemacht“, so Prof. Dr. Franz-Xaver Boos. Duale Studiengänge seien daher für Unternehmen ein wichtiges Instrument der frühzeitigen Fachkräftesicherung – gerade auch für kleine und mittelständische Betriebe.

Mehr junge Menschen bleiben

Dies habe nebenbei auch für die lange Jahre stark vom demographischen Wandel gebeutelte Region einen positiven Nebeneffekt: „Dadurch, dass unsere dual Studierenden bereits während des Studiums feste Kontakte zu Unternehmen knüpfen, ist nach dem Studium die Frage nach dem Arbeitsplatz oft schnell beantwortet. Insgesamt hat die duale Ausbildung nach unseren Erfahrungen dazu geführt, dass wesentlich mehr unserer Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium auch in der Region bleiben und hier später eine Familie gründen“, so Prof. Dr. Boos.

Mehr Praxisbezug in der Lehre

Doch auch die Hochschule selbst profitiert durch die intensive Kooperation mit den Partnerunternehmen: „Auf diese Art werden insbesondere die Praxisbezüge in der Lehre deutlich gestärkt. Immer wieder kommt es vor, dass unsere Studierenden ganz praktische betriebliche Fragestellungen in die Vorlesungen mitbringen, die dann vor Ort behandelt werden“, erläutert Prof. Dr. Boos. Die grundsätzliche Abstimmung zwischen Unternehmen und Hochschulen sei zwar seit Jahren von großer Zufriedenheit geprägt, allerdings sei es sein persönliches Ziel, noch direktere Bezüge zwischen den eher wissenschaftlichen Modulen der Hochschule und den praktischen Einsatzmöglichkeiten herzustellen, so Boos. Auch gäbe es noch weiteres Potential nach oben: Insbesondere im Bereich der MINT-Fächer gibt es heute eine größere Nachfrage der Unternehmen als interessierte Studierende.

Gut aufgestellt

Die Hochschule Hof hat ihr duales Angebot in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut – so wird beispielsweise auch der allererste angebotene Studiengang am neuen Lucas-Cranach-Campus in Kronach dual studierbar sein. Mit dem Studiengang „Innovative Gesundheitsversorgung“ geht hier im Wintersemester 2021/22 ein deutschlandweit einmaliges Angebot an den Start: Es ist interdisziplinär zwischen den Schnittstellen von Gesundheitsversorgung, Informatik und Ingenieurwissenschaften angesiedelt und bildet innovative Brückenbauer zwischen digitaler Technologie und Sozialberufen aus. Die dualen Angebote sind also sehr vielfältig: 

„Beim Verbundstudium liegen wir in Bayern in der Spitzengruppe. Für uns ist eindeutig: Wer die Anforderungen der Unternehmen und die Ausbildungswünsche der Studierenden am besten zusammenführt, wird auch im Wettbewerb der Hochschulen bestehen. Dieser Herausforderung stellen wir uns als Hochschule Hof im Bereich der dualen Studiengänge gerne“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann.

Mehr Informationen zum Dualen Studium an der Hochschule Hof sowie zu den Zugangsvoraussetzungen für Partnerunternehmen unter:
https://www.hof-university.de/studieninteressierte/duales-studienangebot.html

Absolvent der Hochschule Hof erhält Auszeichnung des IT-Clusters Oberfranken

Johannes Kade von der Hochschule Hof sowie Andreas Erhard und Carlo Stingl von der Universität Bamberg erhalten den Absolventenpreis des IT-Clusters Oberfranken. Für ihre Arbeiten erhielten sie jeweils 2.000 Euro Preisgeld. Am Standort Oberfranken gibt es jährlich viele hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Um dieses Potenzial der Region aufzuzeigen, prämiert der IT-Cluster Oberfranken seit 2011 praxisrelevante Abschlussarbeiten aus diesem Bereich. Das Finale und die Preisverleihung des „ITCO Absolventenpreises 2020“ fand in diesem Jahr erneut online statt.


