Innovative Lehransätze

Corner

LEGO® Serious Play®

„Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennen lernen als in einem Gespräch in einem Jahr.“ - Plato

Lego und Hochschule? Kann das zusammenpassen? Ja, absolut! Der Einsatz der LEGO® Serious Play® Methodik ermöglicht es, spielerisch neue Ideen zu fördern, die Kommunikation zu verbessern und die Lösungsfindung zu beschleunigen.

Die Methode wird in Vorlesungen zum Beispiel für die Entwicklung neuer Geschäftsstrategien, zur Optimierung der Zusammenarbeit in Teams oder zur Erarbeitung von Lösungskonzepten für bestimmte Fragestellungen eingesetzt.

Verwendet werden speziell zusammengestellte LEGO® Serious Play® Baukästen. Diese enthalten eine umfangreiche Auswahl an Legosteinen, mit deren Hilfe die Studierenden Modelle ihrer Sicht auf unterschiedlichste Fragestellungen entwickeln können. Stein für Stein werden das Wissen und die Erfahrungen aller Teilnehmer:innen in das Legomodell eingebaut und ein gemeinsames Verständnis des behandelten Themas entwickelt.

Die Studierenden werden durch eine Reihe von Fragen geführt und tauchen so immer tiefer in das jeweilige Thema ein. Basierend auf der jeweiligen Fragestellung erbaut jede:r Student:in sein oder ihr eigenes LEGO® Modell. Die Modelle dienen dann als Grundlage für Gruppendiskussionen zur Problemlösung und/oder Entscheidungsfindung.

 

 

 

Planspiel

„Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere, lass es mich tun und ich verstehe.“ - Konfuzius

In Planspielen werden die Teilnehmenden mit einer realen Situation aus der Praxis konfrontiert, in der sie kreativ und selbstbestimmt handeln und entscheiden können. Sie erhalten Einblick in einzelne Herausforderungen und Zusammenhänge, treffen eigene Entscheidungen und lernen direkt die Konsequenzen ihres Handelns kennen.

Wie läuft ein Planspiel ab?

Zu Beginn jedes Planspiels erläutert der oder die Spielleiter:in zunächst das während des Spiels behandelte Fallbeispiel. Anschließend wird jede Gruppe an Spielenden einer festen Rolle zugeteilt und erhält nähere Hintergrundinformationen und Aufgaben zu dieser. Nachdem die Ausgangssituation bekannt ist, wird die jeweilige Herausforderung innerhalb jeder Gruppe analysiert, es werden mögliche Handlungsoptionen der Rolle diskutiert und Handlungsstrategien erarbeitet.

Ist diese Vorbereitungsphase abgeschlossen, beginnt die eigentliche Spielphase, in der die einzelnen Gruppen/Rollen miteinander agieren, verhandeln und Gespräche führen, um gemeinsam nach der besten Lösung zu suchen. Die Spielleitung bringt in dieser Spielphase gezielt Impulse ein oder lenkt das Geschehen mit Ereigniskarten.

Abschließend beginnt der wohl wichtigste Teil dieser Methode: die Reflexion. In dieser werden die Ergebnisse im Plenum vorgetragen und gemeinsam besprochen. Durch das Einnehmen verschiedener Beobachterpositionen in dieser Phase werden während der Spielphase erarbeitete Zusammenhänge analysiert, getroffene Entscheidungen reflektiert und die Auswirkungen des Handelns gemeinsam ausgewertet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Flipped Classroom 

Üblicherweise folgen Lernende während einer Vorlesung überwiegend passiv aufnehmend dem Vortrag der Lehrenden und bearbeiten im Anschluss - oft Zuhause - Übungsaufgaben zu den vermittelten Inhalten.

Im Flipped Classroom ist das anders. Hier werden (einzelne) grundlegende Lehrinhalte nicht mehr vor Ort in der Hochschule vermittelt. Die Studierenden erarbeiten die Inhalte asynchron, ortsunabhängig, individuell und im eigenen Lerntempo anhand von digitalen Lernmaterialien wie z.B. Vorlesungsaufzeichnungen, Podcasts, schriftlichen Unterlagen, digitalen Skripten und weiteren Materialien.

Die Präsenzzeiten an der Hochschule werden zur gemeinsamen, interaktiven Vertiefung mit den Lehrenden genutzt. Diese gehen dabei weit über eine klassische Beantwortung von Fragen und Diskussionen zum Erlernten hinaus. So wird das angeeignete Wissen an interaktiven Praxisbeispielen veranschaulicht oder die Studierenden setzten dieses unter Anleitung der Lehrenden in Experimenten selbst um. So wird das Zuhause erlernte Wissen vertieft und praktisch angewendet. Die Auseinandersetzung der Lernenden mit den Inhalten, findet demnach dort statt, wo auch Lehrende da sind, um dies zu begleiten. So werden gemeinsam insgesamt höherwertige Lernziele erreicht, die über das reine Erinnern und Verstehen von Inhalten hinausgehen.

