Hofer MINT-Lenkrad ist „Best Practice“

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Im Rahmen des MINTerAKTIV-Projektes des Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst beschäftigt sich das Hofer MINT-Lenkrad mit der Frage, wie Studieninteressierte bei der Orientierung unterstützt und Studierende und von Beginn an in ihrem Studium begleitet werden können.  Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr.-Ing. Marco Linß, Professor an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Hof und koordiniert von Dipl. Kauffrau Sarah Keil-Wagener.

Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) hat im Rahmen eines Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema Studienabbruch (InMaSS) bundesweit insgesamt 217 Hochschulen und Universitäten untersucht. Als eines von vier Konzepten wurde das Hofer MINT-Lenkrad der Hochschule Hof neben den Konzepten der Technischen Universität München, der Humboldt-Universität Berlin und der HTWK Leipzig als Best Practice für MINT-Studierende ausgewählt.

Die Verfasser der Studie hoben die ganzheitliche Vorgehensweise des Konzeptes hervor, welches den gesamten Student-Life-Cycle umfasst und damit die Maßnahmen (z.B. Selbsteinschätzungstests, Brückenkurse und Tutorien) besonders erfolgversprechend macht.

Die Studie wurde vom IHF in seiner Publikation „IHF Kompakt“ vom März 2018 veröffentlicht:

http://www.ihf.bayern.de/uploads/media/IHF_kompakt_Maerz-2018.pdf

Datum: 5. März 2018

v.l.n.r.: Patrik Püttner, Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Lehmann, Prof. Dr. Marco Linß, Bernd Sibler, Hans-Joachim Fösch, Sarah Keil-Wagener
v.l.n.r.: Patrik Püttner, Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Lehmann, Prof. Dr. Marco Linß, Bernd Sibler, Hans-Joachim Fösch, Sarah Keil-Wagener

Staatssekretär begeistert von den Aktivitäten des Hofer MINT-Lenkrades

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Am 1. Dezember besuchte der Staatssekretär für Wissenschaft und Kunst im Bayerischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler gemeinsam mit Ministerialrat Hans-Joachim Fösch unsere Hochschule um sich über die MINT-Aktivitäten der Hochschule Hof zu informieren. Der Besuch fand im Rahmen des MINTerAktiv Projektes statt, dessen Teilprojekt „Hofer MINT-Lenkrad“, geleitet durch Prof. Dr. Marco Linß, die Maßnahmen des MINT-Bereiches bündelt, koordiniert und maßgeblich vorantreibt.

Um den in Zukunft weiter steigenden Bedarf an Fachkräften im MINT-Bereich zu decken gebe es bereits Ansätze, die Informatik bereits an Schulen mehr zu fördern: „Wir stehen nicht am Ende, sondern am Anfang einer Entwicklung“, gab der Staatssekretär an. Dazu gehöre es auch, mehr Unternehmen für das Projekt MINT zu begeistern und die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Hochschulen und Firmen weiter voranzutreiben. „Die Technik soll dabei auch der Pädagogik dienen und ist nicht nur Selbstzweck“, stellte Sibler klar.

Schüler für Technik begeistern – MINT-Nachwuchs sichern

Was die Hochschule dafür tut, fasste Projektkoordinatorin Sarah Keil-Wagener bei der Vorstellung des Konzeptes des Hofer MINT-Lenkrades kurz zusammen. Anschließend führte der Projektleiter Prof. Linß den Staatssekretär durch die Maschinenhalle, wo die Beteiligten über die Teilbereiche des Projektes berichteten: Laboringenieurin Franziska Beck sicherte er Unterstützung zu bei der Gewinnung von Schulen für die Schulbesuche im Rahmen der Initiative Junge Forscher. Die Hochschule Hof ist seit 2016 einer von fünf Stützpunkten der IJF und führte bereits in bisher 20 Schulbesuchen in den Bereichen „Leichtbau“ und „Erneuerbare Energien“ ca. 1000 Schülerinnen und Schüler durch forschendes Lernen in die Welt der Technik ein.

Begabte fördern und Heterogenität rechtzeitig auffangen

Die Förderung von begabten Studenten durch wettkampfartige Hackathons im Studiengang Mobile Computing und innovative Projekte wie das Voteback-System, geleitet von Prof. Dr. Peter Stöhr, stieß auf sehr positive Resonanz. „Durch die semesterübergreifende Zusammenarbeit wird besonders die vertikale Vernetzung der Studierenden gefördert“, so Stöhr.