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Absolvent der Hochschule Hof erhält Auszeichnung des IT-Clusters Oberfranken
Beschreibung

Da der Gewinner Johannes Kade von der Hochschule Hof aufgrund von Krankheit seine Arbeit nicht persönlich präsentieren konnte, entschied sich die Jury, das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro zu gleichen Teilen auszuschütten. „Damit wollten wir auch den besonders erschwerten Bedingungen ein Stück weit gerecht werden“, sagte der Sprecher der Jury und stellvertretender Vorsitzender des IT-Clusters Thomas Feike. „Alle drei Themen waren auf hohem Niveau und die Entscheidung denkbar knapp.“

Mit Blockchain-Technologie knapp die Nase vorn

„Signierung von Dokumenten auf Basis der Blockchain-Technologie“: Mit diesem Thema hatte sich Johannes Kade von der Hochschule Hof in seiner Abschlussarbeit befasst. Die dahinterstehende Blockchain-Technologie erlaubt es, Informationen fälschungssicher zu übermitteln. Möglich macht dies eine dezentrale von vielen Teilnehmenden gemeinsam genutzte Datenbank. Auf diese Weise lassen sich Kopien ausschließen. „Das Thema war sehr interessant und für die praktische Anwendung perspektivisch, dies gab letztlich den Ausschlag für den ersten Platz“, so Thomas Feike.

Mit dem Thema Container aktuellen Trend der IT beleuchtet

Die Abschlussarbeit von Andreas Erhard beschäftigt sich mit einem der großen Trends in der IT: Container. Unter dem Titel „Entwicklung und Risikobetreuung einer hybriden Containerarchitektur“ entstand die von Professor Udo Krieger am Lehrstuhl für Informatik betreute Masterarbeit in Kooperation mit der Firma Brose Fahrzeugteile. Es ging dabei um die praktische Einführung von Containern im Unternehmen. Hierfür hatte Erhard unter anderem einen 14-Punkte-Plan entwickelt. Container sollen Anwendungen beschleunigen und vereinfachen. Aktuell müssen viele Unternehmen jedoch noch die Voraussetzungen schaffen, um mit Containern arbeiten zu können. Auch mit den nötigen Voraussetzungen für die Arbeit mit dieser Technologie beschäftigte sich deshalb die Abschlussarbeit.

Intelligente Wasserhähne sollen Handhygiene verbessern und Leben retten

Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 bis 20.000 Menschen an Krankenhauskeimen. Mit einer Erfindung, die das Hygieneverhalten verbessern und Menschenleben retten können, beschäftigt sich die Abschlussarbeit von Carlo Stingl. Er forschte über den energieautarken, intelligenten Wasserhahn. Einem Wasserhahn, der zur Messung und Verbesserung des Handhygieneverhaltens beiträgt. Mit einer Spülung der Leitung verhindert er außerdem die Bildung von Legionellen. Aktuell sind die Wasserhähne, von denen die Masterarbeit in Zusammenarbeit mit der Firmen Oras Group und Hans Armaturen GmbH handelt, bereits in 80 Pilotprojekten in ganz Deutschland im Einsatz. Unter anderem in der Berliner Charité‘, dem Fraport und einem Bamberger Kindergarten. Betreut wurde die Masterarbeit von Professor Thorsten Staake von der Fakultät für Wirtschaftsinformatik.

Weitere Informationen gibt es unter: www.it-cluster-oberfranken.de

Bild: Johannes Kade, Preisträger

Kooperation: Hofer Bier soll ökologischer werden

Die Hofer Meinel-Bräu ist nicht nur die letzte verbliebene Familienbrauerei der Saalestadt mit einst so schillernder Brautradition - die am Fuße des Theresiensteins gelegene Braustätte blickt mittlerweile auch auf eine fast drei Jahrhunderte lange Geschichte zurück. Nun geht das Familienunternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft. Zusammen mit der Hochschule Hof will man die eigenen Produktionsprozesse effizienter und ressourcenschonender gestalten. Das Hofer Bier soll damit schon bald auf noch umweltfreundlicherem Weg gebraut werden als bisher.