 

 

 

 

 

Working-out-loud 

Was versteht man unter Working-out-loud (WOL)? Kurz zusammengefasst geht es bei dieser Lernmethode darum, das eigene Wissen proaktiv so sichtbar zu machen, dass es anderen helfen kann.

Mitglieder eines WOL Circle tauschen sich innerhalb von 12 Wochen einmal pro Woche für eine Stunde in einem geschützten Rahmen zu einem bestimmten Thema, z.B. einem definierten Lernziel, aus. Jede:r der 3-5 Teilnehmer:innen bringt dabei offen sein individuelles Wissen und seine Ideen ein und teilt es/sie mit dem Netzwerk. Der WOL Circle Guide unterstützt diesen Prozess. Er enthält Zielsetzung und Aufgaben des jeweiligen Treffens und gibt eine Struktur vor.

Working-out-loud ist dabei nicht nur eine Art zu arbeiten, sondern auch eine Einstellung zur Arbeit. Teilnehmer eines WOL Circles lösen sich von der klassischen Vorstellung, dass Wissen Macht bedeutet und nur bis zu einem gewissen Grad weitergegeben werden sollte, um den eigenen Status nicht zu verlieren. Beim WOL wird Wissen im Sinne des gegenseitigen Lernens und der gemeinsamen Weiterentwicklung freizügig geteilt. Dabei hat jedes Mitglied des Circles die Möglichkeit, sein/ihr individuelles Ziel durch die Hilfe der anderen Teilnermer:innen zu bearbeiten und gleichzeitig die anderen Gruppenmitglieder mit seinem/ihrem Wissen und seinen/ihren Erfahrungen zu unterstützen.

 

 

 

 

(Unternehmens-)Projekte

Um Student:innen einen Einblick in ihre spätere berufliche Praxis zu gewähren, sind interdisziplinäre, praxisorientierte Projektarbeiten / Unternehmensprojekte ein Teil des Studiums. Ziel dieser ist es dabei, dass Studierende ihr im Studium erworbenes Wissen in realen Problemsituationen anwenden und weiter ausbauen können.

Durch Kontakte zur Wirtschaft erhalten die Student:innen die Chance, bereits vor ihrem Berufspraktikum Projekte mit Unternehmen abzuwickeln und erste Kontakte mit potenziellen Arbeitsgebern zu knüpfen.

 

 

 

 

 

Design Thinking

„It took me a few seconds to draw it, but it took me years to learn how to draw it in a few seconds.“ - Paula Scher

Was versteht man unter Design Thinking? Design Thinking ist eine klar strukturierte, kundenzentrierte und iterative Methode sowohl zur Ideenfindung als auch zur Lösung komplexer Herausforderungen. Es basiert auf der Annahme, dass Herausforderungen am besten interdisziplinär, also aus verschiedenen Blickwinkeln, angegangen werden. Mit dem Design Thinking Ansatz gelingt es, gemeinsam eine aus Kundensicht überlegene Lösung zu entwickeln. Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und Nutzen werden dabei gegeneinander abgewogen.

Mit ihrer offenen, kreativen aber gleichzeitig systematischen Herangehensweise bietet die Design Thinking Methode einen schrittweisen Prozess, der sich nach und nach der optimalen Lösung einer Herausforderung annähert. Zunächst geht es darum die Herausforderung bis ins kleinste Detail und aus verschiedenen Blickwinkeln sachlich und emotional zu verstehen. Auf dieser Grundlage werden anschließend Lösungsideen entwickelt, gegeneinander abgewogen, weiterentwickelt und schließlich umgesetzt. Als Ergebnis entsteht eine nachhaltige Lösung, z.B. die Entwicklung eines neuen Service, eines innovativen digitalen Produktes oder auch eines zielführenden Geschäftsmodelles.

 

 

 

 

Scrum 

“Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.” - Antoine de Saint Exupéry

Scrum ist eine agile Projektmanagementmethode, die die Zusammenarbeit in Teams unterstützt. "Scrum" steht im Rugby für "Gedränge" – und genau wie ein Rugbyteam, das für das große Spiel trainiert, sind Teams mit Scrum in der Lage, durch Erfahrungen zu lernen, sich bei der Problembehebung selbst zu organisieren sowie ihre Erfolge und Niederlagen zu reflektieren, um sich kontinuierlich zu verbessern.

Unsere Student:innen werden auf Basis von Scrum selbst aktiv, setzen sich Ziele und bearbeiten diese in selbstorganisierten Teams.