Prof. Dr. Herbert Reichel, Initiator und Organisator des Brückenkurses Technik sowie die Laboringenieure Martin Thoß und Roland Martin sorgten bei Herrn Sibler für eine bleibende Erinnerung, indem sie ihn einen Handystuhl, wie ihn Studienanfänger im Brückenkurs Technik herstellen, eigenhändig mit Schlagbuchstaben, Elektroschreiber und CNC-Maschine beschriften ließen: „Ein Hoch auf Hof“ prägte er auf die Lehne aus Metall. Der Brückenkurs Technik ist bayernweit der erste Vorbereitungskurs, der Abiturienten gezielt auf das praktische Arbeiten in einem technischen Studium vorbereitet und damit die technologische Lücke zwischen Gymnasium und Hochschule schließen soll.  

Moderne Lehrmethoden und ein umfassendes und ganzheitliches NotenMonitoringProgramm

Die Hochschule Hof setzt auf moderne Lehrmethoden. Julia Feldmann, Projektkoordinatorin „Digitalisierung der Lehre“, stellte ein AudienceRespondSystem („Clicker-System“) vor, welches eine interaktive und aktivierende Lehre (z.B. Peer Instruction) ermöglicht.

Besonders begeistert gab sich Sibler vom NotenMonitoringProgramm (NMP), dass Prof. Dr. Linß vorstellte. Darin würde – auf freiwilliger Basis – über das gesamte Studium die Entwicklung des Studierenden beobachtet. Auf diese Weise könne man rechtzeitig bei Fehlentwicklungen reagieren und so individuell möglichen Schwächen entgegenwirken, so der Professor. Der umfassende Ansatz des Hofer NMP ist bundesweit eines der wenigen Systeme, welche notenbasiert arbeiten und durch Zusatzinfos angereichert umfassende Betrachtungen ermöglichen.

Die Basis für das NMP bietet die MINT-Datenbank, welche Informationen aus dem PRIMUSS-System verarbeitet und mit eigenen Erhebungen anreichert. Mit Hilfe dieses Systems können weitere Untersuchungen, z.B. zur Wirksamkeit von Veranstaltungen und zur Anerkennung von Prüfungsleistungen („Notenanerkennung“) durchgeführt werden, um der gesteigerten Heterogenität der Studierenden begegnen zu können und den hohen Qualitätsstandard der Lehre an der Hochschule Hof zu halten und nachhaltig weiter auszubauen.

An der Veranstaltung nahmen außerdem der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Oberfranken der vbw, Patrik Püttner, teil sowie MdL Alexander König.

Gut gelaunt fuhr der Staatssekretär nach einem kleinen Imbiss gemeinsam mit dem Präsidenten weiter nach Münchberg, um sich ein Bild von der Entwicklung des dortigen Campus zu machen.

Das Hofer MINT-Lenkrad ist ein Teilprojekt MINTerAKTIV Projektes und wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Weitere Informationen zum Projekt und alle Aktivitäten der Hochschule im MINT-Bereich finden Sie unter www.hof-university.de/mint.

 

Ralf Oesterreicher
Sarah Keil-Wagener

 

Datum: 1. Dezember 2017

Projektvorstellung durch Prof. Dr. Marco Linß
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Experimentelle Schulbesuche - So begeistert die Hochschule Schüler für MINT
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Sibler betrachtet Schachfiguren, wie sie von Studenten der Ingenieurwissenschaften im Rahmen des Studiums an der Hochschule hergestellt werden
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Der Staatsekretär mit Schlagbuchstaben und Hammer
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Zusammenbau des Handystuhls
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Gravur an der CNC-Maschine
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Herr Sibler zeigt großes Interesse am NotenMonitoringProgramm
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Active Response System - digitale Medien zur unterstützung der aktivierenden Lehre
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Regionalisierung im MINT-Bereich
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Projektkoordinatiorin IJF Franziska Beck berichtet über die Schulbesuche für die Initiative Junger Forscherinnen und Forscher
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Die Hochschule Hof fördert Begabte mit verschiedenen Projekten
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Gravur mit dem Elektroschreiber
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Der Handystuhl ist fertig
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Die Stuhllehne - "Ein Hoch auf Hof"
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Projektkoorinatorin DAL Julia Feldmann erläutert, wie die Hochschule moderne Lehrmethoden einsetzt
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Gruppenfoto
Carl-Victor Dienstbier, Prof. Dr. H. Reichel, Julia Feldmann, Patrik Püttner, Prof. Dr. Dr. h.c. J. Lehmann, Prof. Dr. M. Linß, Bernd Sibler, Hans-Joachim Fösch, Sarah Keil-Wagener, Doreen Rustler, Melanie Fiedler-Zapf, Prof. Dr. P. Stöhr

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