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Kooperation: Hofer Bier soll ökologischer werden
Beschreibung

Dr. Andy Gradel und Christoph Hofmann sind Wissenschaftler am Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof (iwe). Zusammen mit Prof. Dr. Tobias Plessing, dem wissenschaftlichen Leiter des Institutes, setzen sie derzeit ein Vorhaben des EFRE-Projektes „Grüne Technologiewerkstatt Hof“ an einer Stätte um, die Bierkenner und Freunde der „Genussregion Oberfranken“ aus gutem Grund als „besonders“ bezeichnen würden: „Es ist für uns eine wunderbare Aufgabe eines der bekanntesten Familienunternehmen unserer Region auf dem Weg hin zu einer ressourcenschonenderen Produktion begleiten zu dürfen“, so Dr. Andy Gradel.

Analyse und Dokumentation

Die Arbeit der Wissenschaftler besteht derzeit daraus, die Energieströme der ehrwürdigen Traditionsbrauerei genau unter die Lupe zu nehmen und jedes mögliche Einsparpotenzial zu ermitteln. „Wir gehen dabei in jedes auch noch so kleine Detail“, so Christoph Hofmann. Zusammen mit Brauereimitarbeitern um die beiden Braumeisterinnen Monika und Gisela Hansen wurden alle Energieverbrauchsstellen innerhalb des Produktionskreislaufes ermittelt und Verbrauchsprofile, Durchflüsse und Temperaturen umfangreich dokumentiert. Mindestens einmal im Monat ist man vor Ort, um noch fehlende Daten zu erheben oder zu überprüfen.

Digitaler Brauerei-Zwilling

„Dann beginnt die eigentliche Arbeit“, so Prof. Tobias Plessing. „Am Rechner nutzen wir alle gewonnenen Daten, um einen digitalen Zwilling der Brauerei zu erstellen. Dort lassen sich dann - zum Beispiel über die Veränderung variabler Faktoren - auch Einsparpotenziale berechnen. Dies kann die Brauerei natürlich nutzen, um Energie zu sparen.“ Doch es geht bei dem Projekt beileibe nicht nur um blankes Stromsparen: „Am Ende des Prozesses werden wir Vorschläge machen, wie man innovative Ansätze zur Energiegewinnung und ‑nutzung in die bestehende Anlage integrieren kann, um so die Ökobilanz weiter zu verbessern“, erläutert Dr. Andy Gradel.

Energieeffizienz und CO2-Einsparung

Für die Familienbrauerei Meinel selbst ist die Arbeit der Wissenschaftler mehr als nützlich: „Gerade für uns als Mittelständler im Wettbewerb mit Großbrauereien spielen Energieeffizienz und Energiekosten eine immer größer werdende Rolle. Wir sind darum sehr glücklich, dass wir mit den Forschern der Hochschule Hof so kompetente Partner gefunden haben, um unsere Produktion zu optimieren und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun zu können“, so Braumeisterin Monika Hansen. Auch Lebensgefährte, Diplom-Braumeister und Wirtschaftsingenieur Karl-Ludwig Rieck stimmt zu: „Für uns ist die Zusammenarbeit mehr als positiv: Wir gewinnen eine größere Transparenz über unsere Energieflüsse und erhalten zudem ein Konzept zur Einsparung von CO2 für ein ökologischeres Produkt.“

Gleichbleibende Qualität und Geschmack

Zustande gekommen war der Kontakt zwischen Brauerei und Forschern der Hochschule Hof übrigens auf einem der vielen Brauereifeste, die vor der Pandemie dort stattfanden: „Ich war häufiger mit meiner Band dort als Musiker zu Gast und irgendwann kommt man eben ins Gespräch. So entstand die Idee, die Brauerei energetisch zu optimieren“, erzählt Christoph Hofmann. In einem, so Dr. Andy Gradel, war man sich allerdings von Anfang an einig: „Keine der anstehenden Veränderungen darf Einfluss auf die Qualität oder den Geschmack des Hofer Bieres haben.“

Das Projekt „Grüne Technologiewerkstatt Hof“ läuft noch bis Ende des Jahres und wird vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

 

Hochschule Hof: Innovationstreiber für eine nachhaltige Region

Die Hochschule Hof verzeichnet aktuell nicht nur eine Rekordzahl an Studierenden, sondern gleichzeitig auch den höchsten Stand an Forschungsprojekten in ihrer Geschichte. Nicht wenige der derzeitigen Projekte und Entwicklungen sind dabei direkt oder indirekt mit dem Hofer Land und den angrenzenden Regionen verwoben: Viele Forschungsergebnisse vom Campus in Hof werden bereits heute in Unternehmen vor Ort umgesetzt oder stehen absehbar vor ihrer praktischen Anwendung.  Die Hochschule Hof ist damit ein gutes Vierteljahrhundert nach ihrer Gründung einer der großen Innovationstreiber der Region – insbesondere auf dem Feld ökologisch-nachhaltiger Entwicklungen.
 