Das Kernelement der Entwicklungsmethode sind sich wiederholende Scrum Sprints, sprich definierte Zeitabschnitte gleichbleibender Dauer [hier: Unterrichtseinheiten] in der alle Lernaufgaben, die zur Bearbeitung des Sprintziels notwendig sind, durch das Team erarbeitet werden. Jeder Scrum Sprint beginnt mit einem Sprint Planning, in dem das Sprintziel definiert, und damit festgelegt wird, welche Einzelaufgaben (Backlog Items) [hier: Lehrplaninhalte] in diesen einen Sprint aufgenommen und damit zu sogenannten Sprint Backlogs werden. Am Ende jedes Sprints werden die Ergebnisse des Sprints zusammengetragen, Feedback aufgenommen und die Anforderungen angepasst (Sprint Review). Anschließend wird in der Sprint Retrospektive die Arbeitsweise des vergangenen Sprints betrachtet und ggf. Verbesserungspotentiale für den nächsten Sprint abgeleitet. Dann beginnt der nächste Sprint.

Der oder Die Dozent:in nimmt dabei die Rolle des Product Owners ein. Er oder sie gibt vor, welche Bestandteile des Product Backlogs [hier: Lehrplans] in das Sprint Backlog übergehen und unterstützt den Sprint sowie die Sprint Review und die Sprint Retrospektive fachlich. Die Dozent:innen schaffen zudem eine lernanregende Umwelt mit einer Portion pädagogischer Gelassenheit und Humor. So wird zum Beispiel die im Scrum bekannte „Definition of Done“ durch eine „Definition of Fun“ ergänzt. Zusätzlich unterstützt die Lehrkraft als eine Art Scrum Master die Teamentwicklung und die Zusammenarbeit in den Studententeams.

 

 

 

E-Portfolio 

ePortfolios sind digitale Sammelmappen, in denen Studierende ihren Lern- und Arbeitsprozess seminarbegleitend dokumentieren, reflektieren und präsentieren.

Student:innen setzen sich auf diese Weise kontinuierlich mit den Lerninhalten auseinander und verfestigen das vermittelte Wissen. Zugleich befassen sie sich mit Hilfe des ePortfolios stetig mit ihrem individuellen Lernerfolg und können etwaige Wissenslücken zeitnah schließen. Werden ePortfolios als alternative Prüfungsform genutzt, wird die für Studierende oft stressige Semesterendphase in der eine Klausur bzw. ein Abgabetermin die/den nächsten jagt entschärft.

Während des Semesters bereiten die Studierenden jede Seminarsitzung in ihrem ePortfolio inhaltlich auf und bearbeiten selbst gewählte Themen vertiefend; Dozent:innen unterstützen die Student:innen dabei technisch und inhaltlich durch entsprechendes Feedback in Einzel- oder Gruppencoachings. Dabei sind der Kreativität der Studierenden keine Grenzen gesetzt. Jede:r Lernende kann so, je nach individuellem Lerntyp, die Inhalte auf seine oder ihre Weise aufbereiten. Neben Textdokumenten können z.B. weitere selbst erstellte oder recherchierte Medien wie etwa Podcasts, Videos oder Grafiken eingebettet werden.

Grundsätzlich können ePortfolios über das gesamte Studium hinweg gepflegt und erweitert werden, um auch langfristige Lernprozesse zu dokumentieren. Auch für die Zeit nach dem Studium bieten e-Portfolios Student:innen einen Mehrwert. So können relevante Ausschnitte z.B. der Bewerbungsmappe beifügen werden, um im Anschreiben beschriebene Fähigkeiten zu untermauern.

 

 

 

Barcamp 

Bei einem Barcamp kommen viele unterschiedliche Personen zusammen, um sich über gemeinsame Interessen auszutauschen.

In einer Vorstellungsrunde bieten die Teilnehmer:innen frei Fragestellungen oder Themen an. Hierbei kann vom/von der Auszubildenden über den/die Student:in bis hin zum/zur Professor:in und/oder dem/der Unternehmer:in jede:r Einzelne mit seiner/ihrer individuellen Perspektive Expert:in sein. Besteht ausreichend Interesse an einer Fragestellung oder einem Thema wird diese/dieses einer Session zugeteilt und einem Raum sowie einem zeitlichen Rahmen zugeordnet (Sessionplanung).

Die Form, in der die Themen im Anschluss behandelt werden, ist den Expert:innen dabei völlig freigestellt. Sie können z.B. in Vorträgen, Workshops oder auch offenen Diskussionsrunden behandelt werden. Jede:r Teilnehmer:in ist dabei frei sein/ihr individuelles Wissen einfließen zu lassen und dieses zu teilen.

Barcamps dienen damit dem Erfahrungs- und Wissensaustausch und der Netzwerkerweiterung. Hier können Fragestellungen, Ideen oder auch Projekte offen mit anderen Expert:innen diskutiert und viele neue Impulse gewonnen werden.

 

 

Standorte

Corner

Campus Hof

Alfons-Goppel-Platz-1
95028 Hof

Fon: +49 (0) 9281 / 409 3000

Campus Münchberg

Kulmbacher Straße 76
95213 Münchberg

Fon: +49 (0) 9281 / 409 8000

Campus Kronach

Kulmbacher Straße 11
96317 Kronach

Fon: +49 (0) 9281 / 409 3000

Campus Selb

Spiegelhaus / Wittelsbacher Straße 41

95100 Selb
Fon: +49 (0) 9281 / 409 3000