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Hochschule Hof: Innovationstreiber für eine nachhaltige Region
Beschreibung

Die Erwartungen der Regionen an „ihre“ Hochschulen als Innovationstreiber sind hoch: Wie die Hochschule Hof diesen gerecht wird, zeigt sich oft im Zusammenspiel der Netzwerke vor Ort und vor allem auch durch die Qualität der Forschung. Deckt diese die Themen der Unternehmen vor Ort ab? Und ist die Hochschule in der Lage, ihre Studierenden entsprechend auszubilden?

In der Hofer Region scheint dies stimmig zu sein. „Unsere berufsnahe Lehre geschieht mit hoher Qualität. Unsere Hochschule verzeichnet darüber hinaus zuletzt auch einen bemerkenswerten Zuwachs an eigenen Forschungsthemen und Innovationen. Diese stärken nicht nur die Attraktivität der Hochschule selbst, sondern sie kommen oft zuallererst unserer Region zugute. Vieles davon betrifft Wachstumsbranchen, die einen ökologischen Ansatz verfolgen“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann.

Moderne Mobilität

Ein gutes und teilweise bereits sichtbares Beispiel ist die Frage der zukünftigen Mobilität. Die Hochschule Hof koordinierte das vom Bundesverkehrsministerium geförderten Forschungsprojekt „MobiDig“. Dort analysierten Forscherinnen und Forscher von 2017 bis 2020 zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Verwaltung die Mobilitätsbedarfe der Modellregion Hochfranken. Das Resultat sind belastungsfähige Prognosen zu künftigen Verkehrsströmen und es konnten Vorschläge für die bestmögliche Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsangebote erarbeiten werden – vom Bus bis zum Carsharing. Auf der Basis dieser Ergebnisse soll die Bevölkerung mittelfristig unabhängiger werden und auch jenseits des Individualverkehrs mehr Bewegungsfreiheit gewinnen.

Hofer Landbus und autonom fahrende Busse

Eine Maßnahme ist der Ausbau der bedarfsgesteuerten Mobilität, zum Beispiel in Form des bereits fahrenden Hofer Landbusses. Die Hochschule Hof ist außerdem Forschungspartner der „Shuttle-Modellregion Oberfranken SMO“, die im Rahmen von Projekten in Kronach, Rehau und Hof autonom fahrende Busse weiterentwickelt. Die futuristisch aussehenden und mit geringer Geschwindigkeit verkehrenden Kleinbusse ohne Fahrer sorgen immer wieder für viel Interesse bei Passanten. Mit ihrem selbstlernenden System werden die Busse mit jedem Tag ihrer Einsätze in den Innenstädten besser und sollen in Zukunft zu einem leistungsfähigen Transportsystem beitragen.

Eine weitere Forschungsgruppe des Instituts für Informationssysteme (iisys) nimmt das Nutzerverhalten Autofahrern unter die Lupe. Zum Teil für regionale Wirtschaftspartner wurden Fahrtests mit autonomen Einparkassistenten in modernen KFZ durchgeführt. Mit Videoaufzeichnungen sowie quantitativen und qualitativen Befragungen wurden umfangreiche Daten erhoben und ausgewertet. Diese Forschung soll die Fahrsicherheit und die Bedienfreundlichkeit zukünftiger Steuerungssysteme verbessern helfen.

Regionaler Wasserstoff aus Biomasse

Innovationen für die Energiewende entstehen am Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof (iwe): Mit Forschungspartnern wurde ein neuartiges Verfahren entwickelt, um aus Biomasse hochwertigen Wasserstoff herzustellen. In der Folge der Entwicklung kam es bereits zu einer Unternehmensgründung, die laut Geschäftsführer Dr. Andy Gradel auf reges Interesse seitens der Wirtschaft stößt. Neben dem Vertrieb schlüsselfertiger Anlagen zur Dampfreformierung von Biogas möchte die junge Firma BtX energy GmbH für die Region Hof ein Gesamtkonzept zur regionalen Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff erstellen – ein wegweisendes Unterfangen.

Umweltfreundliche Kunststoffprodukte mit Bioabfällen

Gibt es im Supermarkt bald Verpackungen mit Bioabfällen aus lokaler Herkunft oder Landwirtschaftsfolien mit altem Kaffeesatz? Gut möglich! Am Institut für angewandte Biopolymerforschung der Hochschule Hof (ibp) erforscht eine Nachwuchsforschergruppe den Einfluss natürlicher Strahlung sowie den Einsatz von biogenen Reststoffen auf die Eigenschaften und die Struktur von Biokunststoffen. Damit könnten diese Biokunststoffe in Zukunft für eine nachhaltige Produktwirtschaft im Sinne der Bioökonomie interessant werden. Unter anderem sollen dabei Bioabfälle aus der Lebensmittelindustrie und Forstwirtschaft in die Biokunststoffmischungen eingesetzt und so einer natürlichen Wiederverwendung zugeführt werden.

Abbaubare Folien für die Landwirtschaft

Eine Machbarkeitsstudie desselben Hochschulinstituts soll währenddessen die Grundlage für biologisch abbaubare Folien in der Landwirtschaft legen. Die zunehmen eingesetzten, sogenannten Silagefolien werden bislang konventionell produziert und basieren in der Regel auf Erdöl. Im Boden hinterlassen sie nachweisbares Mikroplastik, außerdem sind die gängigen Folien reine Einwegartikel. Ziel der Forscherinnen und Forscher ist es, dass die Folien zukünftig zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. So soll ein Produkt entstehen, das kompostierbar oder recyclebar ist und damit perfekt in den landwirtschaftlichen Produktionskreislauf integriert werden kann.

Innovative Textilproduktion

Doch auch die traditionelle Industrie der Region profitiert von der Hochschule Hof. Am Institut für Materialwissenschaften (ifm) am Campus Münchberg läuft das EFRE-Projekt (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) „Textilindustrie 4.0“. Es beschäftigt sich mit dem Technologietransfer vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen der Region. Vermittelt werden modernste und nachhaltige Verfahren zur Textilproduktion. Beteiligen können sich alle Unternehmen der regionalen Textilbranche, die nicht mehr als 250 Mitarbeiter haben und deren Umsatz 50 Mio. EUR nicht übersteigt. 

Austausch zwischen europäischen Regionen

Um Know-How-Transfer geht es auch im Interreg-Projekt “Digital Regions”, das am Institut für Informationssysteme (iisys) umgesetzt wird. Es will einen Beitrag leisten für einen besseren europaweiten Erfahrungs- und Informationsaustausch über Strategien und Methoden im Bereich der Digitalisierung und der Industrie 4.0. Die Potenziale bestehender europäischer, nationaler und regionaler Fördermöglichkeiten sollen dazu besser genutzt werden. Dabei schauen sich die acht Partnerregionen gegenseitig über die Schulter und lernen anhand sog. „Best Practices“ voneinander. Lokale Unternehmen müssen damit nicht immer das Rad neu erfinden, sondern profitieren von vorhandenem Wissen, auf das sie aufbauen können.

Anerkennung aus der Politik

Der Beitrag der Hochschule Hof zur Entwicklung der Region findet auch in der Politik Anklang: „Die Ausrichtung der Hochschule Hof als Green Tech University wird immer wieder mit Leben gefüllt. Nachhaltigkeit und die ökologische Zukunftsfähigkeit stehen bei einer Vielzahl von Forschungsprojekten im Mittelpunkt. Dass dieses Wissen auch vor Ort eingesetzt wird, ist ein großer Gewinn für das Hofer Land“, so Landrat Dr. Oliver Bär. Dem schließt sich auch Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla an: „Die Hochschule Hof ist einer der großen Standortfaktoren für unsere Stadt. Sie leistet weit mehr als Wissensvermittlung – sie schafft neues Wissen, verwertbare Erkenntnisse und befördert Innovationen. So freut mich beispielsweise ihre Beteiligung am Shuttle Modell Projekt Oberfranken. Hier werden Forschung und Fortschritt direkt in der Hofer City erlebbar.“

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